Kapitel 35

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,,Du gehörst nur mir! Ich werde dich nehmen und nehmen, wie es mir passt, klar?! Du kannst eh nichts dagegen tun, du hast keine Wahl, du bist zu schwach. Du hast nichts anderes verdient du Schlampe! Hast du gehört?!"

Immer wieder spürte ich den Schmerz als er gnadenlos immer härter und schneller in mich stieß. Überall wo seine Lippen meinen Körper berührten, begann es höllisch zu brennen. Ich wollte das es endlich aufhörte, dass er endlich aufhörte. Immer und immer wieder. Mit jedem mal wurde es noch ekliger und ich wollte mich nur noch übergeben.

Ich wollte meine Haut waschen, bis sie anfängt zu bluten. Ich konnte nicht mehr...

,,Bitte, bitte hör auf" nichts passierte. Er machte einfach weiter. ,,Bitte!" ,,HALT DIE FRESSE! ICH BIN NICHT FERTIG!" Schrie er mich an. Tränen liefen mir stumm über die Wangen und ich schüttelte den Kopf. ,,Lass mich in Ruhe!" Immer wieder schrie ich er solle aufhören. Doch anstatt das er aufhörte, machte er weiter und schlug mich nebenbei.

,,Hör Auf! LASS MICH IN RUHE!"

,,Olivia!" Schlagartig schlug ich die Augen auf und setzte mich hin. Es war nur ein Traum...
Ich nahm meine Hand und wischte mir die Tränen aus meinem Gesicht. Vorsichtig drehte ich mich nach links und sah leonardos Silhouette dort auf dem Bett sitzen. Ich spürte wie er näher kam und ich rutschte von ihm weg.

,,Amore? Was ist los?" Fragte er und ich konnte die Besorgnis in seiner Stimme deutlich hören. Ich schüttelte meinen Kopf und weiter liefen mir stumm Tränen übers Gesicht, ich versuchte mein Schluchzen zu unterdrücken. ,,Mach dir keine Sorgen, ich geh duschen" versuchte ich so ruhig wie möglich zu sagen.

Ich stand auf und lief ins Badezimmer. Ich machte das Licht an und schaute mich im Spiegel an. Meine Lippe war aufgeplatzt, an meiner Stirn war eine trockene Platzwunde und neben meinem linken Auge war eine Schnittwunde. Ich schaute meine Arme an, übersäht mit Schnitten, die anfingen zu verheilen. Ich sah schrecklich aus. Doch das schlimmste war, Ethan's Schatten verfolgte mich, ich hörte seine Stimme in meinem Kopf, spürte seine Berührungen und eckelte mich. Ich wollte mich übergeben, ich fand mich ecklig, nicht mehr begehrenswert, liebenswert.

Ich zog mich aus und stellte die Dusche auf warm. Als das Wasser auf meine Haut traf, begann ich erneut zu weinen, Träne um Träne lief meine Wangen hinunter. Ich lehnte mich mit meinem Rücken gegen die kalte Fliesenwand, fuhr mit meinen Fingern durch meine Haare und schloss die Augen. Ich glitt die Wand hinunter bis ich auf dem Boden ankam.

Und da saß ich nun, mitten in der Nacht auf dem Bode während das warme Wasser der Dusche an mir runter floss und mit ihm ein Teil von Ethan. Es war erleichternd aber dennoch quälte mich die gesamte Situation. Ich schluchzte laut auf und drückte mir daraufhin sofort meine Hand auf den Mund.

Ich darf nicht laut sein, sonst tut er mir weh ,,HALT DIE FRESSE DU SCHLAMPE" Ich darf nicht laut sein, sonst tut er mir weh.

Immer wieder hörte ich Ethan's Stimme in meinem Kopf wie er mich anschrie und immer wieder dachte ich daran, leise zu sein sonst würde er mir wehtun. Ich presste meine Hände auf meine Ohren und Schrie, ich weinte und Schrie vor Schmerz. Ich wollte das alles nicht mehr fühlen.

Ich merkte erst garnicht wie Leonardo reingerannt kam und sich vor mich knieete um mich zu umarmen. Erst als ich schon lange in seinen Armen war, mein Kopf an seine nackte Brust gedrückt war und er mir behutsam über den Kopf strich kam ich wieder in die Realität. Sofort drückte ich ihn von mir weg, stand auf und drehte mich um. Ich wollte nicht, dass er meinen Körper so sah,so beschmutzt, beschmutzt durch die Taten eines anderen Mannes.

"Amore-" "Schau weg, du sollst mich so nicht sehen" schluchzte ich. Ich hörte wie die Kabinentür aufging und kurze Zeit später spürte ich, wie er mir vorsichtig einen Bademantel anzog. Dann drehte er mich um doch ich schaute auf den Boden. Ich konnte ihm nicht in die Augen schauen, nicht so. Er legte zwei seiner Finger unter mein Kinn und drückte es langsam nach oben. Ich hasste es wenn er dies tat, somit war ich gezwungen, ihm in die Augen zu schauen. Als meine auf seine Trafen, bildeten sich erneut Tränen, mit glasigen Augen schaute ich in seine und ich sah die Angst, die Sorge, dass er mir nicht helfen konnte, er wusste es, er wusste was mir passiert war, er hatte Angst um mich, es tat ihm weh mich so zu sehen. Das sah ich ihm an.

"Hör zu, ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie schlimm das gerade für dich sein muss, aber ich sehe wie schlecht es dir geht... und das tut mir weh, ich kann und will dich nicht so leiden sehen. Seit über einer Woche bist du wieder hier und hast jede Nacht diese Albträume, du isst kaum, schläfst schlecht und gehst für frische Luft nur auf den Balkon. Ich- es tut mir leid was passiert ist, das ist alles meine Schuld, ich hätte besser auf dich aufpa-" mit einem Kopfschütteln unterbrach ich ihn.

Mit großer überwindung schaffte ich es mit meiner Hand über seine Wange zu streichen "Gib dir nicht die Schuld, denn das ist es nicht, es ist nicht deine Schuld" flüsterte ich fast.

Er nahm vorsichtig meine Hände in seine und küsste sie sanft. Ich zuckte etwas bei den Berührungen, doch sie heilten mich, es würde dauern doch er half mir und war für mich da. Er fasste mich fast nie an, nur manchmal um mich zu beruhigen, er tat was er konnte um mich zu unterstützen und ich war ihm so dankbar. Ich fühlte mich schlecht, dass er damit klarkommen musste, dass ich gerade so war.

"Ebensowenig du, geb dir nicht die Schuld, fühl dich nicht schlecht. Egal was passiert ist, ich liebe dich! Und hör auf zu denken das du schmutzig bist, dass dein Körper schmutzig ist. Du bist genauso wundervoll, wunderschön und liebenswert wie davor. Er wird leiden für seine Taten, das schwöre ich. Aber lass nicht zu, dass er Macht über dich erlangt, du bist stärker als das. Lass nicht zu, das er dein Leben zerstört, du bist so eine selbstbewusste Person, zeig ihm das und stell dich gegen ihn"

Für einen kurzen Moment dachte ich, eine Träne in seinem einen Auge aufsteigen zu sehen. Doch dss war sicher nur einbildung. Im Gegenzug zu ihm, brachen bei mir alle Dämme und ich brach erneut in Tränen aus. Ich schlang meine Arme um seinen Oberkörper und drückte mein Kopf gegen seine Brust. Er drückte mich fest und dennoch sanft gegen sich und küsste mich auf den Kopf.

Ich genoss es. Ich wollte es. Er ließ mich besser fühlen, ich fühlte mich sicher und geborgen, Ethan existierte bei Leonardos Berührungen nicht mehr, es war als wäre eine Barriere da die Ethan in dem Moment aussperrte. Ich wollte ihn nie wieder loslassen. "Es tut so schrecklich weh" schluchzte ich in seine Brust und er strich mir behutsam über den Rücken "Beruhig dich cara mia, alles wird wieder gut" flüsterte er und küsste erneut meinen Kopf.

"Lass mich nie wieder gehen, lass nicht zu das so etwas nochmal passiert" flüsterte ich. Ich war schwach in dem Moment. Der Moment wo ich dort in Leos Armen stand, war einer der wenigen in meinem Leben wo ich so zerbrechlich und schwach war, dass nur ein kleines Stückchen gefehlt hätte und ich wäre wie Glas zersprungen und kaputt gegangen. Doch das passierte nicht, denn Leo hielt mich fest, er war der Fels in der Brandung den ich in dem Moment brauchte.

"Nie wieder, versprochen mi amore"

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Etwas verspätet aber hier ist Kapitel 35 meine Lieben <3 Wir alle brauchen einen Leonardo, einen Fels in der Brandung der uns in schwachen Momenten hält und nicht hinunter zieht.

Oly tut mir so leid, meinem Baby geht es so schlecht ich kann das kaum mit ansehen. Mal sehen wie es ihr nach einer Runde Ethan Foltern geht 😍

Btw. Für alle nochmal!! Jeden Mittwoch und jeden Sonntag kommt abends ein Kapitel, es sei denn, ich bin im Verzug dann kommts vielleicht mal ein Tag später.

Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen, freu mich über Feedback, generell Kommentare also spamt mich gern zu, voten nicht vergessen und gute Nacht🤍

Arranged or true love? Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt