Ich wache auf und brauche einige Sekunden, um zu realisieren wo ich gerade bin.
Ich liege zwischen weichen Kissen und höre das stetige Piepsen meines EKG-Monitors. Die Leuchtstoffröhren an der Decke blenden meine Augen, die sich an die ewige Dunkelheit gewöhnt haben.
Jemand liegt mit dem Kopf auf dem Rand meines Bettes und ich blicke langsam nach unten.
Eine Hand liegt in leicht in meiner und ich drücke sie sanft zu.
Die Person hebt langsam den Kopf und blickt mich mit müden und erschöpften Augen an, als sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen schleicht.
,,Julia", flüstert er und setzt sich auf.
,, Hey, JK", gebe ich leise zurück. Ich habe eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesprochen und meine Stimme hört sich seltsam fremd an.
,,Es tut mir alles so furchtbar Leid", seine Stimme bricht ab.
Ich löse meine Hand aus seiner und ziehe ihn langsam an seinem Ärmel zu mir ins Bett.
,,Was...?", setzt er an, doch ich bin schneller und schlinge meine Arme um ihn, als er sich vorsichtig neben mir in die Kissen legt.
,,Danke", flüstere ich leise und schließe die Augen.
Ich habe immer noch das Bild im Kopf, wie er mit Danbi an der Wand lehnt, aber ich bin ihm unendlich dankbar, dass er mich einfach aus dieser Hölle rausgeholt hat.
,,Danke, dass du mich gefunden hast", füge ich hinzu und kuschle mich noch enger an ihn heran.
Jungkook legt die Arme um mich und streicht mir vorsichtig über den Rücken.
,,Ich bin fast verrückt geworden", er schluckt schwer. ,,Bitte tu mir das nie wieder an."
,,Ich werd mir Mühe geben", lache ich leise auf und verdrücke mir eine Träne.
Ich spüre, dass Jungkook mit mir reden möchte und er sich aber zurückhält, weil er erst möchte, dass es mir wieder besser geht.
Und ich bin froh darum, ich will jetzt einfach nur bei ihm sein und die letzten Tage hoffentlich vergessen.
Wir liegen einfach nur nebeneinander und Jungkook streicht mir in kleinen Kreisen über den Rücken, bis ich schließlich einschlafe.
Ich schrecke mitten in der Nacht auf und schlage wie wild um mich. Ich hatte einen schlechten Traum und eine Panikattacke durchfährt meinen Körper.
,,Autsch", höre ich leise neben mir und ich fahre erschrocken zusammen.
Jungkook reibt sich die Nase und setzt sich auf.
,,Alles okay?", fragt er besorgt, als er sieht wie ich zitternd neben ihm in dem kleinen Krankenhausbett liege.
Er wartet meine Antwort nicht ab, sondern versteht gleich was gerade passiert und legt meine Hand vorsichtig in seine und reibt mit den Daumen über meinen Handrücken.
,,Das hat mein Dad immer bei mir gemacht, wenn ich Panik bekomme habe. Ich wollte nicht umarmt werden, er sollte einfach nur meine Hand halten", versucht er mich zu beruhigen und es scheint zu funktionieren, denn die Attacke flaut langsam ab.
Ich atme tief durch und Tränen rollen mir übers Gesicht.
,,Julia, ich verspreche dir, dass dir nie wieder etwas passieren wird. Vertrau mir. In ein paar Tagen darfs du hier raus und dann bleibst du bei mir. Du kannst bei uns im Dorm wohnen oder wir ziehen in mein Apartment. Da kann dir nichts passieren", schlägt Jungkook mir vor und ich weiß im ersten Moment nicht was ich sagen soll.
Ich nicke langsam, es ist mir inzwischen egal, ob ich hier bleibe oder wieder zurückgehe. Ich will so lange es geht bei ihm bleiben. Auch, wenn er meine Gefühle vielleicht nicht erwidert. Und ich habe Angst, dass derjenige der mich entführt hat, zurückkommt. Bei Jungkook und den anderen bin ich sicher.
,,Danke, Jungkook", murmle ich und lasse mich zurück in die Kissen sinken.
Ich spüre wie Jungkook noch eine ganze Weile neben mir im Bett sitzt und mich aufmerksam beobachtet. War er eigentlich, seitdem wir hier sind, einmal Zuhause? Oder ist er die ganze Zeit über bei mir geblieben?
Ich schließe die Augen und schlafe langsam wieder ein....
Es ist Freitagabend und ich darf endlich nach Hause. Aber wohin geh ich jetzt am Besten? Ich fühle mich in meiner Wohnung jetzt erst Recht nicht mehr wohl und was ist, wenn mein Entführer weiß, dass ich wieder Zuhause bin?
Jimin, Tae und Hobi haben mich auch besucht und mir versichert, dass ich im Dorm bleiben soll. Sogar Namjoon ist damit einverstanden und so steht für mich fest, dass ich erstmal bei ihnen bleibe.
Ich stehe schließlich mit meinem gepackten Rucksack auf dem Flur und warte, dass mich Tae und Jungkook endlich abholen.
DU LIEST GERADE
BTS: Young Forever | Jungkook
Fanfiction,,Ich schmiege meine Wange eng an seinen Hals und nehme seinen Duft tief in mich auf. Ich bekomme Gänsehaut als er seine Arme eng um mich legt und mit seinen Händen meinen Rücken hinab streicht..."
