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~ Keep taking time for yourself until You're you again. ~
»Ich hasse dich und ich habe das Bedürfnis dich zu packen und aus diesem scheiss Fenster zu schmeißen.« schreie ich und zeige demonstrativ auf das Fenster, das zur Straße zeigt.
Meine Freunde sitzen auf der Couch, genau vor diesem Fenster und scheinen alle amüsiert zu sein. Meine Knöchel gucken weiß hervor, weil ich den Controller so fest in der Hand halte.
Nikolai steht langsam auf, die Hände gehoben und macht kleine Schritte auf mich zu.
»Könnest du dich bitte beruhigen?« fragt er und muss sich allen Anschein nach ein Lachen verkneifen, weil er die Lippen zusammenpresst, seine Mundwinkel aber trotzdem nach oben wandern. »Wir haben nur Mario Kart gespielt.«
»Nur Mario Kart? NUR Mario Kart? Du hast geschummelt du kleiner, dreckiger und verblödeter Voll honk! Ich hoffe dir ist klar, wie sehr ich dich hasse, ja?.« ich fahre mir durch die Haare und versuche meine Nerven irgendwie zusammenzuhalten, damit ich Nikolai keine runter haue. Meine Hand zuckt trotzdem erwartungsvoll.
Auf seinen Lippen breitet sich allen Ernstes ein grinsen aus. Er legt seine Hände auf meine Schultern und versucht ernst zu gucken. »Das stimmt nicht.« sagt er ruhig, als würde er mit einem kleinen Kind reden, das nach einem Eis fragt aber keins kriegt. »Du liebst mich.«
Ich stoße seine Hände von meinen Schultern und schreie frustriert auf. »Ich hasse euch alle!« rufe ich ein letztes Mal, dann drehe ich mich um und laufe nach unten in die Küche, um mir ein Glas Wasser zu holen.
Aggressiv reiße ich den Küchenschrank auf und hole ein Glas raus, dann laufe ich zum Wasserhahn und befülle es. Das Glas ist in ein paar Schlücken leer und ich fülle es ein weiteres Mal auf, als es plötzlich klingelt.
Wir erwarten eigentlich Niemanden mehr und die Pizza haben wir erst vor ein paar Minuten bestellt. Verwirrt ziehe ich meine Augenbrauen zusammen und lauf zur Tür, um sie aufzumachen und Nathan zu sehe dessen Hand mit Adriens verschlungen ist. Beide wirken entspannt und glücklich.
»Was macht ihr denn hier? Habt ihr nicht gerade ein Date?« frage ich überrascht, trete aber trotzdem zur Seite, um die beiden eintreten zu lassen.
Adrien nickt und trägt ein Lächeln auf den Lippen. Nathan sieht zwar auch glücklich aus, verzeiht aber keine Miene und redet auch nicht.
Er war nie der große Redner und es hat sich ziemlich viel verändert, seit Adrien aufgetaucht ist, aber uns seine Lebensgeschichte erzählen wird er wahrscheinlich trotzdem nicht. Für mich persönlich ist es nicht schlimm. Er hat in Adrien jemanden gefunden, mit dem er reden kann und der ihn sehr glücklich macht, da freue ich mich eher drüber anstatt eifersüchtig zu sein, dass er nie so zu uns ist.
»Hatten oder haben wir immer noch, aber Sawyer hat uns angerufen und gefragt ob wir noch vorbeikommen wollen, weil ihr Mario Kart spielt.« sagt Adrien. »Außerdem meinte er, du bräuchtest mal eine Pause. So zum runterkommen.«
Ich reiße meine Augen auf. »Oh du kleiner verdammter Vollidiot. Ihr kommt jetzt alle sofort hier runter!« schreie ich durch das Haus und hoffe, dass sie mich hören.
Das Blut rast durch meine Adern, als ich Nikolai, Sawyer und Flynn sehe, die die Treppe runterlaufen und immer noch amüsiert zu sein scheinen. Nikolai kommt auf mich zu, legt mir aber diesmal keine Hände auf die Schultern, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
»Ist das kleine süße Baby immer noch eingeschnappt, dass es bei Mario Kart nicht gewonnen hat?« Fragt er zuckersüß.
»Ich schwöre dir, hältst du jetzt nicht die Klappe, dann-« ich will meine Drohung Fortsetzen, als ein schriller Klingelton durch den Raum hallt und uns alle verstummen lässt.
Adrien sieht uns entschuldigend an, zieht sein Handy aus der Hosentasche und guckt wenige Sekunden verwirrt drauf, dann nimmt er ab.
»Adrien Clayton.« spricht er ins Telefon.
Im Raum ist es totenstille und alle scheinen darauf zu warten, dass Adrien endlich aufhört zu telefonieren. Er allerdings sieht nach wenigen Sekunden noch verwirrter aus. »Ja, sie ist meine beste Freundin.«
Ich werde hellhörig, denn allen Anschein redet er von Amilia, als sein Gesicht plötzlich aschfahl wird. Er tritt einen Schritt zurück und hält sich mit seiner anderen Hand krampfhaft an Nathan fest. Nathan kommt einen Schritt auf ihn zu und stützt ihn. Adrien schluckt, nickt und fährt sich durch die Haare.
»J-Ja, i-ich-« er bricht ab und seine Augen die gerade noch ihm Raum herumgeschwirrt haben fixieren sich auf mich. »Wir k-kommen.«
Dann legt er mit zitternden Händen auf, steckt sich das Handy in die Hosentasche und seine Augen schwirren wieder herum. »W-Wir mü-üssen los. A-Also jetzt, sof-fort.« Er läuft wieder in den Flur und zieht sich seine Jacke an, dabei streicht er sich immer und immer wieder durch die Haare.
»Was ist los?« frage ich angespannt. Wir alle laufen ihm hinterher in den Flur, als er den Autoschlüssel nehmen will. Nathan tritt einen Schritt vor und reißt ihn den Schlüssel aus der Hand.
Adrien macht den Mund auf, aber Nathan hebt einen Finger. »So lasse ich dich nicht fahren und du sagst jetzt erstmal, was los ist.« er umfasst Adriens Gesicht mit seinen Händen und schaut ihm dabei tief in die Augen. Wäre diese Situation gerade nicht total ernst, würde ich heimlich ein Foto von den beiden machen.
»A-Amilia sie liegt im Krankenhaus. S-Sie wurde angeschossen und es sieht nicht gut aus.« stottert er, die Augen auf Nathan fixiert.
Und als die Wörter zu mir durchdringen, ist es, als würde meine Welt stillstehen. Sie hört auf sich zu drehen. Die Töne um mich herum sind verschwunden, da ist nur ein ständiges piepen in meinen Ohren. Ich taumel ein paar Schritte zurück, als mich zwei Arme packen, aber das kriege ich gar nicht mehr mit.
Ich kriege nicht einmal mit, wie wir ins Auto steigen, wie wir zum Krankenhaus fahren und dort ankommen. Meine Augen sind nach vorne gerichtet, obwohl ich nichts wahrnehme. Und als wir im Flur sitzen, um uns herum alles weiß und sauber, da überschwappt mich plötzlich eine riesengroße Angst.
Angst den wichtigsten Menschen in meinem Leben zu verlieren. Angst mein Mädchen zu verlieren, denn damit könnte ich nicht umgehen.
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DIESES BUCH HAT DIE 1K GEKNACKT!!!🥳🥳 Vielleicht ist das für manche nicht gerade viel, aber für mich ist es wie ein kleiner Meilenstein und puh, ich kann's gar nicht richtig glauben.