Kapitel 37

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Laut klopfte ich an die schwere Holztür, da ich vermutete, dass er in seinen Gemächern war. Als keine Antwort kam, man aber Geräusche von Innen hörte betraten wir den Raum und Leyni ließ sich auf einem der Stühle nieder. Ich hingegen lief zu der Treppe und rief: „Professor Snape? Hallo?" Eine Tür wurde aufgeschlagen, doch noch kam niemand die Treppe hinunter. Noch bevor ich ihn sehen konnte, hörte ich ihn: „Esila? Warum nennst du mich Professor? Und warum kommst du nicht hoch?" Er musste meine Stimme erkannt haben. Oh Shit, wenn er jetzt etwas falsches sagte, würde das schwer zu erklären sein. Ein kurzer Blick auf Leyni reichte, um mir zu zeigen, dass sie sich jetzt schon wunderte. „Professor Snape? Ich bin hier, um Ihnen die NEUE Schülerin vorzustellen. Sie ist auch HIER!", quietschte ich nervös.

Da hörte ich wie jemand langsam die Treppe hinunter kam. Schnell setzte ich mich mit leicht geröteten Wagen auf den Stuhl neben Leyni. Ich sah erst wieder vom Boden auf, als Severus sich auf seinen Stuhl vor uns gesetzt hatte. „Hallo. Sie sind also die neue Schülerin?", fragte er schließlich ohne mich eines Blickes zu würdigen. Ich wusste, warum er dies tat, doch ich wäre am liebsten aufgesprungen und hätte mich ihm in die Arme geworfen. „Ja, richtig. Mein Name ist Leyni Callahan. Ich komme von der Schule Beauxbatons. Esila meinte, es wäre gut Sie kennenzulernen. Sie sind der Hauslehrer von Slytherin?" „Richtig. Severus Snape, mein Name. Aber für Sie natürlich Professor Snape. Und ich bestehe darauf von Schülern mit Sir und Professor angeredet zu werden. Es freut mich Sie kennenzulernen. Ich bin Ihr Lehrer in Zaubertränke. Ich bin gewiss, dass Sie in Frankreich den selben Stoff erlernen, wie hier, weshalb ich zuversichtlich bin, dass Sie hier zurecht kommen. Außerdem schienen Sie ja bereits eine Freundin gefunden zu haben. Das wird Ihnen sicherlich helfen. Ihren Stundenplan haben Sie?", fragte er zu Schluss. „Ja, habe ich, Sir. Denselben wie Esila. Professor McGonagall meinte, das würde mir helfen mich hier einzufinden." Er nickte. Sein Blick huschte kurz zu mir, dann zurück: „Entschuldigen Sie mich. Ich muss noch meine Sachen auspacken und den Unterricht vorbereiten." Wissend nickte Leyni und stand auf. Ich tat es ihr gleich, wenn auch widerwillig. Gerne wäre ich hier geblieben, doch das wäre wirklich komisch für Leyni gewesen.

Als wir ein paar Meter von dem Büro entfernt waren blieb Leyni stehen. Oh nein, bitte sprich mich nicht auf die Frage von Severus an mich an, bitte bitte nicht.

„Hauslehrer also? Dann haben wir viel mit ihm zu tun?" „Ja, ein bisschen.", antwortete ich knapp. „Er sieht schon ganz gut aus, meinst du nicht?" Verblüfft starrte ich sie an. „Meinst du, ich würde ihn rumkriegen?", fragte sie direkt heraus. Was? Mädchen, er gehört mir! Mir allein! „Äh, ich denke nicht, dass er sich auf eine Schülerin einlassen würde. Generell ist er eigentlich ziemlich kalt zu Schülern.", versuchte ich so ruhig wie möglich zu sagen. „Herausforderung angenommen. Okay, lass uns wetten. Wenn ich ihn, sagen wir bis zu den Winterferien, also in drei Monaten, ins Bett krieg, machst du mir für die vier Wochen nach den Winterferien alle Hausaufgaben. Ich akzeptiere nicht, wenn du die Wette ausschlägst." Geschockt starrte ich sie an. Super, jetzt musste ich mich vor Severus gegen sie und Clarisse behaupten. Es hieß ja „halte deine Freunde bei dir, doch deine Feinde halte noch näher bei dir." oder so ähnlich, also würde ich weiterhin so tun, als würde sie meine Freundin sein, während ich sie insgeheim hasste und ausspionierte.

„Gut. Top die Wette gilt.", sagte sie schließlich, als ich ihr nicht antwortete.

Den restlichen Tag verbrachten wir im Gemeinschaftsraum und sie unterbreitete mir alle möglichen Pläne, wie sie versuchen würde Severus herumzukriegen. Jeder einzelne war schwachsinnig, doch sollte sie nur überlegen. Als es Abend wurde hielt ich es nicht mehr aus und sagte ihr, dass ich etwas spazieren ginge, doch stattdessen rannte ich zu Severus Büro. Diesmal ohne zu klopfen stürmte ich hinein. Ich hörte ihn oben in seinem Zimmer und schlich hinauf.

Er stand mit dem Rücken zu mir, immer noch über seinen Koffer gebeugt. Auf Zehenspitzen pirschte ich mich an ihn heran und schlang dann die Arme von hinten um ihn.

Er zuckte kurz zusammen, dann drehte er sich in meinem Griff zu sich herum.

Ohh... 'tschuldigung -leyni- Tut mir leid. Tut mir leid. Tut mir leid.
Jetzt spielst du ein böses Mädchen... Uuups...

Naja... Auf jeden Fall habt einen schönen Tag. Ich gehe gleich ins Kino in den 2. Teil von Maze Runner. Kennt ihr das? Also ich LIEBE die Bücher. Sind wirklich empfehlenswert!

Bis dahin, gehabt euch wohl
~Schokokekschen <3

Verbotene Liebe (Severus Snape FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt