Luisa' s Sicht:
Wir folgten dem Geiselnehmer in das erste Obergeschoss, wo vermutlich auch die Geiseln waren. Er lief immer hinter uns her, mit der Pistole im Rücken. Ich zitterte leicht und war verunsichert. Was ist, wenn er doch ernst macht und uns umbringt? Ich atmete tief und wartete, bis der Mann uns sagte, wohin wir sollen. "Du rechts in das Zimmer. Tür wieder schließen und setz dich zu den anderen!", sagte er laut und ernergisch zu Cem. Er tat was gefordert war und betrat den Raum. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, drückte der Geiselnehmer mich weiter den Flur entlang bis zum Konferenzraum der Bank. Was eigentlich sehr gut war, denn dieses Zimmer war direkt über dem Eingang und so konnten meine Kollegen mich sehen. Ich betrachtete den Raum. Fünf Frauen, mit Kabelbindern an der Heizung unter den Fenstern gekettet. Beine waren auch zusammen gekettet, also konnten sie nicht fliehen. "Setz dich dahin!", schrie er mich an und ich tat, was er wollte. Er nahm sich meine Handschellen, die er mir unten abgenommen hat und machte mich ebenfalls dort fest, wo die anderen auch saßen. "Nicht reden! Tun was ich sage! Dann wird alles gut!" Mit den Worten verließ er den Raum und schmiss die Tür zu. "Sind Sie von der Polizei?", flüstert die eine Frau mir zu und ich nickte. "Wir können ruhig Du sagen. Ich bin Luisa und ich verspreche euch, wir kommen hier heil wieder raus." Alle nickten. "Wann kommt er ungefähr wieder?" Wir flüsterten so leise wie wir konnten, denn alle hatten Angst. Sie hatten alle geweint, dass sah man. Ich musste stark bleiben, um den anderen ebenfalls Mut zu machen. "Alle fünf Minuten ungefähr." Wir sagten nichts mehr und warteten bis er wieder kam. "Ich werde unten anrufen und weitere Forderungen machen.", sagte er immer noch in dem energischen Ton wie gerade. Er tippte auf seinem Handy rum, die Waffe in seiner anderen Hand und lief im Raum auf und ab. "Ich fordere 500.000 Euro pro Geisel. Wenn ihr alle 15 Personen also 7,5 Millionen Euro. In kleinen Scheinen, in einer halben Stunde. Dann rufe ich wieder an." Ohne eine Antwort abzuwarten legte er auf und verließ wieder Türe knallend das Zimmer. "Ich habe eine Idee.", flüsterte ich und riss an meinen Handschellen, um aufstehen zu können.
Marco' s Sicht:
Wieso kam Luisa nicht von der Arbeit? Wir wollten zusammen was Essen gehen und dann weiter die Möbel in das Wohnzimmer bringen und alles einräumen. Sie wollte mich vom Training abholen und dann wollten wir zusammen in die Stadt fahren. Also beschloss ich meine Tasche zu packen und dann schon mal zum Parkplatz zu gehen. Ich schrieb Luisa eine Nachricht wo sie bleibt und steckte das Handy wieder in meine Tasche. Mats kam raus und blieb bei mir stehen. "Wartest du auf Luisa?" Ich nickte. "Komm mal mit." Was hat er denn jetzt? Skeptische folgte ich ihm zu unserem Aufenthaltsraum, wo auch die anderen fertig geduscht saßen und auf den Fernseher starrten. "Was ist hier los?", fragte ich und bekam erst keine Antwort, bis Jürgen mir antwortete. "Eine Geiselnahme in der Bank in der Altstadt. Der Typ hat 15 Geiseln in seiner Gewalt. Davon zwei Polizisten." Mir stockte der Atem. Wo war Luisa? War sie da im Einsatz oder war sie einer der Geiseln? Ich setzte mich neben Sven auf das Sofa und stütze meine Ellbogen auf meinen Knien an. Ich starrte ebenfalls zum Fernseh. Der Sender lief Dauerschleife wegen der Geiselnahme und sendete keine anderen Themen. Ein Moderator erschien im Bild.
>> Der Geiselnehmer ist bis jetzt noch unbekannt. Er ist bewaffnet und hat 15 Personen in seiner Gewalt. Seit heute morgen um 9.45 Uhr hält er 13 Menschen, darunter 5 Angestellte fest. Er forderte vor gut zwei Stunden zwei weitere Geiseln. Und war Polizisten. Luisa Marquard und Cem Ceylan betraten gegen zwölf Uhr die Bank und werden seit dem festgehalten. Durch ein Handy, welches er aus dem Fenster der Filiale in der Altstadt geworfen hat, tritt er bis jetzt eher unregelmäßig mit der Polizei in Kontakt. Er fordert 500.000 Euro pro Geisel, um diese frei zu lassen, beziehungsweise frei kaufen zu lassen. Etliche Polizeibeamte, sowie das Sondereinsatzkommando sind ständig vor Ort. Bitte melden Sie Personen, die in der Bank zu dieser Uhrzeit waren und sich seit dem nicht mehr bei Ihnen melden. Die Polizei wartet auf Hinweise, auch bezüglich des Geiselnehmers. <<
Im Fernseh waren wieder Menschen und das Gebäude zu sehen, wo meine Freundin gefangen gehalten wurde. Was für ein Arschloch ist das bitte? Ich will zu Luisa. Ich will dahin. "Kann mich jemand dahin fahren? Ich muss dahin, ich will zu meiner Freundin, verdammt.", rief ich aufgebracht und sprang von der Couch auf. "Marco beruhig dich. Da sind genug Leute, die aufpassen, dass niemanden etwas passiert. Wenn es zu riskant wird, werden die schon handeln." "Wer sagt, dass dieser Typ nicht zu allem fähig. Ich zahle freiwillig das ganze Geld. Ich muss jetzt dahin und wenn mich niemand fährt, bestelle ich mir ein Taxi, das ist mir scheiß egal." Alle sahen mich jetzt an. "Pass auf. Wir gucken weiter hier und wenn sich da irgendwas tut, fahren wir mit dir dahin."Jürgen ging mir gerade mächtig auf die Nerven. Anstatt mich einfach dorthin zu bringen. Ich lief mich wieder neben Sven fallen und schaute weiterhin auf den Fernseher. Irgendwann tat sich dann doch was. Ich sah Luisa am Fenster über dem Eingang. Sie lebt.
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Ich würde mich über ein paar Kommentare freuen, weil ich ja gar nicht weiß, ob die Geschichte euch so gefällt... :/
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Wohl doch nicht die große Liebe?! (Marco Reus FF)
FanfictionErst nach ihrer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Alex, trifft Luisa ihre wahre und große Liebe. Welche Hürden muss Luisa nehmen und warum ist vielleicht doch Alex der Richtige?! ~ Ich update immer dann, wenn ein neues Kapitel fertig ist. ~ Freue mich...
