Es ist 18 Uhr und meine Nase klebt an der Scheibe meines Wohnzimmerfensters.
Draußen ist alles ruhig und keine Spur von einem Auto oder Sonstigem ist zu sehen.
Es vergehen ca. 10 Minuten und ich habe schon das Gefühl, dass niemand mehr kommt, als plötzlich ein schwarzer Mercedes vor meinem Haus hält.
Ist er das? Aber kommt er nicht mit seinem Fahrer?
Mein Handy klingelt und ,,Jungkook" steht auf dem Bildschirm..
,,Hallo?"
,,Hey Julia. Kannst du rauskommen? Stehe vor deinem Haus."
,,Das bist du?", frage ich fast etwas schrill ins Telefon.
,,Ja haha", höre ich ihn am anderen Ende lachen. ,,Und jetzt komm runter, wir haben es eilig."
Ich klemme mir das Handy unters Ohr und streife mir schnell Jacke und Schuhe über.
,,Bin schon auf dem Weg", und ich lege auf.
Schnell stürme ich die Treppe hinunter und eile über die Einfahrt zu dem schwarzen Auto, das mindestens ein paar 100.000 Euro wert sein muss.
Er traut sich in einer unbekannten Umgebung scheinbar nicht auszusteigen und somit gehe ich schnell rüber zur Beifahrertür und schlüpfe ins Auto.
,,Hey", grinst er mich an.
,,Hey", gebe ich etwas schüchtern zurück und er fährt an.
Auf der Fahrt zur Location unterhalten wir uns über alle möglichen Themen. Wir stellen fest, dass wir beide gerne Schwarz tragen und Bananenmilch zu unseren absoluten Favoriten zählen.
Er frägt mich viel über mein Leben in Deutschland und möchte alles über meine Mutter wissen.
Wir schlängeln uns ca. 1 Stunde durch den Feierabendverkehr in Seoul, um das Filmteam etwas außerhalb der Stadt zu treffen und verfallen in immer tiefgründigere Gespräche. Wir teilen die selbe Wellenlänge und hätten noch stundenlang so weiterreden können, wenn wir nicht irgendwann am Set angekommen wären.
,,Ich bring dich schnell in die Maske, da kannst du dich dann mit den Utensilien vertraut machen. Ich muss noch kurz den Regisseur sprechen", meint Jungkook und bittet mich ihm in das Gebäude zu folgen.
,,Was drehst du eigentlich genau? Damit ich ungefähr weiß wie ich das Make-Up machen soll."
,,Wir drehen eine kurze Kampagne für Samsung. Etwas natürliches ist vollkommen ausreichend", zwinkert er mir zu.
Wir betreten die Maske und ich beginne umgehend mir mein Arbeitsmaterial anzusehen und zurecht zu legen, damit es später schnell geht. Jungkook geht derweil wieder nach unten, um den Regisseur und das restliche Team aufzusuchen.
20 Minuten später sitzt er vor mir in seinem Stuhl und grinst mich im Spiegel schelmisch an.
,,Nun denn. Schreiten Sie zur Tat und machen Sie aus mir einen ansehnlichen jungen Mann", flötet er theatralisch.
Ich verziehe das Gesicht zu einem Grinsen und murmle leise: ,,Das bist du doch eh schon."
,,Hmm?"
,,Ach nichts", ich werde mal wieder rot.
Vorsichtig bürste ich seine Haare und lege sie in einem schönen Scheitel zurecht. Ich stehe dabei direkt vor ihm und muss mich beherrschen, dass ich ihn nicht immerzu ansehen muss.
Als nächstes creme ich ihm wieder das Gesicht ein, damit das Make-Up später besser hält.
Ich fahre vorsichtig mit meinen Fingern über seine Haut und ihm entfährt ein leiser Seufzer.
,,Jetzt weiß ich was Tae damals meinte. Du machst das echt gut", verdreht er genüsslich die Augen.
Mit einem kleinen Klaps auf die Wange hole ich ihn zurück in die Gegenwart.
,,Hey, nicht träumen, du musst gleich arbeiten."
,,Ja, ja schon gut", er streckt sich in seinem Stuhl.
,,Okay, fertig", vollende ich mein Werk mit einem letzten Pinselstrich und betrachte zufrieden meine Arbeit.
,,Danke", er sieht mich lächelnd an. ,,Dann gehe ich mal rüber in die Anprobe."
,,Ich räume in der Zeit hier auf und komme dann ans Set", gebe ich zurück.
Der Dreh ist schnell vorbei, da es sich wirklich nur um wenige Sequenzen handelt. Und dafür gibt es immer so viel Aufwand.
Ich schminke Jungkook vorsichtig ab und versuche meinen Arbeitsplatz wieder so zu verlassen, wie ich ihn vorgefunden habe, während sich Jungkook von dem Regisseur verabschiedet.
Langsam schlendern wir die Treppe hinunter und machen uns auf den Weg zum Auto.
Während wir so nebeneinander über den Kiesweg zu den Parkplätzen laufen, verliert niemand von uns beiden ein Wort.
Die Luft zwischen uns spricht dafür jedoch Bände und sie ist zum Zerreißen gespannt.
Am Auto angekommen öffnet mir Jungkook die Beifahrertür und als ich mich gerade auf den Sitz fallen lassen möchte, packt er mich plötzlich am Arm und zieht mich nach oben.
,,Warte", sieht er mir tief in die Augen und schiebt mich rücklings gegen sein Auto.
Ich halte die Luft an und blicke ihn mit großen Augen an.
In der Dunkelheit kann ich seinen Blick nicht richtig deuten, aber langsam und zögerlich beugt er sich zu mir hinunter bis uns nur noch wenige Millimeter voneinander trennen und sich unsere Nasenspitzen fast berühren. Ich spüre seinen warmen Atem auf meinem Gesicht und beiße mir unweigerlich auf die Lippen. Das Feuer zwischen uns lodert immer höher und ich merke, dass Jungkook seinen Griff an meinem Arm verstärkt und sich offenbar nicht mehr lange zurückhalten kann.
Als hätte er meine Gedanken lesen können, drückt er in der nächsten Sekunde seine Lippen auf meine.
Ich reiße erschrocken die Augen auf, gebe mich aber im nächsten Augenblick seinen weichen Lippen hin.
Er küsst mich sanft und lockert seinen Druck. Es fühlt sich magisch an und ich vergesse alles um mich herum. Die Kälte weicht aus meinem Körper und macht einer wohligen Wärme Platz und mein Bauch scheint vor Glück gleich zu explodieren.
Langsam intensiviert er seinen Kuss und drückt mich mit seinem Körper gegen das Auto. Er löst seinen Griff von meinem Arm und legt seine Hände vorsichtig um mein Gesicht.
Er schmeckt süß und irgendwie nach Erbeeren. Ich versuche das Gefühl von seinen Händen an meinen Wangen und von seinen Lippen auf meinen mit jeder Faser meines Körpers aufzunehmen, um es niemals mehr zu vergessen.
Plötzlich ringt Jungkook nach Luft und löst sich von mir.
,,Tut mir Leid", seufzt er leise.
Mit roten Wangen sehe ich ihn fragend an.
,,Dir muss nichts Leid tun, Jungkook."
Ich versuche die Distanz zu ihm zu verringern, indem ich mich von seinem Auto abstoße und nun wieder direkt vor ihm stehe.
,,Wir dürfen das nicht tun. Es ist zu gefährlich."
,,Warum?", frage ich erhitzt.
,,Wenn uns jemand erwischt oder gar ein Foto macht, dann ist der Teufel los. Verdammt, ich hätte mich einfach zusammenreißen sollen.", Jungkook wendet sich von mir ab und vergräbt das Gesicht in seinen Händen.
,,Fahren wir nach Hause", fügt er plötzlich ernst hinzu.
,,Aber....", aber ich habe keine Chance, denn Jungkook hat mich bereits auf den Beifahrersitz bugsiert.
Auf der Fahrt wechseln wir kein Wort mehr miteinander und Jungkook lässt mich vor meiner Haustür aussteigen.
,,Danke, fürs Heimbringen", antworte ich verlegen, weil ich nicht weiß, was ich sonst sagen soll.
,,Schon gut", antwortet er, den Blick starr auf die Straße gerichtet.
,,Sehen wir uns wieder?", frage ich vorsichtig.
,,Ich meld mich bei dir", antwortet er.
,,Versprochen?"
,,Versprochen", endlich sieht er mich an und ein kleines Lächeln umspielt seine Lippen.....
***Schön, dass ihr es bis hierhin ausgehalten habt :D Ich habe etwas Angst, dass es zu kitschig wird :P Das wär's dann für heute, pünktlich zum Valentinstag :P***
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BTS: Young Forever | Jungkook
Fanfiction,,Ich schmiege meine Wange eng an seinen Hals und nehme seinen Duft tief in mich auf. Ich bekomme Gänsehaut als er seine Arme eng um mich legt und mit seinen Händen meinen Rücken hinab streicht..."
