,,Yoongi?", frage ich mit bebender Stimme, beuge mich über ihn und lege meine Hände an seine Wangen.
Vorsichtig drehe ich seinen Kopf von links nach rechts und wieder zurück. Seine Augen fixieren mich weiterhin und er beginnt sich gegen den Beatmungsschlauch zu wehren.
,,Du bist zurück", flüstere ich und sehe ihn ungläubig an.
Seine Augen sind weit aufgerissenen Augen und er scheint kurz vor dem Ersticken zu, als ich endlich realisiere, dass jetzt jede Sekunde zählt.
Ich springe hastig auf und renne aus dem Zimmer.
,,DR. CHUNG?? DR. CHUNG???", Ich blicke mich aufgeregt im Flur nach ihm um, während mich die anderen entgeistert ansehen.
,,Ist er?", beginnt Namjoon vorsichtig, ihm versagt jedoch die Stimme.
Ich höre ihn nicht und renne zum Schwesternzimmer.
,,Sie müssen sofort kommen", haspel ich hastig und halte mich am Türrahmen fest.
,,Ist was passiert?", fragt eine Schwester und kommt mit schnellen Schritten zu mir.
,,Er ist wach", sage ich atemlos. ,,Herr Min ist wach und er versucht zu atmen. Aber er ist noch intubiert.''
Die Krankenschwestern sehen sich überrascht an.
,,Jetzt machen Sie schon, worauf warten Sie noch?", rufe ich aufgeregt.
Wenige Augenblicke später eilen ich ihnen hinterher zu Yoongis Zimmer. Den unfähigen Dr. Chung haben wir auch noch aufgegabelt, da ein Arzt dabei sein muss.
Die Schwestern und Dr. Chung laufen in sein Zimmer und knallen mir die Tür vor der Nase zu.
,,Warten Sie draußen", höre ich ihn noch über die Schulter zu mir sagen, als sie mich im Flur stehen lassen.
Ich lasse mich auf den Stuhl neben Jungkook sacken und versuche wieder zu Atem zu kommen.
,,Was ist passiert?", fragt mich Jungkook vorsichtig und nimmt meine Hände in seine. Ich spüre die Blicke der anderen auf mir und auch Yoongi's Eltern sehen mich aufgeregt an.
,,Yoongi ist aufgewacht", flüstere ich atemlos und lehne mich an Jungkook's Schulter. Meine Tränen laufen hemmungslos meine Wangen hinunter.
Ich nehme nichts mehr um mich herum wahr. Ich sehe aus den Augenwinkeln, wie sich die anderen erleichtert in die Arme fallen und Jimin mit den Händen vor dem Gesicht weinend auf dem Boden liegt.
Yoongi's Eltern und sein Bruder liegen sich in den Armen und seine Mutter erschüttert ein tiefes Schluchzen.
Jungkook legt einen Arm um mich und drückt meinen Kopf an seine Schulter.
,,Er hat es geschafft", flüstert er zittrig an mein Ohr und ich spüre seine Tränen auf meiner Haut.
Ich sehe noch immer Yoongi vor mir, wie er mich endlich ansieht.
Eine Stunde später dürfen endlich Yoongi's Eltern und sein Bruder zu ihm. Es kamen noch weitere Ärzte hinzu und es wurden erst noch einige Test durchgeführt.
Wir warten draußen, bis wir an der Reihe sind.
Ein junger Arzt kommt aus dem Zimmer und sieht uns glücklich an.
,,Er sieht gut aus. Es sieht ganz danach aus, als hätte er keinen Schaden genommen. Er hat nur etwas Schwierigkeiten mit der Bewegung, da seine Muskeln stark abgebaut haben. Es wird noch eine Weile dauern bis er wieder ganz der Alte ist und muss erst einmal in eine Reha. Ihr müsst ihn jetzt so gut es geht unterstützen", klärt er uns über seinen Zustand auf.
,,Kann er sprechen?", fragt Tae leise.
,,Ja. Aber er hört sich vielleicht noch etwas fremd für euch an. Seine Stimmbänder wurden von dem Beatmungsschlauch etwas in Mitleidenschaft gezogen und müssen sich erst wieder erholen", gibt er freundlich zurück.
,,Danke", nickt ihm Namjoon zu und der Arzt verabschiedet sich mit einer tiefen Verbeugung.
Yoongi's Familie nimmt sich die Zeit, die sie braucht und einige Zeit später dürfen wir endlich zu ihm.
Jungkook, Namjoon, Anna und ich schlüpfen als Erstes langsam in sein Zimmer.
Er liegt mit etwas hochgelagertem Kopf in seinem Bett und sieht etwas mitgenommen aus. Ein leichtes Lächeln schleicht sich auf seine Lippen, als er uns kommen sieht und eine Träne glitzert in seinem Augenwinkel.
,,Hey", flüstere ich leise und setze mich auf die Bettkante.
Jungkook, Namjoon und Anna stehen neben uns, während sich Anna an Namjoons Arm einhackt und Yoongi glücklich ansieht.
,,Hey", sagt Yoongi kratzig und sieht uns an. Seine Augen haben ihren Glanz noch nicht zurück und seine Haut ist kreidebleich. Ich will nicht wissen was er gerade über sich ergehen hat lassen müssen.
Aber er atmet und spricht und das ist gerade alles was zählt.
,,Du hast es geschafft", sagt Namjoon leise und drückt vorsichtig seine Hand.
,,Ich lass dich doch nicht alleine mit dem Haufen", flüstert Yoongi und grinst ihn an.
Namjoon wischt sich eine Träne aus dem Auge und sieht zu Boden.
,,Hyung wir dachten alle du....", setzt Jungkook an, vollendet seinen Satz jedoch nicht. ,,Ich bin so froh, dass du wieder hier bist."
,,Ich war nie weg", gibt er leise zurück und sieht mich an. ,,Danke, dass du so oft bei mir warst."
,,Woher weißt du das?", ich sehe ihn verwundert an.
,,Ich hab alles mitbekommen", lacht er leise. ,,Sogar Jin's Socken unter meiner Nase. Und euer schiefes Ständchen an meinem Geburtstag."
Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen und sind froh, dass er seinen Humor nicht verloren hat.
,,Hyung, wir fliegen in ein paar Stunden wieder zurück nach Seoul. Aber wir kommen dich bald wieder besuchen, falls du doch noch länger hierbleiben musst", sagt Namjoon schließlich, als wir bemerken, dass Yoongi langsam müde wird.
,,Wir fahren auch wieder zurück", füge ich etwas niedergeschlagen hinzu, da ich am Liebsten noch länger bei ihm bleiben möchte. ,,Jungkook und ich sind mit dem Auto da. Wir waren davor in Busan."
Yoongi sieht mich mit großen Augen neugierig an.
,,Wenn ich zurück bin, will ich alles wissen, was ich so verpasst habe", sagt er leise grinsend, damit nur ich es hören kann.
Es versetzt mir einen Stich in die Magengrube, weil ich weiß, dass ich vermutlich nicht mehr lange in Korea seine werde, wenn er zurück nach Seoul kommt.
Soobin's Worte geistern mir immer noch im Kopf herum und der Gedanke, dass vielleicht bald jemand anders wegen mir in Gefahr sein könnte, bringt mich fast um den Verstand.
Ich nicke nur und lege zum Abschied vorsichtig meine Arme um ihn.
,,Ich bin so so froh, dass du wieder hier bist", flüstere ich leise. ,,Ich komme dich bald wieder besuchen."
Wir verabschieden uns von Yoongi und lassen den anderen die Möglichkeit ihn auch endlich zu sehen.
Gegen 22 Uhr machen Jungkook und ich uns auf den Weg nach Hause. Es ist Donnerstagabend und die Straßen sind zum Glück weitgehend frei, sodass wir gut durchkommen und nicht viel im Stau stehen müssen.
Daegu liegt direkt auf dem Weg von Busan nach Seoul und somit nehmen wir den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind.
Jungkook fährt und singt leise ein Lied vor sich her.
,,Darf ich auch mal fahren?", frage ich, weil ich das Gefühl habe, dass er langsam müde wird.
,,Nur über meine Leiche", grinst er mich an.
,,Wirst du nicht müde?", lasse ich nicht locker.
,,Nein", er gähnt herzhaft und ich sehe ihn mit hochgezogenen Augenbrauen skeptisch an.
,,Schlaf", fügt er lachend hinzu und versucht mir zu versichern, dass er hellwach ist, indem er die Augen weit aufreißt.
Widerwillig lehne ich mich in meinem Sitz zurück und schließe die Augen. Ich finde jedoch nicht in den Schlaf, sondern lasse meine Gedanken weiter kreisen.
30 Minuten vor Seoul beende ich schließlich mein Gedankenkarussell und richte mich vorsichtig auf.
,,Jungkook?"
,,Hmm?", brummelt er neben mir.
Mein Blick ist starr auf die vorbeiziehenden Straßenlichter gerichtet und ich traue mich nicht ihn anzusehen.
,,Wenn Yoongi zurück in Seoul ist, werde ich einen Flug zurück nach Deutschland buchen", platzt es schließlich aus mir heraus.
,,Warum?", fragt Jungkook. ,,Willst du deine Mutter besuchen?"
,,Nein. Ich geh nach Hause und werde nicht mehr zurück nach Korea kommen", flüstere ich kaum hörbar.
Das Auto macht einen gewaltigen Schlenker und ich halte mich instinktiv an dem Handgriff meiner Seitentür fest. Erschrocken sehe ich ihn an.
,,Meinst du das Ernst?", fragt Jungkook leise.
Mein Schweigen scheint ihm Antwort genug zu sein, denn er krallt sich vor Wut so stark am Lenkrad fest, dass seine Fingerknöchel weiß hervortreten.
,,Warum?", er sieht mich enttäuscht an und mein Herz setzt für einen Moment aus.
Ich zögere kurz und versuche mir die Worte und Sätze, die ich mir vorhin überlegt habe, wieder zurecht zu legen.
,,Ich habe Angst, dass euch was passiert", beginne ich vorsichtig. ,,Ich glaube Yoongi wurde mit Absicht angefahren. Was ist, wenn es als Nächstes dich trifft? Oder Namjoon, Hobi, Jin oder sonst wen? Irgendjemand hier will nicht, dass ich in eurer Nähe bin. Ganz besonders in deiner. Die Drohbriefe werden immer mehr und ich muss gehen, bevor wieder jemand in Gefahr gerät."
Ich sehe ihn abwartend an, aber er blickt wieder stur auf die Straße vor sich.
,,Du hast gesagt, du liebst mich", presst Jungkook schließlich zwischen den Zähnen hervor.
,,Das tu ich, Jungkook", sage ich leise und unterdrücke ein Schluchzen. ,,Ich liebe dich mehr als alles andere auf dieser Welt. Du bist alles für mich und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals irgendjemanden genauso sehr lieben kann wie dich. Aber wir sind einfach nicht für einander bestimmt."
Tränen rinnen mir die Wange hinunter und ich wende schnell das Gesicht von ihm ab.
,,Wenn du mich so sehr liebst", bricht Jungkook schließlich das Schweigen. ,,Dann gib uns noch eine Chance und lass es uns gemeinsam schaffen. Heirate mich!"
***Hellouuu :) was glaubt ihr? Lässt sich Julia vielleicht doch nochmal umstimmen? Da hat Jungkook jedenfalls schwere Geschütze aufgefahren 🫣
Ich hoffe es geht euch gut? Heute wurden endlich meine Flüge gebucht. Im August geht es für mich 2 Wochen nach Korea 😍😍😍😍 ich kann's immer noch nicht glauben 😭😭1,5 Wochen Seoul und ein paar Tage Busan... es ist zwar geschäftlich, aber ich habe ein paar freie Tage in Seoul, die ich definitiv damit verbringen werde jeden einzelnen BTS Spot abzuklappern, den ich nur finden werde😭😭😭😭💜💜💜😍*****
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BTS: Young Forever | Jungkook
Fiksi Penggemar,,Ich schmiege meine Wange eng an seinen Hals und nehme seinen Duft tief in mich auf. Ich bekomme Gänsehaut als er seine Arme eng um mich legt und mit seinen Händen meinen Rücken hinab streicht..."
