Kapitel ~3

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Luisa' s Sicht:

Mein Entschluss stand endgültig fest. Ich muss Alex verlassen. Ich kann und will es nicht mehr. Schnell gab ich dem Taxifahrer sein Geld und rannte förmlich ins Haus. Birgit, die gerade im Wohnzimmer Staub wischte, sah mich erstaunt an. "Luisa? Alles klar bei dir?", fragte sie und lehnte den Wischer an das Sofa. Ich blieb auf der ersten Treppe stehen und setzte mich auf die nächste. Sie kam zu mir und setzte sich ebenfalls. "Wo ist Alex?", fragte sie ruhig und strich mir über den Rücken. Jetzt liefen bei mir die Tränen. "Ich... ziehe aus. Ich liebe Alex nicht. Die Hochzeit war falsch." Mein Gesicht vergrub ich in meinen Händen. "Wo willst du hin?" "Ich weiß es nicht. Vielleicht erst mal zu meiner Mutter." Sie nickte. "Wenn ich dir helfen kann, du kannst dich jeder Zeit bei mir melden, auch wenn du einen Schlafplatz brauchst." Ich versuchte zu lächeln. "Danke." Wir standen auf und ich ging nach oben in unser Schlafzimmer. Ich nahm die große Reisetasche aus dem Schrank und packte die nötigsten Sachen hinein. Meine Zahnbürste, Zahnpasta, Schminke und Bürste aus dem Bad holte ich ebenfalls. Ich schloss den Reisverschluss der Tasche, nahm sie in die Hand und warf noch einen Blick zurück. Das Bild auf der Kommode von Alex und mir fiel mir ins Auge. Das war vor zwei Jahren, auf der Konfirmation von meinem Bruder. An diesem Tag war alles perfekt. Die Familie war beisammen und ich war mit Alex glücklich. Ich seufzte. Langsam ging ich wieder die Treppe runter und traf auf Birgit. "Was sage ich denn Alex, wenn er kommt?", fragte sie vorsichtig. "Mach dir keine Gedanken. Ich regel das schon." Sie sah mich traurig an. "Ich melde mich heute Abend bei dir." Birgit kam auf mich zu und nahm mich in den Arm. "Vielleicht können wir uns mal auf einen Kaffee treffen und ein bisschen quatschen?!" "Klar, ich melde mich." Sie nickte und öffnete dann die Tür. Auf dem Weg zum Auto überlegte ich nochmal, ob das meine endgültige und allerletzte Entscheidung war.... Ja, war es.

Alex' s Sicht:

Das Treffen mit dem BVB war für mich ein voller Erfolg. Deswegen ging ich gut gelaut aus dem Restaurant und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich hatte mir den Abend frei genommen, um was mit meiner Frau zu unternehmen. Als ich in unsere Einfahrt einbog, sah ich schon, dass das Garagentor auf stand und Luisa' s Auto weg war. Vielleicht war sie noch in die Stadt gefahren... Aber eigentlich würde sie mir dann Bescheid sagen, mir zumindest eine Nachricht schreiben.Ein bisschen verwirrt ging ich dann zur Haustür und schloss diese auf. Irgendwie war es ruhig und ich hatte ein total schlechtes Gefühl, was es ist, wusste ich selber nicht. In der Küche putzte Birgit gerade die Küche. "Hallo. Wo ist denn Luisa?" "Hallo Alex... Ehm... hat Luisa sich nicht bei dir gemeldet?" "Nein, hat sie nicht. Dann werde ich sie mal anrufen." Ich schüttelte den Kopf über das komische Verhalten von Birgit. Ich setzte mich im Wohnzimmer auf die Couch und rief Luisa an.

Luisa' s Sicht:

Nach dem Telefonat mit Alex war ich total fertig. Ich habe ihm alles erklärt und zum Schluss wurde er immer lauter. Er hat mir Sachen an den Kopf geworfen... Dass ich nur wegen dem Geld mit ihm zusammen war. Dass ich einen anderen haben würde. Aber ich weiß ja, dass das alles nicht stimmt. Ich saß bei meiner Mutter auf der Couch und wir hatten gerade darüber geredet. Sie war nicht froh, dass ich diesen Schritt gewagt hatte, sie war aber auch nicht sauer. Meine Bedenken hatte ich ihr schon länger mal gesagt und sie konnte mich verstehen. "Wollen wir uns vielleicht mal nach einer Wohnung umschauen?" Ich sah meine Mutter leicht geschockt an. "Ich will nicht sagen, dass es mich stört, dass du hier wohnst, aber du musst aus deinem Tief wieder raus kommen. Bis wir eine gefunden haben und du da einziehen kannst, werden sowieso einige Wochen vergehen." "Ich weiß, dass du mich nie rausscheißen würdest, Mama." Sie lächelte leicht. Ich holte meinen Laptop aus meiner Tasche und wir suchten nach geeigneten Wohnungen. Küche, Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer würden ja schon reichen. Wenn ich von Alex getrennt wäre. würde ich auch ein Teil des Vermögensbekommen. So ist es abgemacht. Relativ schnell fanden wir auch zwei Wohnungen, die wir uns morgen früh angucken könnten. Ich würde alleine dahin gehen, weil meine Mutter arbeiten muss.

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Etwas kurz, aber eine gute Überleitung für das nächste Kapitel :)

Das kommt auch recht zeitnah, weil ja Ferien sind ♥

Wohl doch nicht die große Liebe?! (Marco Reus FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt