Kapitel ~24

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Luisa' s Sicht:
Es klingelte an der Haustür. Ich stöhnte. Marco und ich liegen im Bett und waren am schlafen. Es ist gerade mal acht Uhr am morgen. Muss das sein? "Lass die klingeln, wenn das die Post ist, kann der die auch woanders abgeben.", meinte Marco. "Ich habe auch nichts bestellt, du?" Er schüttelte den Kopf. Die Klingel blieb aber nicht still und es wurde ein sturmklingeln. "Ich gehe da jetzt hin.", meinte ich genervt und stand auf. Ich warf mir eine Strickjacke über, die neben meinem Bett lag und ging zur Haustür. Ich öffnete sie und keiner stand davor. War das jetzt ein Klingelstreich? Bevor ich die Tür aber wieder zumachen konnte, hörte ich Babygeschrei. Verwirrt sah ich mich nochmals um. Auf der Fußmatte stand ein Maxi Cosi mit meinem Baby drin und einer Reisetasche. "Marco!", rief ich lauter, damit er kam. Nach ein paar Sekunden kam er auch und stellte sich neben mich. Er machte große Augen und war genauso verwirrt wie ich. "Was ist das denn?" "Ein Baby wie du siehst." "Wo ist die Mutter?" Ich zuckte mit den Schultern. "Ich habe das hier so vorgefunden. Hier war niemand anderes außer das Baby halt." "Und was machen wir jetzt?" "Lass es uns mit rein nehmen." Er nahm die Tasche und den Maxi Cosi und ging dann ins Wohnzimmer. Ich schloss die Tür und ging hinterher. "Ich nehm sie mal raus." "Sie?", fragte Marco. "Ja!? Die Decke ist pink und ihre Anziehsachen auch." Er lachte leicht. Ich nahm das fremde Mädchen auf den Arm und sah sie mir genau an. Ich kannte sie nicht und wusste auch nicht, woher ich sie kennen sollte. "Guck mal, hier ist ein Brief.", sagte Marco und öffnete den Umschlag. "Ließ mal vor." Er faltete den Brief auseinander und fing an zu lesen.

"Lieber Marco, liebe Luisa,
das ist Leonie und  sie wurde vor 14 Tagen hier in Dortmund geboren. Da ich mich nicht um sie kümmern kann, und ich keinen anderen Ausweg weiß, habe ich sie zu ihrem Vater gebracht, nämlich dich Marco. Ich hoffe, ihr kümmert euch gut um sie und ich weiß, dass ihr großartige Eltern für Leonie werdet.
K."

"Papa? Du bist der Vater von Leonie?", fragte ich erschrocken. "Ich kenne Leonie nicht. Wirklich. Ich weiß es nicht." Marco setzte sich an den Esstisch und laß den Brief erneut. "Wer ist K.?" "Schatz, ich habe keine Ahnung. Und K, wer soll das sein?" Ich setzte mich mit Leonie auf dem Arm ihm gegenüber. "Denk mal nach. Wie hießen deine Ex-Freundinnen oder One Night Stands oder sonst irgendwas." Er sah erst mich und dann Leonie an. "Katharina." "Wer ist Katharina?" Er atmete tief durch. Kurz bevor ich dich kennengelernt habe, war da Katharina. Ich war nie feste mit ihr zusammen und wir sind nie eine Beziehung eingegangen, aber wir hatten ein oder zwei mal was zusammen. Einmal war auch ein bisschen Alkohol im Spiel, aber ich habe sie mehrere Monate jetzt nicht mehr gesehen." In meinem Kopf ratterte es. Wir sind knapp 7 einhalb Monate zusammen, in der Zeit muss diese Katharina schwanger gewesen sein. Passt ja alles. "Rein rechnerisch passt das." Er nickte und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Leonie war mittlerweise auf meinem Arm eingeschlafen. "Wir können sie doch nicht einfach behalten.", meinte Marco und sah wiede auf. "Wenn wir das mit dem Jugendamt klären, dann ja. Hast du vielleicht noch die Handynummer von dieser Katharina?" Er schüttelte den Kopf. "Ich nicht mehr, aber vielleicht Marcel. Der kennt die auch." Während  er sein Handy aus dem Schlafzimmer holte, setzte ich mich mit Leonie auf das Sofa. Ich deckte sie zu und ließ sie weiter schlafen. Ich war Marco nicht sauer, weil das war ja alles vor unserer Zeit. Und ich denke, dass ich damit leben kann, wenn wir Leonie aufnehmen. Zwar wird es echt hart, wenn ich in 9 Monaten auch ein Kind zur Welt bringe, aber ich zähle da auf meine Freunde und unsere Familien. Sie werden uns schon unter die Arm greifen und dass ich dann keinen Job mehr habe trifft sich ja auch sehr gut. Marco kam wieder. "Er hat sie mir geschickt und ich habe auch schon angerufen, aber die Nummer ist nicht mehr vergeben." Ich nickte. "Weißt du was Marco? Wir machen uns jetzt fertig und fahren zum Jugendamt. Ich kenne da jemanden. Die hat damals mit mir Abitur gemacht und ich habe ab und zu noch Kontakt zu ihr." Er sah mich an. "Oh Danke Baby. Dass du mich unterstützt ist ja nicht selbstverständlich." "Ich liebe dich und ich habe gerade darüber nachgedacht, wie es ist, wenn wir Leonie aufnehmen. Zwar werde ich immer im Hinterkopf haben, dass sie nicht mein leibliches Kind ist, dennoch wird unser Kind ein Geschwisterchen haben und du hast Leonie als deine Tochter bei dir und ich werde mich natürlich um sie kümmern, sie ist ja auch ein süßes Kind." Marco lächelte. "Danke." Er kam zu mir und küsste mich. Ich sah auf die Uhr. "Wollen wir uns fertig machen und dann los gehen? Und wenn wir dann fertig sind, machen wir uns was zu essen?!" Er nickte. Ich habe unser Glück gerade echt dahin schwimmen sehen, aber jetzt habe ich neuen Mut geschöpft und weiß, dass ich mit Marco und Leonie eine Familie werden kann und wenn wir dann geheiratet haben und unser Kind auf der Wet ist, ist eh alles perfekt.

Wohl doch nicht die große Liebe?! (Marco Reus FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt