Die Woche vergeht wie im Flug und Anna und ich haben im Salon ordentlich zu tun. Es ist die Woche vor der Fashion Week und jeder möchte nochmal aufgehübscht werden.
Aber heute ist Mittwoch und Mittwochnachmittag haben wir frei.
Wir beschließen den Nachmittag in einem kleinen Coffe Shop in Gangnam zu verbringen. Eigentlich wollten wir noch zum Fluss und dort eine Weile spazieren gehen, aber inzwischen ist es schon zu kalt.
Wir bestellen uns Tee und ein heiße Schokolade und reden über die letzten Ereignisse.
,,Namjoon hat mir geschrieben und mich gefragt, ob ich mal Lust auf einen Kaffee hätte", meint Anna plötzlich etwas verlegen.
,,Oh, wirklich? Das ist ja schön", freue ich mich für sie.
,,Jaa. Wir sind irgendwie echt auf der gleichen Wellenlänge."
,,Das ist schön. Er ist auch wirklich nett."
,,Mhm", nickt Anna etwas verträumt. ,,Was ist mit dir und Jungkook?"
,,Was soll schon sein?"
,,Nun jaaaa. Du kümmerst dich um ihn, wenn er krank ist und bleibst die ganze Nacht im Dorm. Du kannst mir nichts erzählen Julia, da läuft doch was", zwinkert Anna mir zu.
,,Ich weiß nicht. Ich fühl mich so unglaublich wohl bei ihm und..."
,,Und er sieht wirklich verdammt heiß aus", grinst Anna.
,,Jaa das auch. Aber er ist irgendwie besonders. Keine Ahnung warum, ist einfach so. Seine Haare, seine Augen, sein Gesicht."
,,Seinen Körper und seine Muskeln hast du vergessen", ergänzt Anna.
,,Heeey, hör auf, du hast doch schon Namjoon. Morgen treffe ich mich mit ihm und dann mal sehen. Wann siehst du Namjoon?"
,,Erst am Wochenende. Ich bin gespannt wo er dich morgen hin entführt."
Ja, das bin ich allerdings auch.
Es ist Donnerstag und bereits Feierabend. In 2 Stunden würde mich Jungkook abholen und ich seh aus, als wäre ich gerade aus der Mülltonne gekrochen.
Ich eile schnell nach Hause, stelle mich unter die Dusche und ziehe mir danach etwas Hübsches an. Ich weiß nicht was er vor hat, deshalb entscheide ich mich für Strumphose, Rock und schwarze Boots. Obenrum trage ich einen dunkelblauen Pullover und meine langen dunklen Haare binde ich mit einer Schleife zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen.
Ich lege ein dezentes Make-Up auf, da ich es lieber natürlich mag und verwende mein Lieblingsparfum. Oh Gott, ich brezel mich auf, als würd ich gleich auf ein Date gehen.
Ist es vielleicht doch zu viel? Egal, ich habe jetzt keine Zeit mehr mich umzuziehen, denn keine Sekunde später klingelt es an der Tür.
,,Hey", begrüße ich ihn leicht lächelnd.
,,Hey", sagt Jungkook und zieht mich sofort für eine Umarmung an ihn ran.
,,Du riechst gut", stellt er fest, nachdem er seine Nase in meinem Haar versenkt hat.
,,Danke, ich weiß", antworte ich ihm frech.
Er nimmt mich an der Hand und führt mich zum Auto, öffnet mir die Beifahrertür und lässt mich einsteigen.
,,Was haben wir vor?", frage ich als er den Motor startet.
,,Sei nicht so neugierig und lass dich einfach überraschen."
,,Okay. Geht es dir denn inzwischen wieder gut?", seit dem Wochenende haben wir nichts mehr voneinander gehört.
,,Na klar. Ich bin auch schon wieder arbeiten", meint er fröhlich.
Wir fahren ca. 50 Minuten und erreichen die Stadtgrenze. Jungkook navigiert den Wagen eine Anhöhe hinauf und parkt vor einer Bank und einer kleinen Baumgruppe.
Jetzt realisiere ich endlich, was er vor hat.
,,OOOOh, du willst mir die Sterne zeigen?", ich sehe ihn mit strahlenden Augen an.
,,Hehe, Ja. Hier oben sieht man sie viel besser. Ich habe uns auch ein paar Heizdecken mitgebracht, falls es zu kalt wird. Und Tee."
,,Wow, du hast ja echt an alles gedacht", staune ich sichtlich beeindruckt.
Wir setzen uns auf die Bank und Jungkook breitet die Decken über uns aus.
,,Das ist ein kleines Dankeschön, dass du bei mir warst. Normalerweise darf ich sowas nicht ohne Bodyguard. Die Fotografen wissen inzwischen, was für ein Auto ich fahre und es ist gefährlich mit einem Mädchen auf dem Beifahrersitz durch die Stadt zu fahren."
,,Es muss echt hart sein, so wenig Freiraum zu haben. Ich könnte mir das nie vorstellen so zu leben."
,,Man gewöhnt sich an alles", meint Jungkook nur.
Er nimmt wieder meine Hände und wärmt sie in seinen Handflächen.
Sofort läuft mir ein Schauer über den Rücken. Es ist so ein schöner Moment, wie wir beide nebeneinander mit unseren Decken auf der Bank sitzen und einfach nur die Sterne ansehen.
Wir verweilen eine halbe Ewigkeit an diesem schönen Ort und trinken eine Tasse Tee nach der anderen.
Es fühlt sich an als würden wir uns schon ewig kennen und wir können über alles reden, ohne, dass es jemandem von uns unangenehm sein muss.
,,Wollen wir langsam zurück?", frägt Jungkook. ,,Nicht, dass du dich auch noch so erkältest."
,,Ja, fahren wir zurück. Es ist schon fast Mitternacht."
Jungkook packt die Sachen zurück ins Auto, während ich noch ein paar Fotos von dem atemberaubenden Lichtermeer Seoul's unter uns schieße.
Ich merke wie er plötzlich hinter mir steht und spüre die angenehme Wärme, die sein Körper ausstrahlt. Er legt von hinten die Arme um meine Schultern und drückt seine warme Wange gegen meine.
,,Schön, oder?"
,,Wahnsinnig schön", gebe ich atemlos zurück.
In mir kribbelt es unaufhörlich und mein Herz setzt einen Schlag aus.
Ich drehe mich zu ihm um und blicke ihm in die Augen.
,,Danke", flüstere ich und lächle leicht.
,,Gerne", gibt er sanft zurück, legt eine Hand unter meine Kinn und hebt es leicht an.
,,Julia, es tut mir leid, aber ich kann einfach nicht anders", und er beugt sich zu mir hinunter und lässt unsere Lippen zu einem Kuss verschmelzen. Erst sanft und dann immer fordender. Ich öffne leicht meinen Mund, um ihn noch intensiver fühlen zu lassen und gebe mich ihm völlig hin.
Er umfässt meine Taille und zieht mich sanft zu ihm hin. Meine Hände ruhen auf seiner Brust und ich kann selbst durch seine dicke Jacke seinen Herzschlag fühlen.
Sein Verlangen wird intensiver und ihm entfährt ein kleines Seufzen, ehe er sich von mir löst und seine Stirn gegen meine lehnt.
,,Sorry", murmelt er leise.
,,Jungkook?"
,,Hmm?"
,,Kannst du aufhören dich ständig zu entschuldigen und zu bedanken?"
Er lacht leise auf und mir wird heiß.
,,Okay", er senkt den Blick und drückt seinen Mund erneut auf meinen. Instinktiv schlinge ich die Arme um seinen Hals und stelle mich auf Zehenspitzen, um ihm noch näher sein zu können. Er verstärkt sein Griff um meine Taille und er neigt leicht seinen Kopf, um den Druck auf meinen Lippen noch intensiver wirken zu lassen. Ich greife mit einer Hand in seinen Haarschopf und mir entflieht ein leichtes Seufzen. Jungkook muss grinsen: ,,Was ist los. Mach ich dich so schwach?"
,,Idiot", gebe ich nur zurück und drücke meine Lippen verlangend auf seine.
Nach einigen Minuten schaffen wir es endlich uns voneinander zu lösen und die Heimfahrt nach Seoul anzutreten.
Dieser Abend wird auf jeden Fall immer als eine glückliche Erinnerung tief in meinem Herzen sein.
Aber ist es wirklich so gut, was wir tun?
***Hallo ihr :) Vermutlich das letzte Kapitel für heute.
Hab ihm moment zu viel Zeit xD
Dafür war es wieder sehr kitschig und romantisch :)****
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BTS: Young Forever | Jungkook
Fanfic,,Ich schmiege meine Wange eng an seinen Hals und nehme seinen Duft tief in mich auf. Ich bekomme Gänsehaut als er seine Arme eng um mich legt und mit seinen Händen meinen Rücken hinab streicht..."
