Niall's POV
Nun lag ich bereits den zweiten Tag hier im Krankenhaus und konnte immernoch nicht Liam sehen, da die Ärzte meinten, er bräuchte ruhe. Sie hatten mir vor zwei Tagen meinen Rücken behandelt und ich konnte auch eigentlich schon längst wieder hier draussen sein, doch ohne Liam würde ich nirgendswo hin gehen.
Seufzend ließ ich meine Beine von der Bettkante herunter baumeln und erhoffte mir sehnlich, dass irgendwer mir sagte, dass es Liam gut ging. Draussen sah es aus, als ob ein Unwetter in den nächsten Tagen aufkommen würde, dass Wetter allgemein machte mich traurig, vorallem der Himmel. Er war so grau und dunkel, dass es mich traurig machte.
Eine einzelne Träne lief meine Wange hinunter bis sie schlussendlich auf meine Hose fiel. Die Rucksäcke hatte mir eine Krankenschwester abgenommen und uns die schmutzigen Klamotten gewaschen.Kaum hatte ich meine Gedanken an die Krankenschwester verschwendet, klopfte es an meiner Zimmertür.
"Ja?" Ich hörte, wie jemand das Zimmer betrat und irgendwas auf meinem Bett ablegte, erst als ich zu den Rucksäcken sah, wusste ich, dass die Krankenschwester unsere Klamotten gewaschen hatte.
"Danke."
"Mr. Horan, wäre es nicht besser, wenn ich Ihre Eltern anrufen..-"
"Nein, vergessen Sie es." Bemitleiden sah mich die Krankenschwester an und kurz bevor sie wieder das Zimmer verließ, verließ eine kleine Frage meinen Mund.
"Kann ich zu Liam?"
"Es tut mir Leid, Mr. Horan.." Tränen füllten meine Augen und wieder einmal sah ich nur verschwommen. Ich nickte nur und hörte wie die Schwester mein Zimmer verließ.
"Es tut mir auch Leid." Ich kippte zur Seite mit meinen Körper und zog meine Beine zu mir heran. Ich kugelte mich ein und weinte hemmungslos in das Kissen hinein. Niemand wollte mir hier sagen, wie es Liam ging und manchmal hatte ich sogar den Verdacht, dass die Ärzte mir erzählen wollten, dass Liam es nicht geschafft hat, doch es war nur eine Vermutung von mir und innerlich wünschte ich mir so sehr, dass Liam lachend in mein Zimmer stolzierte und wir zusammen aus dem Cork University Hospital verschwanden.
Liam hatte es geschafft, dass ich ihm ganz verfalle, ich fing an mich in ihn zu verlieben. Das Kribbeln in meinen Körper wenn Liam mich ansah, war unbeschreiblich und mit jeden Tag, in dem ich hier auf meinem Krankenhausbett lag und mir niemand etwas sagen konnte über seinen Zustand vermisste ich dieses Kribbeln, dass Gefühl von Liebe, was Liam mir gab fehlte mir und raubte mir immer mehr von meinem Herzen.
Es wurde immer später und der Tag ging langsam zu ende. Die Schwester, die unsere Klamotten gewaschen hatte, brachte mir mein Essen, doch ich as nichts. Ich sah nur starr aus meinen Fenster hinaus und hoffte, dass es bald Nacht würde.
Bereits nach wenigen Stunden brach die Stille in das Krankenhaus ein und man hörte nur ganz selten irgendwelche Schritte vom Flur aus. Weinerlich richte ich mich auf und zog mir meine Schuhe an. Ich wollte aufkeinen Fall einen Tag länger in diesem Krankenhaus ohne Liam bleiben. Ich wollte ihn sehen und zwar jetzt.
Seufzend strich ich mir mein Oberteil glatt, bevor ich die Rucksäcke mir schulterte und aus dem Zimmer marschierte. Mit leisen und vorsichtigen Schritten ging ich von meiner Station runter und suchte nach Liam.
Immer wieder betrat ich falsche Zimmer und musste mir unendlich viele Ausreden ausdenken. Bereits nach dem zehnten falschen Zimmer hatte ich keine Lust mehr auf das, was ich machte. Ich wollte eigentlich wieder zurück in mein Zimmer gehen, als mir ein Zimmer auf der Intensivstation meine Aufmerkamkeit bekam. Neben der Türe des Zimmers war eine große fensterscheibe angebracht, wodurch man hindurch sehen konnte und den Patienten sah. Ich erlaubte mir einen kleinen kurzen Blick durch die Fensterscheibe und sofort erhellte sich mein Gesicht. Mein Herz schlug wahrscheinlich zu schnell gegen meine Brust, doch es war mir egal. Ich hatte meine Augen auf den Braun Haarigen jungen Mann gerichtet. Seine Augen waren zum Fenster gerichtet und seine hände verkrampften sich in die Matraze des Bettes.
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Lies || Niam Horayne [AU]
FanfictionEs wäre wahrscheinlich einfacher gewesen, hätte es keine Lügen gegeben. Maura und Bobby Horan müssen mit ansehen, wie Niall immer mehr in Gefahr schwebt. Auch ihr Austauschschüler Liam schwebt in Gefahr. Was die beiden aber nicht wissen ist, dass zw...