"Danke, dass ich noch eine Weile hier bleiben darf, T'Challa.", bedanke ich mich bei dem König, während wir zusammen durch die hohen Flure des Schlosses spazieren. "Bitte, du kannst so lange hier bleiben, wie du willst. Wir freuen uns immer über Besuch. Und besonders meine Schwester wird sich freuen zu hören, dass du länger bleibst." Ich muss lächeln. "Wo ist Shuri überhaupt? Ich hab sie noch gar nicht gesehen." "Oh sie ist sicher im Labor." "Arbeitet sie zur Zeit an etwas Bestimmten?" "Größtenteils arbeitet sie immer noch daran wie sie James helfen kann" Da höre ich plötzlich auf und sehe verwirrt zu ihm auf. "Wie meinst du das? Ich dachte...naja ich dachte sie hätte ihn bereits..." "Geheilt?" Ich nicke als er meinen Satz beendet. "So einfach ist das nicht. Ja Shuri hat während Jamesˋ Kryostase, den Großteil der Hydra Programmierungen in seinem Gehirn de- beziehungsweise umprogrammiert. Aber der eigentliche finale Teil der Heilung kann nur im wachen Zustand durchgeführt werden." Ich brauche einen Moment um das Gesagte erst einmal sacken zu lassen.
"Also... also ist er noch nicht...fertig hier?"
"Nein. Noch nicht. Aber Shuri arbeitet so hart und oft sie kann an einer Methode um ihn vollständig zu heilen."
Ich nicke ihm lächelnd zu doch in meinen Gedanken bin ich woanders. Ich mache mir einfach Sorgen um ihn.
Als ob der König meine Gedanken gelesen hätte, legt er mir plötzlich beruhigend eine Hand auf die Schulter und sieht mich mit einem mitfühlendem Lächeln von der Seite an.
"Keine Angst. Deinem Bucky geht es gut. Niemand weiß, dass er hier in Wakanda ist. Er ist hier sicher bis er endlich von diesem Übel befreit ist und wieder ein freier Mann sein kann."
Das ist es was ich mir für ihn wünsche. Das und dass er sich irgendwann von seinen Schuldgefühlen lösen kann.
"Außerdem hat der weiße Wolf einen starken Geist, er hat viel überstanden in der Vergangenheit und wird auch in Zukunft alles überstehen, was ihm das Schicksal in den Weg legt."
Ich sehe ihn dankbar an, als mir auffällt wie er ihn gerade genannt hat. "Der weiße Wolf?", frage ich etwas amüsiert und gleichzeitig neugierig.
Da muss T'Challa, selbst grinsen. "Die Kinder im Dorf haben ihm diesen Namen gegeben. Weil er hier in Wakanda immer alleine ist. Ein Einzelgänger. Wie der Wolf."
"Naja...jetzt ist er nicht mehr allein." erkläre ich nachdenklich.
...
"So hier ist dein Zimmer." T'Challa öffnet mir die Tür zu meinem neuen Gästezimmer und ich gehe dankend an ihm vorbei. "Wenn du noch etwas brauchst, dann frag ruhig die Bediensteten, die laufen hier überall im Schloss herum.", erklärt er freundlich und will bereits die Tür hinter sich zu ziehen um mir etwas Ruhe zu gönnen, doch da hab ich noch eine Frage. "T'Challa?" "Ja, Charlotte?" "Ich-ich hab mich nur gefragt...naja wo..." Ein verschmitztes Grinsen legt sich auf seine dunklen Lippen. "James Zimmer ist gleich nebenan." Ich lächele ihm dankbar zu. "Wir dachten uns schon, dass ihr nur ungern weit voneinander entfernt wohnen wollt."
...
Nachdem T'Challa verschwunden ist, packe ich erst einmal ein paar meiner Sachen aus meiner Reisetasche und lasse mich dann auf das angenehm weiche Bett sinken. Wow, daran könnte ich mich gewöhnen denke ich, als ich es mir in dem riesigen Bett bequem mache und die prunkvoll aber dennoch irgendwie modern verzierte Decke über mir betrachte. Mein Blick gleitet weiter über die hohe Fensterwand, die den Blick auf die wunderschöne Stadt Wakandas frei gibt.
Als T'Challa unser Gespräch bei den Nashörnern schließlich unterbrochen hat, um mich zu meinem Zimmer zu bringen, hat Bucky nur abwesend gemeint, dass er noch eine Weile draußen bleiben würde, da er etwas Zeit für sich bräuchte. Natürlich habe ich ihm diese nicht verweigert, doch ich mache mir irgendwie Sorgen um ihn. Er wirkt zwar durch die Heilung, irgendwie friedlicher und ausgeglichener als zuvor, doch irgendwas scheint ihn immer noch zu beschäftigen. Auch wenn ich wirklich gerne wüsste, was in seinem Kopf vorgeht, will ich ihn nicht dazu zwingen mit mir darüber zu reden. Er muss selbst entscheiden, wann er bereit ist darüber zu sprechen.
...
Nach einer Weile, entschließe ich mich runter in die Stadt zu gehen. Wenn ich schon mal hier in Wakanda bin muss ich die Chance auch nutzen etwas von ihrer Kultur zu sehen. Da klopft es plötzlich an meiner Tür. Ehe ich etwas antworten kann, platzt auch schon Shuri herein. "Charlotte." Sie kommt fröhlich zu mir und schließt mich in ihre Arme. "Schön dich zu sehen."
"Wie war es? Warst du schon bei ihm?", fragt sie schließlich aufgeregt und ich nicke lächelnd. "Ja, das war ich...es es wa wirklich schön ihn weider zu sehen und er wirkt irgendwie ganz anders. Irgendwie friedlicher." "Das ist schön zu hören." Sie nimmt meine Hände in ihre und drückt sie sanft. "Danke, Shuri...dass du ihm hilfst." "Ach das tue ich doch gerne. Ich liebe eine gute Herausforderung."
"Hey hast du heute Abend schon was vor? Ich wollte mir gerade die Stadt ansehen gehen, vielleicht hast du ja Lust mich zu begleiten." "Oh ja sehr gerne. Ich kann dir die richtig guten Läden zeigen. Aber ich kann nicht so lange. Du weißt ja...die Arbeit ruft. Ich muss bloß noch ein paar Sachen holen." Sie läuft wieder zur Tür. "Komm mit. Ich zeig dir mein Zimmer." Als wir zusammen auf den Flur treten, sehe ich sofort wer uns dort entegen kommt.
"Shuri? Ich wollte gerade zu Charlotte. Wo wollt ihr denn hin?", fragt er neugierig als er uns beide sieht. Doch Shuri denkt gar nicht daran stehen zu bleiben und geht einfach an Bucky vorbei mit den Worten: "Tut mir Leid, Sergeant. Heute ist Mädels-Abend. Aber keine Sorge, du kriegst deine Freundin bald wieder." Ich will ihr sofort widersprechen und ihr erklären, dass ich nicht Buckys Freundin bin, doch da ertappe ich mich dabei, wie mir der Klang dieser Bezeichnung irgendwie gefällt und schließe meinen Mund wieder. "Ach Shuri geh doch schon mal vor, wir treffen uns draußen.", erkläre ich ihr mit einem Lächeln während ich bei Bucky stehen bleibe. Sie gibt ein genervtes Stöhnen von sich, widerspricht jedoch nicht und sagt nur: "Na gut, aber beeil dich." Und dann ist sie auch schon weg und Bucky und ich sind wieder alleine.
"Hey, nochmal.", stellt er lächelnd fest.
"Hey"
"Es ist wirklich schön zu wissen, dass du hier bist. Zu wissen, dass ich dich jederzeit sehen kann."
Mein Herz schlägt höher.
"Ja, das ist es wirklich."
"Wenn du morgen nichts anderes vor hast könnten wir vielleicht was zusammen machen."
Mein Herz schlägt noch höher.
"Was möchtest du denn machen?"
"Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich bei dir sein will."
Jetzt schlägt es so hoch dass es mir jeden Moment aus der Brust springen müsste.
"Hm...geht mir genauso."
Für einen Moment sehen wir uns einfach nur lächelnd an.
"Aber jetzt geh ich erst mal mit Shuri in die Stadt." Ich überlege kurz. "Du könntest mitkommen wenn du willst."
"Oh nein ich will wirklich nicht euren Mädels-Abend kaputt machen." "Tust du nicht. Es ist sowieso kein "Mädels-Abend", ich hab sie einfach nur gefragt ob sie mir die Stadt zeigt." "Shuri wirkte nicht so als ob sie mich dabei haben wollte. Vielleicht komme ich ja später nach, aber geht ihr erst mal euren Spaß haben."
"Na gut.", sage ich etwas widerwillig "Dann geh ich jetzt wohl mal. Sie wartet bestimmt schon auf mich." Er nickt verständnisvoll. "Bis später dann."
Ich sehe zu ihm zurück während ich an ihm vorbei laufe und schenke ihm noch ein letztes Lächeln. "Ja bis später."
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Hate and Love (Bucky FF)
FanfictionCharlotte 'Charlie' Wilson ist die Adoptivschwester von Sam Wilson, der auch als Falcon bekannt ist. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten, wird sie von ihrem großen Bruder mit den Avengers bekannt gemacht und als Agentin rekrutiert. Dort lernt sie...
