23. "Liam, dass ist ein schöner Name."

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Liam's POV

Nachdem ich Niall's ruhigende Atmung hörte und ich mir ziemlich sicher war, dass er bereits eingeschlafen war, stand ich vom Gästebett auf und zog mir wieder meine Klamotten über. Ich wusste, dass es nicht gerecht gegenüber Niall war jetzt enfach zu gehen, aber ich durfte keine Zeit mehr verschwenden. Er sollte nicht mehr mitrein gezogen werden, auch wenn der blonde Junge vor meinen Augen es schuld war, dass wir auf der Flucht waren, aber er war es nun mal nicht alleine Schuld. Zayn war mit Schuld und wenn ich ihn noch einmal in meinen Augen sah, würde ich ihn umbringen. Er hatte kein Recht zwei Leben durcheinander zu bringen, nur weil er helfen wollte.

Ich presste Niall kurz meine Lippen auf seine Stirn, bevor ich mir den Rucksack mit dem Essen nahm und aus dem Zimmer schlich.  Es war der richtige Weg, die richtige Entscheidung, nur um Niall zu beschützen. Ich wollte nicht, dass ihm etwas zu stößst, vielleicht sogar aus dem Grund das er mir wichtig war und ich nicht wollte das ihm das gleiche passierte wie bei meiner Mutter. Daniel würde denken, dass Niall mit mir gegangen wäre, da wir uns bis jetzt nur einmal getrennt haben.

Ich ging in die Küche um dort zwei Briefe zu hinterlassen, einen für Adam und John und den anderen für Niall, bloß um ihn zu beruhigen und zu befehlen, dass er bei den beiden bleiben soll, solange bis die Polizei bei ihn eingetroffen ist, denn dann war es zu ende. Den ganzen Mist mit Daniel wäre dann zu ende und ich wäre entweder tot oder noch am Leben, was ich auf das letztere hoffte.

Ich kramte etwas in den Schubladen herum bis ich Papier und einen Kugelschreiber gefunden hatte. Zuerst schrieb ich einen kleinen Brief an das Ehepaar was uns beide aufgehoben hatten und uns ziemlich gut behandelt hatten, wobei ich den beiden ziemlich dankbar war und ich denen etwas schuldig war.


Lieber Adam & John,

Ich wollte mich mit den paar Zeilen bei euch bedanken, dass ihr uns eurer Gästezimmer angeboten habt, bereits vom ersten Augenblick tat ihr uns damit einen riesen Gefallen. Auch wenn es unfreundlich ist, euch mit diesen bedeutungslosen Zeilen zu verabschieden, aber die Zeit rennt, wenn Niall mich suchen gehen will, haltet ihn bitte für mich auf, er hat es verdient nach Hause zu kommen. Wenn er weint, tröstet ihn bitte, er soll sich nicht die Schuld dafür geben das ich weg bin, wirklich nicht, es war meine Entscheidung gewesen ihn zu verlassen. Auch wenn es mir ziemlich schwer gefallen ist, denn Kleinen zu verlassen ohne ihn wirklich gesagt zu haben, was ich für ihn fühle.

Wenn es euch recht ist, werde ich euch irgendwann besuchen und ich hoffe ihr nimmt mir das nicht allzuböse

euer Liam.


Die paar Zeilen an Adam und John zu schreiben fielen mir recht leicht, aber die für Niall waren da ein bisschen schwieriger, da ich ihn nicht verletzen wollte, ich wollte nicht auf seine Gefühlen rum hacken, den ich war froh das er ausgerechnet sich in mich verliebt hatte, aber auf der anderen Seite wollte ich es nicht, ich wollte nicht das der Ire Gefühle für mich entwickelt hatte. Ich faltete den Brief für das Ehepaar zusammen und legte ihn auf die Küchenzeile ab, danach setzte ich mich wieder auf den Stuhl und begann Niall's Brief wenigstens in sinnvolle Worte zu schreiben.


Hallo kleiner Ire,

du hast dich wahrscheinlich gewundert, warum ich nicht mehr neben dir im Bett gelegen hatte oder? Ich klär dich auf, ich möchte, dass du nach Hause gehst, nicht weil ich dich nicht mehr an meiner Seite haben möchte, sondern weil Daniel nur hinter mir her ist, nicht hinter dir, oder uns, nur mir. Ich bin bereits in der Nacht verschwunden um einen Vorsprung zu bekommen und während du den Brief liest bin ich wahrscheinlich schon einige Kilometer gelaufen. Ich weiß, es ist nicht fair dich hier alleine zu lassen, aber Adam & John werden auf dich aufpassen, versprochen. Bevor ich mir sicher war, dass du bereits eingeschlafen warst, dachte ich über deine Worte nach, dass du dich in mich verleibt hast, Niall. Ich will dir keine falschen Hoffnungen machen, aber ich bin nicht der liebe Junge, den deine Eltern als Schwiegersohn hätten, ich habe eine Vergangenheit, die mich gerade wieder einholt, und ich will dich nicht zerstören. Niall, wenn wir uns wieder sehen, dann verspreche ich dir, dass ich dir gehöre, du kannst dann alles machen was du willst, aber ich bitte dich, komm mir nicht hinter her, ich muss das alleine klären, geh nach Hause, deine Eltern machen um dich sorgen. Ire, nach dem du dich nachher von deinem Gefühlschaos erholt hast, könntest du die Polizei rufen und Ihnen alles erklären? Wäre lieb von dir, Nialler.

Lies || Niam Horayne [AU]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt