Leonardo
3 Tage...
Es waren 3 verdammte Tage vergangen seit Olivia entführt wurde. Ich war am Ende. Ich hatte nichts gehört, kein Signal, nichtmal ein verschissener Anruf oder Nachricht von Mario um mich noch mehr in den Wahnsinn zu treiben. Ich war extrem gestresst und hatte kaum geschlafen. Es konnte doch nicht sein, dass ich es nicht hinbekam, mein Mädchen zu retten. Ich versuchte alles, wirklich alles um sie zu finden. Arbeitete Tag und Nacht, trotzdem nicht ein einziges Zeichen. Es machte mich verrückt.
Meine Brüder und Fernando versuchten alles, um mir zu helfen doch am ende half es nur bedingt. Ich versuchte mich abzulenken und nicht an Olivia zu denken und wie sie dort gefangen und gefoltert wurde. Doch ich schaffte es nicht. Ich würde Mario und seine gesammte Mafia auslöschen, bis niemand mehr übrig war, der ihr wehtun konnte. Egal ob ich sterben würde, niemand sollte ihr wehtun können, niemand, niewieder.
Olivia
Ich wollte sterben. Tage war es her, dass ich an der frischen Luft war, Tage war es her, dass richtiges Licht auf meine Haut strahlte und Tage war es her, dass ich Leonardo gesehen habe. Doch ich hatte keine Zeit über Luft, Licht und Leo nach zudenken. Denn hier in diesem Drecksloch wurde ich gebrochen, zerstört, mein Körper fühlte sich nicht mehr wie mein Körper an. Er war ein Spielzeug für Mario und Ethan geworden. Jeder Zentimeter, jeder Millimeter schmerzte. Ich fühlte mich ekelhaft, ich ekelte mich vor mir selbst, ich hatte zugelassen, dass Ethan mich angefasst hat.
Ich habe es nicht geschafft mich zu schützen. Ich war ihm schutzlos ausgeliefert. Er nutze jede, wirklich jede Gelegenheit um spaß zu haben. Doch ich konnte mich nicht wehren, denn vorher wurde ich so zusammen geschlagen, dass ich fast mein Bewusstsein verlor. Ich hatte keine Kraft, nach dem 2. Mal gab ich endgültig auf mich zu wehren, ich ließ es stumm über mich ergehen, ich weinte, Tränen liefen mir ununterbrochen die Wangen runter, während er mich benutze. Ich hatte aufgehört, ihn anzuflehen aufzuhören, ich hatte aufgehört, zu hoffen hier wegzukommen. Die Stimme, die mir Mut zusprach, war weg. Sie hatte mich wie alle allein gelassen.
Ich konnte nicht schlafen, ich war total übermüdet, doch sobald ich die Augen schloss, sah ich das schreckliche Bild von Ethan wie er über mir war und sich vergnügte. Sollte ich es jedoch schaffen, doch einzuschlafen, hörte ich seine Stimme in meinem Kopf, sein dreckiges Lachen, und meine Mitte schmerzte und brannte. Ich wachte dann schreiend auf, hielt mir die Ohren zu und weinte bitterlich. Ich bekamm panik, zitterte unkontrolliert und bekam kaum Luft. Es war die Hölle, ich wollte das alles nicht mehr, ich wollte nichts mehr fühlen, nichts mehr sehen und hören, ich wollte das es aufhörte, ich wollte aufhören zu existieren.
Leonardo
Ich saß gerade in meinem Büro und versank in Papierkram. Gestresst fuhr ich mir mit meiner Hand durch die Haare, Eddy und Diego waren so kurz davor, sie zu finden und diesmal wirklich. Ich überprüfte gerade nochmal den Plan als es klopfte "Herein" sagte ich erschöpft. Ich war total müde, doch ich würde nicht eher ruhen, bis sie endlich wieder bei mir war.
Die Tür ging auf und Alex kam rein. "Boss? Hier ist ihr Kaffee" sagte er und stellte ihn auf den Schreibtisch ab. "Sie sollten sich etwas ausruhen" meinte er doch ich schüttelte den Kopf. "Nicht jetzt, wir sind so kurz davor, ich muss bereit sein" "ja aber so erschöpft können sie sich nicht gegen Mario stellen" drängte er weiter. Ich seufzte. "Alex es geht mir gut, du kannst wieder gehen" er nickte nur und verließ mein Büro.
Ich atmete tief ein und aus und lehnte mich nach hinten in meinen Stuhl. Ich würde noch wahnsinnig werden. Ich stand auf um wieder raus zugehen um noch eine zu rauchen. Es entspannte mich zwar nicht lange und viel, aber dennoch half es ein wenig.
-
Es war dunkel draußen und ich atmete langsam den Qualm meiner Zigarette aus während ich an der Wand meiner Basis lehnte. Etwas entspannter zog ich erneut und stieß den Qualm in die Nacht hinaus. Es war erstaunlich ruhig, das einzige was ich hörte, war mein langsames ein und ausatmen und das einzige was ich roch, war der Qualm meiner Zigarette. Doch dann nahm ich hinter mir eine Präsents wahr. "Ziemlich mutig hier aufzukreutzen, sicher das du es riskieren willst, erschossen zu werden?" Fragte ich ohne mich umzudrehen.
"Ich weiß ich bin hier nicht erwünscht-" bei dem Satz musste ich auflachen "Das ist noch untertrieben" ich hörte sie schlucken. "Ich weiß, aber ich bin hier um dir zu helfen, wirklich" ich lachte erneut "Du denkst wirklich ich würde dir glauben?" Bei diesem Satz drehte ich mich um und sah ihr direkt in ihre grauen Augen. "Du bist mit Schuld, dass Olivia entführt wurde! Du hast zugelassen, dass dein Vater sie mitnimmt, Rita!" Zischte ich. "Ich wusste nichts davon, glaub mir! Aber ich weiß wo sie ist, ich war bei ihr und-" "Wieso sollte ich dir das glauben? Wieso kommst du jetzt?" Fragte ich dazwischen.
"Sie sind zu weit gegangen-" "DAS MERKST DU JETZT?! SIE IST SEIT 3 VERSCHISSENEN TAGEN DA!" Schrie ich sie an. Ich war kurz davor die Fassung zu verlieren und versuchte mich zu beherrschen. "Ich weiß, als ich es erfahren hab, bin ich unbemerkt zu ihr gegangen, sie ist eine starke Frau, ich hatte gehofft sie würde es schaffen stark zu bleiben" ich sah die Tränen in ihren Augen und ahnte das schlimmste.
"Ich konnte nichts tun, ich hab versucht es ihm auszureden aber er wollte nicht auf mich hören, bitte Leonardo, es tut mir leid, ich will sie doch nur daraus holen, keine Frau verdient das..."
Mein Atem stockte, mein Herz setzte aus für einen Moment aus, mein gesammter Körper spannte sich unverzüglich an, ich ballte meine Hände zu Fäusten. Bitte, es sollte nicht das sein was ich dachte. Ich wollte es eigentlich garnicht wissen doch bevor ich nachfragen konnte sprach sie weiter "Ethan vergewaltigt sie, Leonardo. Du musst sie da raus holen, sie hält es da nicht mehr länger durch"
Meine Welt brach zusammen, durch meine Brust zuckte ein unbeschreiblich starker, stechender Schmerz. Für einen Moment nahm ich nichts wahr, ich blendete alles aus, das einzige was ich sah, war wie Olivia Ethan schutzlos ausgeliefert war. Ich hatte in jeder Hinsicht versagt, ich hatte es nicht geschafft sie davor zu retten, sie musste mich hassen, ich war ein schlechter Freund, ein schlechter Mafiaboss, ich war Schuld das sie das durchmachte, ich war Schuld, dass sie ein lebenslanges Trauma haben wird, ich war Schuld, das sie dort war. Ich musste handeln, sofort. Ich würde nicht zulassen, dass sie noch mehr zerstört werden würde, ich würde sie daraus holen, jetzt sofort.
"Steig ein!" Befahl ich Rita und ging zu meinem Wagen. Ich schrieb Pietro eine kurze Nachricht wo ich sagte, was ich machen würde und stieg auf der Fahrerseite ein. Ich fuhr los und Rita sagte, wo ich hinmüsse, als mein Telefon klingelte, ging Rita ran und stellte auf laut.
"BIST DU WAHNSINNIG GEWORDEN?!"
Schrie Pietro mich durch den Hörer an.
"Du kannst nicht einfach direkt zu Mario fahren, ohne Schutz, ohne alles!"
Sagte nun Antonio.
"Ich muss was machen! Jetzt! Ich hole sie da jetzt raus! Ihr könnt nachkommen, Rita schickt euch gleich die Adresse. Aber ich werde nicht zulassen das ihr noch mehr zustößt! Ich werde nicht komplett versagen!" Fuhr ich die beiden an und drückte das Gaspedal noch weiter runter.
"RITA?!"
Fragte Pietro ungläubig und ich seufzte gestresst. "Ja sie hilft mir, ich weiß wir können ihr eigentlich nicht vertrauen aber das ist mir egal! Ich werde Olivia da jetzt rausholen!" Sagte ich bestimmt.
"Ich weiß, ich hab euer Vertrauen nicht verdient, aber bitte, nur dieses eine Mal. Ich will euch helfen" sprach nun Rita.
"Okay wir kommen nach, wehe das ist eine Falle Rita, ich bringe dich um!"
Warnte Emilio noch und legte dann auf. Rita schickte Pietro direkt die Adresse und legte mein Handy zurück ins Fach.
"Wir werden sie retten, vertrau mir"
_________
3 Fragen,
1. Denkt ihr Rita will wirklich helfen?
2. Wird Olivia wenn sie gerettet werden sollte, bei Leonardo bleiben oder sich distanzieren?
3. Was haltet ihr generell vom Kapitel?
Ich freu mich über Feedback <3 das nächste Kapitel kommt Mittwoch
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Arranged or true love?
RomanceNOCH NICHT ÜBERARBEITET! Olivia Romano: Halb-Italienerin, 23 Jahre, Tochter eines mächtigen Mafiabosses, hat gerade ihr College abgeschlossen und arbeitet übergangsweise als Barkeeper in Rom. Leonardo Rossi: Italiener, 25 Jahre, skrupelloser- und m...
