Am nächsten Morgen wachte ich auf und die Bettseite neben mir war leer. Ich schaute auf meinen Nachtschrank um mein Handy zu suchen und sah einen Zettel liegen. Ich griff danach und las ihn mir durch.
Es tut mir leid das ich nicht da bin. Es gab einen Notfall in der Halle. Ich hoffe du hast gut geschlafen und machst dir einen schönen Tag. Es wird leider sehr spät werden also warte nicht auf mich.
- Leonardo <3
Etwas enttäuscht das er schon weg ist stand ich auf und machte mich fertig. Um 12:00 Uhr ging ich runter was essen und danach setzte ich mich nach draußen und las ein Buch. Ich hatte später noch eine lange Schicht im Club also musste ich mich um 18 Uhr auf den Weg machen.
Um kurz vor Sechs machte ich mich fertig und ging in die Garage um mir ein Auto zu holen. Der Weg war länger als vom Anwesen meiner Eltern also musste ich mich beeilen um nicht zu spät zu kommen. Ich fuhr schneller als ich eigentlich durfte aber das war mir egal. Ich durfte nicht nochmal zu spät kommen. Zwar war Leo der Besitzer aber das hieß nicht, dass ich mir alles erlauben konnte.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der Manager kurz davor ist mich rauszuwerfen. Er hatte einmal versucht sich mir zu nähern aber das hab ich nicht zugelassen und ich glaube das fand er nicht so toll.
Mit einer Vollbremsung parkte ich auf dem Angestelltenparkplatz und rannte zum Hintereingang. Genau pünktlich stand ich an der Bar und löste Miriam ab. Ich sah meinen Manager Mr. Brown der mich streng ansah und auf seine Armbanduhr tippte. Ich nickte ihm zu und machte mich an die Arbeit. Es war Samstag und somit sehr viel los.
Dennoch konnte ich mich nicht so recht konzentrieren ich verschüttete mehrere Drinks und machte die falschen Mischen. Meine ganzen Gedanken kreisten um Leonardo. Ich bereute nichts und dennoch war ich mir nicht sicher ob es richtig war. Doch, es ist oke. Er wird mein Mann! Und ich fühle mich wohl bei ihm. Außerdem-
Meine Gedanken wurden von einem Schuss und einem Schrei unterbrochen. Auf einmal wurde es komplett Still. Noch ein Schuss und dann hatte ich ein starkes Fiepen im Ohr.
Alle bekamen Panik und der Club versank im Chaos. Auch ich bekam Panik denn mit solchen Situationen kam ich nicht klar. Wenn alles eskaliert und ich meinen Überblick verlier werde ich panisch. Dennoch versuchte ich ruhig zu bleiben und irgendwie rauszukommen.
Überall waren Scherben und überall waren Menschen.
Lebendig und tot.
Ich hatte schon vieles gesehen aber Schießereien sind immer wieder traumatisierend. Ich wurde festgehalten und kam nicht weiter. Ich wurde zurückgezogen und geschubst. Plötzlich war nur noch die Notbeleuchtung an und ich sah fast nichts. Ich schrie und wehrte mich. Tränen liefen über meine Wangen und ich hatte Mühe meinen Atem zu kontrollieren. Ein schneller Windzug an meinem Arm ließ mich den Atem anhalten.
Ich wusste genau was das war. Ich hielt still und ließ mich weiter durch die Menge ziehen. Meine Arme taten von dem festen Griff weh und ich hatte eine Platzwunde am Kopf. Meine Arme waren mit Kratzern und Wunden überseht. Eine Kugel wollte ich nicht schon wieder abbekommen.
Plötzlich lockerte sich der Griff um meine Arme und ich begann zu laufen. Ich orientierte mich an den leuchtenden Notausgangsschildern und lief so schnell ich konnte. Ich hörte Stimmen die laut fluchten und Schritte die mir durch die Flure zum Hinterausgang folgten.
Das hatte was mit der Mafia zutun. Jemand suchte mich. Das war mir klar.
Ich rannte aus dem Club zu meinem Auto und stieg ein. Ich startete den Motor und fuhr los. Ich griff ins Handschuhfach und holte meine Waffe raus. Ich entsicherte sie und legte sie auf den Beifahrersitz.
Ich sah im Rückspiegel 2 Autos die immer näher kamen. "Verdammte Scheiße!" Ich wählte Leonardos Nummer und hoffte er würde rangehen.
Es klingelte und klingelte doch er ging nicht ran. "FUCK!"
Ein lauter Knall ließ mich zusammenzucken und ich drückte noch mehr aufs Gaspedal.
Leonardos Halle war am nächsten dran und am stärksten verteidigt. Jedoch konnte ich da nicht hin. Also fuhr ich zum Anwesen in der Hoffnung das er wieder zu Hause war.
Ich fuhr so schnell ich konnte und versuchte den Schüssen auszuweichen. Ich nahm meine Pistole, machte das Fenster etwas runter, zielte und schoss. Ich traf ein Reifen und ein Auto wurde langsamer. Ich wollte nochmal schießen als mein Handy klingelte. Ich sah auf das Autodisplay und atmete auf.
Leonardo, endlich.
Ich fuhr mein Fenster hoch, schmiss meine Pistole auf den Sitz und wollte grade annehmen als ein Schatten vor meiner Windschutzscheibe auftauchte und ich schnell ausweichen musste. Als ich wieder sicher grade fuhr, hatte er bereits aufgelegt. "SO EINE SCHEIßE!!!" schrie ich und schlug gegens Lenkrad.
Ich wollte ihn zurückrufen doch ich konnte nicht autofahren, schießen und telefonieren gleichzeitig.
Also fuhr ich mit Vollgas zum Anwesen. Auf dem restlichen Stück hängte ich sie etwas ab doch ich wusste, sie würden zum Anwesen kommen.
Ich parkte das Auto, nahm Handy und Waffe und ging rein. Ums Haus und auf dem ganzen Gelände waren Bodyguards verteilt und somit hoffte ich, das ich hier sicher war. Mittlerweile war es nach 0:00 Uhr und alles war dunkel.
Ich hörte erneut Schüsse und zuckte zusammen. Ich rannte in die Küche, machte die Schiebetüren zu und setzte mich hinter die Kücheninsel. Egal wie oft ich schon eine Schießerei erlebt hab, ich werde mich nie daran gewöhnen. Ich hörte wie die Haustür aufgetreten wurde und mehrere Schritte sich verteilten. Wieder kamen mir die Tränen und ich bekam Panik. Mein Atem wurde schwerer und ich hatte mühe leise zu bleiben.
Wieder hörte ich Schüsse und Personen die auf den Boden fielen. Schritte kamen immer näher und durch die Milchglastüren sah ich vereinzelte Lichtstrahlen von Taschenlampen. Ich hörte mehrere Männerstimmen doch konnte sie niemandem zuordnen. Ich drückte mir meine linke Hand auf den Mund und hielt mit der rechten meine Pistole. Die Tür wurde aufgetreten und das Glas splitterte überall hin.
Eine große, muskulöse, männliche Figur suchte mit einer Taschenlampe den Raum ab. Ich machte Garnichts. Ich saß wie erstarrt auf dem Boden mit einer Hand auf dem Mund und die andere an der Waffe. Tränen liefen ununterbrochen über meine Wangen, ich kniff die Augen zu und hoffte er würde mich nicht erschießen.
Das Licht wurde auf mich gerichtet und ich hielt den Atem an
"BOSS ICH HAB SIE GEFUNDEN" rief der Mann und ich stockte.
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Uffff. Olivia tut mir leid... Aber es kann ja nicht immer nur schön sein. Etwas Drama und Action muss sein.
Wie fandet ihr das Kapitel? Wer hat sie wohl verfolgt?
Mittwoch oder Donnerstag geht's weiter <3
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Arranged or true love?
RomantiekNOCH NICHT ÜBERARBEITET! Olivia Romano: Halb-Italienerin, 23 Jahre, Tochter eines mächtigen Mafiabosses, hat gerade ihr College abgeschlossen und arbeitet übergangsweise als Barkeeper in Rom. Leonardo Rossi: Italiener, 25 Jahre, skrupelloser- und m...
