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Jason hat mir nicht verraten, was wir heute machen. Das einzige, was er meinte, war, dass ich mir einen Bikini anziehen soll. Also werden wir wahrscheinlich schwimmen gehen. Der Rest bleibt aber geheim.
Im ersten Moment habe ich mich ziemlich unwohl gefühlt, denn eigentlich hasse ich es, irgendetwas zu machen, wo Menschen meine Narben sehen können. Aber im nächsten Moment habe ich durchgeatmet und mir in Gedanken gut zugesprochen.
Jason wird mich nicht komisch angucken, oder dumme Witze reißen. Aber ich habe Angst, dass wir irgendwo hinfahren, wo viele Menschen sind, die mich dann komisch angucken werden.
Er holt mich um achtzehn Uhr ab und gerade ist zehn Minuten vor. Nervös knete ich meine Finger und schaue mich selber im Spiegel an. Da wir wahrscheinlich schwimmen gehen, lasse ich meine Haare einfach glatt und knote sie nur zu einem Dutt.
Ich trage eine leichte, aber lange schwarze Hose, die im Wind weht und dazu ein einfaches weißes Shirt, mit einem kleinen Dino auf der rechten Brustseite.
Als mein Handy Klingelton ertönt, schaue ich nach unten. Im ersten Moment bin ich enttäuscht, dass es nicht Jason ist, aber im nächsten bin ich froh, dass ich noch mit jemanden reden kann.
»Seid ihr schon unterwegs?« fragt Adrien von der anderen Seite.
»Nop. Ich warte noch auf ihn. Er sollte aber in ein paar Minuten da sein.« erzähle ich und schaue wieder auf die Uhr.
»Habe ganz viel Spaß, Okay? Und wenn ihr euch küsst, dann will ich jedes Detail wissen.« Ich schnappe empört nach Luft und höre ihn auf der anderen Seite Lachen.
»Nur weil wir ein Date haben, heißt das nicht, dass wir uns direkt küssen. Außerdem wäre es mein erster Kuss.« meine Wangen färben sich in einem leichten rosa, was man im Spiegel deutlich erkenne kann, da ich auch kein Make up drauf habe.
»Ich will jedes Detail.« sagt er einfach und überhört das gesagte.
Wir reden beide weiter, bis es an der Tür klingelt und ich auflege, mit dem Versprechen, ihm alles zu sagen, wenn wir uns küssen.
Nervös laufe ich die Treppen herunter. Meine Mutter und mein Stiefvater sind auf der Arbeit und Finn und Ethan bei einer Freundin. Deswegen ist es ziemlich still im Haus und ich hasse stille.
Ich mache die Tür auf und sehe sofort Jasons braune Augen die mich anstrahlen. Er kommt auf mich zu und je näher er mir kommt, desto schneller klopft mein Herz in der Brust. Er schlingt seine Arme um mich. Seine Atem prallt an mein Hals, verursacht eine Gänsehaut auf meinem gesamten Körper und lässt die Schmetterlinge in meinem Bauch Amok laufen.