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Spätabends zog ein Gewitter über Diable auf. Lauter Donner schallte immer wieder von draußen nach drinnen, Blitze machten die Nacht hell und Regen prasselte in einen schnellen Rhythmus gegen die großen Fenster. Im Inneren des Raumes hatten es die vier schön, der Schein einer Kerze auf dem Tisch setzte eine ruhige Aura, in der sie gemütlich schlafen konnten. Alle, bis auf Dustin. Er lag im linken Stockbett oben und rollte sich unruhig hin und her.

Bei so lautem Unwetter hatte er noch nie ein Auge zubekommen. Selbst wenn er einigermaßen schlief, ließ ihn der harmloseste Donner wieder aufschrecken. Als er ein weiteres Mal aus seinem Schlaf gerissen wurde, stemmte Dustin sich auf seine Ellenbogen, lehnte sich über die Halterung des Bettes, um zu sehen, ob die andere schon schliefen.

Finnian lag auf dem anderen Hochbett, so wie er oben, auf der Seite, in die blaue Decke gekuschelt und ganz klar am Schlafen. Unter ihm lag Victoria, ihre Haare mit Leder zu einem Zopf zusammengeschnürt. Sie lag auf ihren Bauch, ihr Kopf auf einen Arm gelehnt. Mit einem genervten ausatmen versuchte er auch zu Godfrey zu schauen.

Letzten endlich ließ Dustin seinen Oberkörper über die Reling seines Bettes hängen. Der Älteste lag von ihm weggedreht, auch schon im Land der Träume.

Dustin wollte aber nicht alleine schlafen, also stupste er Godfreys Schulter an. Mehr brauchte es nicht, da schreckte der ältere schon hoch. Sein Atem ging schnell, als er sich nach der Ursache seines Erwachens umschaute. Als er sah, wie Dustin vor seinem Bett hing, beruhigte sich sein Atmen wieder. „Du bist es nur", murmelte er, sich nach hinten auf sein Kissen fallen lassend.

„Hast du an Albtraum g'habt?", fragte Dustin, worauf Godfrey nur den Kopf schüttelte „Nein, ich habe mich nur erschreckt. Mein Schlaf ist ziemlich leicht, außerdem habe ich nicht erwartet von einer Fledermaus aufgeweckt zu werden". Dustin sah wirklich aus wie eine Fledermaus, die vom Bettrand herunterhing.

„Also, was willst du?", fragte Godfrey, mit einer Hand durch sein Haar fahrend. „Ich kann net schlaf'n", erklärte der Jüngere simple. „Glückwunsch" wünschte er ihn sarkastisch, bevor er sich wieder wegdrehte. Dustin schaute ihn schmollend an „Eh, des ist aber net nett. Ich hab Angst vor G'witter".

Godfrey stützte sich auf die Ellbogen „Und was soll ich dagegen machen?" fragte er mit einem verwirrten Kopf schütteln. Dustin zuckte mit den Schultern „Mi bei dir schlafen lassen?" langsam wurden seine Wangen rot vom kopfüber hängen. Sofort schüttelte Godfrey sein Kopf „Nein, Nein ganz sicher nicht, du bist siebzehn da schläft man nicht mehr bei anderen".

Dustin atmete empört ein „Sagst du, jetzt komm scho, ich werde a net mit dir kuscheln" versprach er, doch es zog immer noch nicht bei Godfrey. „Geh doch zu Victoria oder Finnian" schlug er vor „die kuscheln sicher gerne mit dir".

Dieses Mal war es Dustin, der den Kopf energisch schüttelte „Ich kuschle doch nicht mit an Madle, am Ende denkts noch dass ich verliebt bin und Finnian is mir zu komisch", erklärte er Godfrey der nur eine Augenbraue hob. Dann frage ich mich aber, warum du unbedingt bei mir schlafen willst". Der Jüngere wurde noch röter, sei es aus Verlegenheit oder seiner Position. „Ich mag dich eben", murmelte er ein Geständnis vor sich hin.

Für einen Moment blieb Godfrey noch stur, dann atmete er genervt aus und hob seine Decke an. „Dann komm, aber wehe, du kuschelst dich an mich ran" stellte er als Regel auf. Dustin richtete sich endlich wieder auf und kletterte schnell die Treppen zu ihm runter.

Wie Godfrey gefordert hatte, legte er sich mit Abstand neben ihn „Danke, ich werd net kuscheln, versproch'n" versicherte er den größeren mit einem großen Lächeln. „Will ich auch hoffen", murrte der Ältere nur und zog die Decke über sich.

Dustin hingegen hatte seinen Teil der Decke nur bis zum Bauch gezogen, was Godfrey auch auffiel. Für eine Weile schaute er Dustin nur an, in der Hoffnung, dass er sich selber vollständig zudecken würde, doch das tat er nicht.

Unerwartet griff er plötzlich selber nach der Decke und richtete sie, sodass sie richtig saß. „Deck dich richtig zu, wir können morgen keine Kranken brauchen" schimpfte er leicht mit ihm. Dustin war so perplex von seinem plötzlichen Vater ähnlichen Verhalten, dass er ihn einfach machen ließ. Als Godfrey sich wieder zurücklegte, fragte er: „Bist du wegen morgen aufgeregt?". Morgen würde es so weit sein. Sie würden den Teufel beschwören.

„Ja", antwortete Godfrey knapp. Dustin lag nun eingewickelt da und fühlte sich rundum geborgen in der Wärme der Decke. „Du bist ja gar net so kalt, wie ich dachte hab" merkte er glücklich an. Schnell drehte er sich auf die Seite, weg von den kleinen Störenfrieden, um ja zu verhindern, dass dieser sein Gesicht sehen würde. Seine von Sommersprossen überzogenen Wangen färbten sich in einem hellen pinken Ton. Warum hatte er das eigentlich gemacht?

„Geh jetzt schlafen, wir müssen morgen fit sein" meinte er und räusperte sich, „Wer weiß, was bei diesem Ritual passiert". Er konnte Dustins leises Kichern hinter sich hören. „Gute Nacht, Fee" wünschte er ihn noch mit dem neuen Spitznamen, den Godfrey wohl nun bekommen hatte.

Das Pink auf seinen Wangen färbte sich zu einem Rot „Gute Nacht", murmelte er zurück. Die Augen der zwei Jungs schlossen sich bald und sie wurden vom Regen, der gegen die Fenster prasselte, in den Schlaf getragen.

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Wörter: 877


Mir wurde ja gesagt, ich könnte das Buch ja auch mal richtig mit Verlag veröffentlichen.

Ich habe mal überlegt und dann ist mir eine Frage gekommen:

Werden, wenn die Geschichte gut ankommt, dann auch Fanfiction's oder halt Ships über die Charaktere entstehen?

Was würdet ihr so sagen? Wer passt gut zusammen? 💞

Mit der Frage endet auch das achte Kapitel, bye bye 👋🏻

Creamy Moon



GingersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt