Zusammenhalt

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Nun saßen wir alle in unserm Zimmer. Alle sind in diesem Fall ich, Shoto und Ochako. Wir blickten auf den Boden. Die Polizei sprach nun mit Herr Aizawa und den anderen, da sie nach Dabi und Deku suchten. Wir hatten seine Spur nach der Hütte nicht mehr verfolgen können. Sein Geruch war wie verpufft. Wir waren schon befragt worden, was schwer war, da wir alle Shotos Ausbruch verschleiern wollten und nichts über Vampire oder Werwölfe preisgeben konnten. Das musste für Ochako am schwierigsten gewesen sein. Kurz darauf waren wir gezwungen gewesen auch ihr unser Geheimnis zu verraten.

Ich ging alles nochmal durch. Plötzlich kam mir ein Gedanke. "Shoto", mein Kollege sah auf, "wieso hast du nicht sofort reagiert? Warum musstest du für Stunden verschwinden? Was sollte DIESER PLÖTZLICHE ZUSAMMENBRUCH?" Ich war immer lauter geworden. Der Vampir sah mich an, schaute wieder zu Boden und begann zu sprechen: "Manche Vampire haben wie schon gesagt spezielle Fähigkeiten. Diese sind teils genetisch bedingt. Mein Bruder und ich können Menschen mit Blicken in eine Art Schockstarre versetzen. Ich mache das nicht mehr, aber mein Bruder hat das perfektioniert. Er kann es inzwischen auch bei übernatürlichen Wesen anwenden. Ich kann dem widerstehen, wenn ich mich konzentriere. Nur nicht dieses Mal." Er vergrub sein Gesicht in den Händen.

Shoto pov

Wie sehr ich das alles bereute. Den Kontrollverlust, den Zusammenbruch und den Aussetzer. Ich ekelte mich vor mir selbst, denn . . . . es hatte mir gefallen. Das ablecken seines Blutes vom Boden, hatte mir gefallen. Nun war er weg. Der Junge, in den ich mich verliebt hatte war weg.

"VERDAMMT", schrie Katsuki. Er war aufgesprungen und hatte mit einem wütenden Faustschlag ein Loch in einen der Schränke geschlagen. Auch er vergrub nun sein Gesicht in den Händen und krallte sich an seinem Haaransatz fest. Mir fiel auf, dass er aus purer Wut seine Krallen ausgefahren hatte. Nun lief Blut über seine Stirn und seine Schläfen. Er machte keine Anstalten aufzuhören und krallte sich nur noch fester in seinen eigenen Schädel. Unsere Freundin sah auf. "Katsuki." Ängstlich verharrte ihr schockierter Blick auf dem wutentbrannten Jungen.

Instinktiv sprang ich auf und packte ihn an den Handgelenken, um seine Hände von seinem Gesicht loszureißen. Es gelang mir. Die tiefen Wunden verheilten durch seine Kräfte langsam. Er knirschte verzweifelt mit den Zähnen. "Sie mich an", rief ich. "Sie mich an", wiederholte ich, als sein Blick immer noch auf dem Boden lag. Dann schaute er mir doch tief in die Augen. "Wir finden ihn Katsuki. Er lebt. Ich spüre es, ok? Wir werden ihn retten", sagte ich eindringlich. Ich hatte keine andere Wahl als meinen eigenen Worten zu glauben. Sein Gesichtsausdruck schwang von Wut zu Trauer um. Er ließ nun die Hände locker und legte seinen Kopf auf meine Schulter. Warme Tränen versickerten in meinem Shirt und ich hörte ihn murmeln: "Wenn ihr das irgendwem erzählt, bring ich euch um." Ich legt meine Arme um ihn und zog ihn an mich.

Nach wenigen Minuten schwang die Tür auf, sodass er mich sofort von sich stieß. Herein kamen Mina, Denki, Eijiro, Sero, Tenya, Tsuyu, Momo und Jirou. Noch im reinkommen begann Mina: "Was ist passiert? Wie konnte das geschehen?" Eijiro fuhr fort: "Wie ist Izuku überhaupt verschwunden? Los sagt!" Ochako stand auf. "Ich klär das Leute. Macht euch keine Sorgen." Sie lächelte müde. Ihre Augen waren noch rot und geschwollen. Genau so wie auch unsere. Sie alle verließen nun den Raum, um in der Mensa weiter zu reden. Nun setzten Katsuki und ich uns auf mein Bett und er legte seine Hand auf mein Bein. Ich legte meinen Arm um ihn. Unerwartet lehnte er sich an mich. Wir verweilten noch lange so. . .

Twilight  (Todobakudeku)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt