Kapitel ~34

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Luisa' s Sicht:
Heute ist es soweit, ich liege bereits seit zwei Stunden in den Wehen. Um einen Kaiserschnitt zu entgehen, wurde die Geburt eingeleitet. "Marco, ich will hier raus!", sagte ich erschöpft und weinerisch. "Du packst das schon Baby, ich bin bei dir.", meinte er und strich weiter über meine Wange. Meine Hand lag in seiner und die Hebamme schwirrte die ganze Zeit durch den Raum. "Die macht mich so nervös.", flüsterte ich und Marco lachte. "Wir können sie nicht raus schicken, wir brauchen sie.", antwortete er leise. Ich atmete durch. Es ist echt schrecklich, wenn man weiß, dass in ein paar Minuten wieder Wehen kommen und man sich auf die Schmerzen nicht vorbereiten kann.

*Zeitsprung*
Marco' s Sicht:
"Wie soll denn ihre Tochter heißen?", fragte mich die Hebamme, aber die Frage bekam ich kaum mit. Ich War so überwältigt von der Situation und von unserer Tochter. Ich bin mit der Hebamme auf dem Weg zur Kinderärztin und Luisa wird noch fertig versorgt. "Herr Reus?" Ich sah sie an. Sie hatte unsere Tochter auf dem Arm. "Ja?" Sie lachte leicht. "Wie soll ihre Tochter heißen?" Völlig von meinen Gefühlen übermannt antwortete ich: "Kate."

Luisa' s Sicht:
Kurz nach der Geburt ging es mit überraschend blendet. Marco' s Eltern waren auch da und saßen neben meinem Bett. Marco war mit Sophia immer noch nicht da. Gut, dass wir uns schon entschieden hatten, unsere Tochter Sophia zu nennen, denn eigentlich War der errechnete Geburtstermin in 3 Tagen. "Sophia muss noch eine Nacht in einem Inkubator bleiben, das ist ein kleiner Kasten, wo früh geborene Kinder überwacht werden. Wenn Sie wollen, können Sie in einer halben Stunde zu ihr. Ihr Lebensgefährte ist ebenfalls da und wartet dort.", erklärte uns die Schwester und verließ wieder mein Zimmer. "Wie geht es deinem Kreislauf?", fragte Manuela mich und trank von ihrem Wasser. "Es geht mir sehr gut. Ich fühle mich ein bisschen müde, aber der Kreislauf geht auch." Sie lächelte mich an und wir redeten noch etwas, bis wir beschlossen mal zu unserer Tochter zu gehen. "Könnte mich vielleicht trotzdem jemand festhalten? Nur zur Sicherheit.", meinte ich und sofort griff mir Thomas unter die Arme. Die hakte mich bei ihm ein und eine Schwester kam uns im Flur über den Weg. "Ah, Ihr Baby liegt rechts den Gang runter. Herzlich Glückwunsch." Ich bedankte mich und ging mit den beiden weiter den Gang nach rechts. An den Türen stehen immer die Namen der Neugeborenen. Es lagen immer 4 Babys ein einem Raum. Ich las Namen wie Felix, Michelle oder sonstiges, aber nichts mit Sophia. "Haben wir irgendwas verwechselt?", fragte Manuela und sah sich suchend um. Langsam stieg in mir die Panik auf. "Soll ich nochmal eine Schwester suchen?", fragte Thomas und ich nickte. Er kehrte uns den Rücken zu und ging wieder zurück, als eine der Türen auf ging und ein Arzt raus kam. "Du kannst hier bleiben.", meinte ich und der Arzt kam zu uns. "Glückwunsch erst mal. Ihrer Tochter Kate geht es gut. Sie ist ein bisschen untergewichtig, aber das wird sich in den nächsten Tagen sicherlich ändern. Sie können Ihre Tochter besuchen, sie liegt genau hier." Ich lachte kurz auf. "Ich glaube Sie verwechseln da was. Meine Tochter sollte eigentlich Sophia heißen, nicht Kate." Jetzt sah der Arzt in seine Akten und runzelte die Stirn. Er schüttelte den Kopf. "Der Vater hat den Namen Kate angegeben. Wir könnten ihn noch nachträglich ändern." Jetzt schritt Manuela ein. "Ich glaube, wir gehen erst mal zu dem Kind. Danke." Lächelnd nickte der Arzt und Thomas öffnete die Tür. Da saß tatsächlich Marco und drehte sich um, als wir die Tür öffneten. "Oh Hey.", sagte Marco und lächelte. Er zog mich auf seinen Schoß und und küsste meine Wange. "Marco, wo ist Sophia?" Er sah geknickt zu Boden. "Ich War so nervös, dass ich den Namen voll vergessen habe und mir ist Kate sofort in den Sinn gekommen, als ich gefragt wurde. Es tut mir so leid, aber der Arzt meinte, dass wir den Namen noch ändern können. Ich kann verstehen, dass..." Weiter ließ ich ihn nicht reden, sondern küsste ihn einfach. "Es ist okay. Ich War zwar erst geschockt, aber jetzt, wo ich sie gesehen habe, kann ich mich mit Kate anfreunden." Thomas und Manuela standen um unsere Tochter rum und hielten ihre kleinen Finger fest. Marco grinste stolz und ich legte meine Arme um seinen Hals. "Deine Mutter wollte auch nachher noch vorbei kommen mit deinem Bruder.", meinte er und ich nickte nur.
Nach fast einer Stunde verschiedeten sich Marco' s Eltern und Marco und ich saßen immer noch bei Kate. "Wie wäre es, wenn wir ihr Sophia noch als zweiten Namen geben? Ich meine, irgendwie verbindet man den Namen schon mit ihr.", sagte ich leise und sah wieder zu Kate. Marco nickte begeistert. "Das kann ich bestimmt mit meinem schlechten Gewissen vereinbaren."

Wohl doch nicht die große Liebe?! (Marco Reus FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt