Nie wieder

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Die feuchten Küsse, die er überall an meinem Hals verteilt, entlocken mir ein leichtes Seufzen und als plötzlich seine Zähne sanft an meiner Haut knabbern, entfährt mir ein leises Stöhnen. Das Ziehen in meinem Unterleib wird stärker und ich lege meine Hände auf seinen Rücken um ihn näher an mir zu spüren. Mit den Fingern taste ich gierig die Konturen seiner Muskeln ab, während ich mich zusammenreißen muss bei dem Gefühl seiner sanften Bisse an meinem Hals nicht erneut aufzustöhnen. Das bemerkt Bucky wohl, denn sein Mund verzieht sich zu einem Lächeln und ein amüsiertes Glucksen lässt die Stelle an meinem Hals vibrieren. Während seine Lippen wieder zu meinen finden, wandert seine rechte Hand an meiner Seite hinab um dort unter mein Shirt zu gleiten. Als seine Finger über meine nackte Haut streifen zucke ich kurz zusammen und kann mir ein Grinsen gegen seine Lippen nicht verkneifen. Er erwidert das Grinsen und unterbricht den Kuss um mich neugierig anzusehen. "Bist du etwa kitzlig?", fragt er mich amüsiert und ich schüttele schnell den Kopf. "Nein. Bin ich nicht." "Oh doch das bist du.", und ohne Vorwarnung fängt er plötzlich an mich zu kitzeln. Ich versuche stark zu bleiben, doch schon nach wenigen Sekunden, kann ich mich nicht mehr gegen das aufkommende Lachen wehren und lasse es einfach raus. "Ach, ich dachte du bist nicht kitzlig?", stellt er mit einem belustigtem Glucksen fest, während ich mich unter ihm winde und versuche seine Hand von meinem Bauch zu schieben. Doch er ist zu stark für mich. "Bucky, hör auf.", bringe ich lachend hervor, doch er denkt gar nicht daran. "Erst wenn du zugibst dass du-", er bringt seinen Satz nicht zu Ende und hält plötzlich inne.

Immer noch etwas aus der Puste sehe ich ihn fragend an. "Bucky? Alles gut?" Doch er antwortet mir nicht. Seine Hand liegt ruhig auf meiner Hüfte und streicht mit dem Daumen über eine unebene Linie auf meiner Haut. "Was ist das?", fragt er mit rauer Stimme und sieht mich ernst an. Jede Spur seines Grinsens ist verschwunden und mir wird auf einmal ganz unwohl. "Was denn?", frage ich als wüsste ich nicht, was er meint. Er fährt noch einmal mit der Hand über die raue Stelle. "Das hier." Ich seufze. Es macht keinen Sinn es zu leugnen.

"Eine Narbe." Ich versuche bei den Worten zu lächeln um ihn davon zu überzeugen, dass alles gut ist, doch er erwidert mein Lächeln nicht. Er wendet seinen Blick von meinen Augen ab, streicht mir sanft das Shirt ein Stück weit nach oben und betrachtet die lange aber schmale Narbe, die von dem Bund meiner Shorts bis kurz unter meine Brust verläuft. Ich sehe, wie sich etwas in seinem Blick verändert, doch kann nicht ganz erklären, was es ist. "Bucky. Das ist nur eine Narbe. Ich bin Agentin. Ich hab dutzende Narben. Damit muss man in unserem Job eben rechnen.", versuche ich ihn abzulenken, doch meine Worte kommen nicht zu ihm durch.

Vorsichtig stützt er sich auf dem Bett ab und setzt sich langsam auf. Ich streiche mein Shirt wieder über die Narbe und tue es ihm gleich. Besorgt sehe ich zu ihm auf, während er weiterhin starr auf die Stelle mit der Narbe schaut, als könnte er durch das Shirt durch schauen. "Woher hast du die?" Ich gehe gar nicht erst auf seine Frage drauf ein, denn ich weiß genau, dass er die Antwort darauf bereits kennt. "Bucky...es ist alles gut. Es ist nur eine Nar-" "Das ist meine Schuld. Nicht wahr?"

Er rückt noch ein Stück weiter von mir weg. "Nein. Das...das ist nicht deine Schuld, Bucky. Du kannst nichts dafür." "Woher hast du die Narbe, Charlotte?", seine Stimme ist auf einmal ganz rau und er sieht mir ernst in die Augen. Ich will ihm nicht antworten, aber er weiß die Antwort sowieso schon. Ich seufze und sehe ihn traurig an. "Von einer OP. Ich musste operiert werden nach...nach dem...dem Kampf." Er fährt sich seufzend mit den Händen übers Gesicht und steht so plötzlich vom Bett auf, dass ich kurz erschrocken zusammen zucken muss.

"Bucky. Das ist nicht deine Schuld. Du-" Er unterbricht mich ernst. "Doch das ist es." "Nein ist es nicht." Er erwidert nichts mehr und sieht aus als würde er über irgend etwas nachdenken. Sein Blick trifft auf meinen und für einen Augenblick, glaube ich, dass er einfach wieder zu mir zurück ins Bett kommt. Seine Augen glänzen so voller Liebe, dass ich glaube, er würde alles Geschehene hinter sich lassen und einfach wieder zu mir kommen und mich in den Arm nehmen. Doch dann verschwindet dieses Funkeln mit einem Mal aus seinen Augen und er schüttelt kaum merklich den Kopf. "Ich...ich hätte das nicht tun sollen. Ich sollte nicht hier sein. Ich...ich muss gehen." Ohne eine Antwort von mir abzuwarten läuft er in Richtung Tür.

Ich sehe ihm verzweifelt hinterher. "Bucky, warte." Doch er hört mich schon gar nicht mehr und nachdem die Tür hinter ihm ins Schloss fällt, sitze ich plötzlich in vollkommener Stimme.

Für ein paar Minuten sitze ich einfach nur wie eingefroren da. Was ist gerade passiert? Wir haben uns doch eben noch voller Leidenschaft geküsst und jetzt lässt er mich einfach hier sitzen?! Das kann er doch nicht tun. Er kann mich doch nicht einfach hier sitzen lassen?! Genauso wenig wie ich diese Aktion auf mir sitzen lassen kann.

Wütend schwinge ich mich aus dem Bett und stapfe aus meinem Zimmer. Sobald ich jedoch vor der Tür zu seinem Zimmer stehe, versuche ich mich wieder ein wenig abzuregen. Okay Charlie, vergiss nicht: Es bringt nichts auf ihn wütend zu sein. Er ist vermutlich noch viel wütender auf sich selbst. Meine Wut, würde das nur verstärken. Er fühlt sich sicher eh schon schlecht genug. Es bringt nichts, wenn ich das noch verschlimmere. Ich sollte nicht wütend auf ihn sein. Er kann nichts dafür. Ich weiß, dass alle ihm immer sagen, dass er sich keine Schuldgefühle wegen der Dinge machen soll, welche er als Winter Soldier getan hat. Doch wäre ich an seiner stelle, würde ich das sicher genauso tun. Sowas geht nicht einfach spurlos an einem vorüber. Vielleicht braucht er einfach nur jemanden der für ihn da ist.

Als ich sachte, aber bestimmt an die Tür klopfe, tut sich nichts dahinter. Auch nach dem zweiten und dritten Mal Klopfen nicht. "Bucky?" Nichts. Schließlich werde ich ungeduldig und drücke meine Hand auf die Türklinke. Die Tür öffnet sich mit einem leisen Knarzen und ich stecke vorsichtig den Kopf hindurch. "Bucky?"

Er liegt mit dem Rücken zu mir auf seinem Bett. "Kann ich...kann ich reinkommen?" "Du solltest gehen.", seine Stimme klingt rau. Ich schüttele den Kopf, als mir wieder einfällt, dass er das ja gar nicht sieht. "Nein." Er rührt sich nicht. "Ich werde nicht gehen, Bucky." "Ich mein's ernst, Charlotte. Geh einfach." "Ich meine es auch ernst, Bucky. Ich werde nicht gehen." Keine Reaktion. Er liegt weiterhin mit dem Rücken zu mir auf dem Bett und rührt sich kein Stück.

Leise schließe ich die Tür hinter mir und gehe langsam auf ihn zu. Ohne lange zu überlegen lege ich mich auf das Bett neben ihn und schlinge meine Arme von hinten um seinen Oberkörper. Er wehrt sich nicht gegen meine Berührung, woraufhin ich meinen Kopf seufzend an seinen Rücken schmiege. "Ich werde nie wieder gehen." Nun höre ich auch ein Seufzen von ihm und spüre, wie sich seine Hand auf meine legt. Dann kommt plötzlich noch mehr Bewegung in seinen Körper und ich nehme meinen Kopf von seinem Rücken als er sich unter meinem Arm zu mir dreht, sodass er mich nun ansehen kann.

Seine Augen glänzen rötlich und ich weiß, dass er geweint hat. "Wieso tust du das?", fragt er mich schließlich mit rauer Stimme. Ich schenke ihm ein leichtes aber liebevolles Lächeln und lege meine Hand sanft an seine Wange. "Ich glaube du weißt wieso." Für einen Moment funkeln mich seine blauen Augen liebevoll an, bevor er plötzlich seine Arme um mich schlingt und mich an sich drückt während er seinen Kopf an meine Brust schmiegt. Und auf einmal höre ich auch das Schluchzen. "Es tut mir so Leid, Charlotte. Es tut mir so unglaublich Leid.", höre ich ihn gegen meine Brust schluchzen.

Ich seufze und muss mich zusammen reißen nicht mit zu weinen. Vorsichtig schlinge ich meine Arme um seinen Hals und streiche mit der rechten Hand durch seine Haare. "Mir auch." Entgegne ich nur sanft und lege meine Lippen auf seine Haare um ihm einen Kuss zu geben. Ich spüre wie seine Umarmung noch fester wird und er immer wieder schluchzen muss. "Ich will nicht, dass du gehst.", höre ich ihn murmeln. Ich streiche weiter mit der Hand durch seine Haare und antworte ihm :"Ich weiß. Ich werde nicht gehen. Ich lass dich nicht alleine, Bucky. Nie wieder."

Hate and Love (Bucky FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt