Kapitel 5

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„Ach scheiß drauf...", nuschelte er schlussendlich und beugte sich zu mir. Fragend sah er mir ein letztes Mal in die Augen, dann schloss er seine und legte seine Lippen auf meine. Eine Bombe explodierte in meinem Inneren, ein Kribbeln lief über meine Haut. Der Kuss war sanft, so gefühlsvoll. Als Professor Snape seine Lippen von meinen löste war ich außer Atem. Aber das war mir egal. Ich streckte mich ihm entgegen und küsste ihn erneut. Er erwiderte ihn leidenschaftlich, seine Zunge tastete meine Unterlippe behutsam ab. Ich ließ ihn gewähren. Er erhob sich etwas, sodass er stand. Seine Hände legten sich um meine Taille und er setzte mich weiter auf das Bett. Fragend sah er mir in die Augen. „Du machst mich fertig. Du bist so wunderschön und verletzlich, aber dein Charakter ist so stark. Was machst du bloß mit mir?", flüsterte er an meinem Ohr, dann küsste er mich hinter meinem Ohr und immer weiter meinen Hals entlang. Nun lag er fast auf mir, ich stöhnte auf als er seine raue Hand unter das fremde Shirt schob. Es war so unglaublich schön. Etwas Schöneres hatte ich noch nie erlebt. Aber da viel mir plötzlich etwas ein. Wie spät war es? Ich weiß nicht wie ich jetzt auf diesen Gedanken kam, aber während Severus mich küsste, fragte ich atemlos: „Professor Snape? Muss ich.. nicht in den Unterricht? Und Sie auch?" Als hätte er nur die ersten Worte gehört hätte murmelte er: „Severus, mein Engel. Mein Name ist Severus." Ich kicherte glücklich, aber ich wollte dennoch keinen Ermahnung wegen nicht Erscheinen erhalten. „Severus, ich muss in den Unterricht." Ich drückte ihn leicht von mir weg und legte ihm die Hand auf die Wange. Er schien meine Worte erst jetzt zu verstehen, denn auf einmal machte er ein geschocktes Gesicht: „Unterricht? Oh Mist. Wie spät ist es?" Hektisch sprang er vom Bett auf und ich lugte auf den Wecker. 7:45. „Shit.", murmelte ich. „Severus, wo sind meine Sachen?" „Im Bad. Sie waren nass, weil es geregnet hat. Ich glaube nicht, dass sie schon trocken sind." „Und was soll ich jetzt machen? In deinem Hemd durch den Gemeinschaftsraum spazieren?", grinste ich. Es war eigentlich ganz und gar nicht lustig, aber ich musste immer in den ungünstigsten Situationen lachen. „Hm nein das geht nicht. Hier, nimm meinen Umhang. Ist vielleicht nicht ganz so schlimm." Ich nahm den Umhang entgegen, den er mir hin hielt. So schnell wie möglich wickelte ich ihn um mich. Er roch nach ihm und ich sog den Geruch begierig ein. Das war es was ich mir immer gewünscht hatte und ich konnte es nicht fassen, dass es wahr war.Schlussendlich sah der Umhang an mir ein wenig aus wie ein Kleid, also halb so wild. „Gut, wir sehen uns nachher im Unterricht und wenn ich zu spät komme gebe ich dir die Schuld.", meinte ich ironisch und streckte ihm die Zunge entgegen. Er lachte und gab mir noch einen sanften Kuss bevor ich aus dem Zimmer stürmte, den Gang hinunter und in den Gemeinschaftsraum. Zum Glück saß nur ein Mädchen aus dem zweiten Jahrgang auf dem Sofa, das mich dämlich angucken konnte. Ich rannte hinauf in mein Zimmer und zog mir so schnell es eben ging meine Uniform an. Meine Tasche stand bereits gepackt auf meinem Bett. Das hatte ich gestern noch bevor ich zu Severus gegangen war, erledigt. Bei dem Gedanken an Severus wurde mir warm ums Herz und ein leichtes Kribbeln lief mir den Rücken hinunter.

Ich musste mich gehörig beeilen, um noch pünktlich zu McGonagalls Unterricht zu kommen. Sie sah es nicht gerne, wenn Schüler zu spät oder gar nicht erschienen. Das gab bei ihr ziemlich schnell Punktabzug für das jeweilige Haus, deshalb hetzte ich durch die Schule und schaffte es tatsächlich. Ich saß höchstens eine Minute auf meinem Platz, als McGonagall herein kam. Mit keuchendem Atem versuchte ich ihrem Unterricht zu lauschen, doch es vermochte mir nicht zu gelingen. Immer wieder drifteten meine Gedanken zu Severus und als der Unterricht schließlich beendet war hatte ich keinen blassen Schimmer von dem, was unsere Lehrerin uns versucht hatte beizubringen. Traurig, aber wahr. Deprimiert schlenderte ich aus dem Raum. Noch einmal wollte ich nicht sitzen bleiben. Einmal reichte auf jeden Fall. Es war nervig den ganzen Stoff noch mal zu machen, nur weil man keine Lust hatte zu lernen oder wie in meinem Fall, sich nicht auf den Unterricht konzentrieren konnte. Auch die nächsten Stunden vielen mir schwer. Immer wieder wichen meine Gedanken vom Unterricht ab, alles was ich behielt ist, dass wir in einer Woche einen Test in Zauberkunst schreiben würden. Na toll. Das kommt mir echt nicht gelegen. Ich wusste nicht welchen Stoff wir zu Zeit durchnahmen und so hatte ich auch keine Chance diesen Test gut hinkriegen.


Huii ich freue mich, dass schon so viele diese Geschichte gelesen haben. Das macht mich glücklich. Ich danke euch dafür <3

Gefällt euch, was in diesem Kapitel passiert? Oder eher nicht? Schriebt's in die Kommis :)

Bis dahin, gehabt euch wohl

~Schokokekschen <3

Verbotene Liebe (Severus Snape FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt