Sigyn, Prinzessin von Vanaheim soll Loki, Gott des Schabernacks aus Asgard heiraten. Offiziell ist er die beste Partie, die Vanaheim als zukünftigen König bekommen kann, inoffiziell ist Loki für sein Handeln weltenübergreifend bekannt - und das nich...
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Gyda hat besser geschlafen als gedacht. Das Bett ist herrlich weich und sie hört die Vögel bereits singen, als sie die Augen aufschlägt. Trotz des Trubels am Vortag, ist sie schnell eingeschlafen. Selbst Sigyn hat sie nicht mehr gehört, obwohl sie die Gemächer nebenan hat. Hastig steht Gyda auf wäscht sich und zieht sich an. Wie auch in Vanaheim will sie hier die erste sein, sie bei Sigyn ist. Sie muss unbedingt erfahren, was gestern Abend noch besprochen wurde.
Fast lautlos betritt sie Sigyns Räume. Diese liegt noch fest schlafend auf dem großen Bett. Sie Vorhänge sind zugezogen, sodass nur kaum Licht ins Zimmer fällt. Diese zieht Gyda zuerst auf, aber Sigyn rührt sich noch immer nicht. Nachdem sie das Kleid und den Schmuck für dem heutigen Tag bereit gelegt hat, tritt sie näher an das Bett.
"Sigyn, aufstehen." Sigyn stöhnt gequält, streckt sich einmal und schläft weiter. Immer das Gleiche mit ihr.
"Hey! Sigyn! Aufstehen!" Gyda rüttelt etwas an ihrer Freundin. Sigyn setzt sich auf, die Augen zugekniffen, da die Sonnenstrahlen ihr direkt ins Gesicht scheinen. Das kupferrote Haare leuchtet golden im direkten Sonnenlicht.
"Wie spät ist es?" Sigyn gähnte laut und steckt sich, bis ein Wirbel knackt. Sie hält bei dem Geräusch inne und starrt Gyda an. Beide fangen lautstark an zu lachen und Gyda lässt sich auf das Bett ihrer Freundin fallen.
"Los, erzähl schon! Was gab es so wichtiges zu erzählen, das es nur für königliche Ohren bestimmt ist?"
"Also," beginnt Sigyn zu erzählen, "In drei Tagen wird die Verlobung bekannt gegeben." Sie lächelt gequält. "Vater und Odin haben uns gefragt, ob wir Einwände haben."
"Und?"
"Ich habe nur mit dem Kopf geschüttelt. Ach Gyda, was hätte ich denn auch sagen sollen?"
Gyda presst ihre Lippen aufeinander.
"Und Loki? Was hat er gesagt?"
"Das ist es ja. Gar nichts. Er ist einfach gegangen. Keine Ahnung, wohin, aber das können wir uns ja denken." Sigyn macht eine abweisende Handbewegung.
"Ihr hattet euch aber gut verstanden. So kam es mir gestern zumindest vor."
"Ja, er hat sich wohl bemüht. Aber als wir aus dem Festsaal gingen, hat er nur noch geschwiegen. Es war wirklich unangenehm."
"Aber er sieht gut aus!" Gyda will ihre Freundin aufmuntern und beide beginnen zu kichern.
"Ja, er hat was. Ich mag seine dunkle und geheimnisvolle Art. Dennoch gehört es sich nicht, am gleichen Tag, an dem er seine zukünftige Frau kennenlernt, irgendwelche Party zu veranstalten, bei der sich nackte Leiber aneinander reiben." Sigyn verdreht die Augen. "Irgendwie muss das aufhören. Sonst bin ich die Lachnummer in Vanaheim... Mit Hure Loki auf den Thron..."
"Ich wünschte, ich könnte dir helfen."
Der Morgen im Palast Asgards verging schnell. Gyda und Sigyn aßen gemeinsam und bis zum Nachmittag dürfen sie den Garten erkunden. Lotir hat Sigyn eindringlich erklärt, am Nachmittag wieder in ihrem Gemächern zu sein; am Abend wird es erneut ein Fest zu ihren Ehren geben.