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Gegenwart
Sie kamen aus dem Wald geritten, vor ihnen sahen sie einen Wegweiser. Den Wegweiser, an den Adennes damals gestanden war. An den sich ihr Schicksal entschieden hatte.
Godfrey und Victoria hatten ihr die ganze Zeit über zugehört, ohne etwas zu sagen. „Deswegen wollte ich nicht mit euch gehen“ erklärte Adennes schließlich. Ihr Blick gesenkt "ich wollte mein zerstörtes Land sehen".
„Aber der Krieg ist vorbei“ sagte Victoria, was die schwarzhaarige erstaunt wieder aufschauen ließ „wirklich?“ sie nickte "seit drei Jahren, Wisae hat gesiegt und Diable musste für den Frieden ihre Mienen teilen.“
"Aber, warum hat Kian nie nach mir suchen lassen?", fragte sich Adennes eher selbst. Es machte Klick in Victorias Kopf „Kian hat dich für tot gehalten!“ sie schaute sie mit weiten Augen an. „Das Blut, Wolfspuren, die Krone! Alles zusammen schaut aus als hätten dich diese Tiere getötet" war ihre Schlussfolgerung.
Adennes überlegte eine weile über ihre Worte. „Ja … das kann möglich sein. Aber Kian wird es mir bald selbst erklären können". Sie schaute zu dem Wegweiser auf. „Soodon …", murmelte sie den Namen des Dorfs. „Schau mein petit ange, hier bist du schonmal gewesen" lächelte sie und sah zu wie sich ihre Tochter neugierig umschaute.
Victoria ritt als erste an den Wegzeiger vorbei „Der alte Mienen Weg … kein Wunder, das du von Wölfen angegriffen wurdest, im Wald wimmelt es nur so von denen in der Nacht“ erklärte sie, so als würde sie sich auskennen.
Godfrey legte den Kopf schräg „Woher weißt du das denn? Ich habe noch nie davon gehört, das hier so viele Wölfe sein sollen", Victoria schaute über ihre Schulter.
„Das ist mein Heimatdorf, ich lebe hier“. Erstaunt blitzten Godfreys Augen auf. „Echt?“ das Mädchen nickte, „Soodon ist mein Lieblingsdorf gewesen“ meinte Adennes dazu ehe sie fragte „Hat sich den etwas geändert in den sechs Jahren?“. Victoria zuckte mit den Schultern "es kamen mehr Mühlen dazu und wir haben uns vergrößert".
Sie ritten durch das Eingangstor, direkt in ein reges Treiben hinein. Soodon war groß und dazu noch die erste Haltestelle für die Waren aus Diamantengang. Dementsprechend gab es neben Lagern, viele Verarbeitungs-Werke wie Mühlen, Werkstätten und Bäckereien.
Der Glockenturm ragte aus den ganzen Gebäuden heraus, seine tiefen Glockenschläge kündigten die nächste volle Stunde an.
Fast wäre ein Junge mit seinen Schubkarren in Victoria reingelaufen, hätte sie nicht abrupt angehalten.
„Weiber auf ihren Pferden“ spottete er, laut genug das es die drei hören konnten. Godfrey schaute ihn nach „Pass du besser auf wo du deine dumme Schubkarre hinfährst! Das kann ja selbst ich besser" verteidigte er Victoria, was ihn einen bösen Blick von den Jungen einbrachte.
Victoria musste schmunzeln „Danke Godfrey“. Der älteste atmete empört aus „Was gibt’s da zu danken? Er hat dich beleidigt, für das was er gemacht hat", er schüttelte seinen Kopf. Adennes schaute den zwei zu, ein schwaches Lächeln auf den Lippen.
Kian hatte sie damals auch immer beschützt, wenn die Berater ihr vorschreiben wollten was sie, als Frau zu bestimmen hatte und was nicht. Er wollte immer ihre Meinung haben, fast immer jedenfalls. Sie wusste nicht, warum er sie damals einfach so aus seinen Plänen verbannt hatte.
Es hatte weh getan. Tief in ihren Herzen das nie aufgehört hatte ihn zu lieben. Die Menschen auf den Dorfplatz wurden je weiter sie kamen, immer mehr und das verlangsamte sie ungemein. Also musste ein neuer weg her.
„Kommt mit, ich kennen eine Abkürzung“, sagte Victoria, die sogleich ihr Pferd in eine Seitengasse lenkte, gefolgt von Adennes.
Zur selben Zeit, schwebten zwei Schatten über die Türme des Schlosses von Diable.
„I sterb gleich!", schrie Dustin, seine Augen hatte er die ganze Zeit über, in der er von dem Dämon getragen wurde, mit den Händen verdeckt gehalten.
Hier in der Luft zu hängen war Horror für ihn. Finnian hingegen hatte sich mit dem Schicksal abgefunden „Oh schau mal das Schloss“ erkannte er das Gebäude unter ihnen wieder. Dustin schaute aus seinen Händen hervor.
„Des Schloss?" auch er erkannte die Türme wieder "Na! I geh net noch a mal zu den depperten Kini!".
Zu blöd, dass er keine andere Wahl hatte. Die Dämonen flogen durch das Tor und wenig später landeten Dustin und Finnian in zwei getrennten Zellen.
„Eh!“ Dustin rappelte sich auf, seine Hände griffen nach dem Stahl, so stark, dass seine Knöchel weiß wurden „Ihr kennt uns net einfach so einspeera".
Der Boden öffnete sich und wie aus einem schwarzen Loch kam der Teufel, in seiner Menschengestalt, hochgefahren. Finnian schaute weg, sein Körper zitterte, während Dustin wütend schnaufte.
„Endlich hab ich euch“ lachte er, der Unterton bestand aus puren Bösen. Gerade wollte er seine Dämonen loben, die neben ihn standen, da stutzte er „Warte, zwei?“.
Dustin hob eine Augenbraue „Ja? Kanst net zählen oder wos?" fragte er. Der Teufel fuhr sich übers Gesicht „Wo sind die anderen zwei?“ mit der Frage wendete er sich an die zwei Dämonen. Diese legten ihre Köpfe schräg und gaben fragendes Knurren von sich.
Mit jedem weiteren Geräusch flackerten die Augen des Teufels heller und heller „Das Messer hatte nur das Blut der zwei? Seit ihr euch sicher?". Mit einer allzu bekannten lila Wolke hielt der Teufel augenblicklich das Messer in seiner offenen Hand.
Er hielt es unter seine Nase, roch, ehe er zu den zwei schaute. „Tatsächlich“ er ließ einen schiefen Schrei raus „Was soll ich jetzt mit den zwei? Mir wurden vier Seelen versprochen, VIER! Nicht zwei, wie soll ich mich davon ernähren?".
Dustin zuckte mit den Schultern „ Woaß net, warum fragtn mich jedesmal jeder wos die etz mach'n solln? I hab die Antwort net".
Finnian schaute ihn fassungslos an "bitte sei einmal leise" flüsterte er, seinen Kopf gesenkt.
Dustin schüttelte den Kopf "ne, i hob allen Grund grad sauer zu sa. Wollt i wieder hier sah? Nah sicher net".
Der Teufel musterte ihn "Warum hast du keine Angst Mensch?" "Dustin" korrigierte ihn der Jüngste erst bevor er antwortete: "Vor wasn? Die paar Augen schreckn mie jetzt net ab, aßerdem is der Vertrog doch eh scho aufglöst", er verschränkte die Arme, den Teufel böse anfunkelnt.
„Was meinst du?“, fragte der Teufel, die 17 Augen schauten ihn alle an. Dustin musterte ihn von oben bis unten „I hab gesehn wie die onderen los gritten sind. Kann mir gut vorstelln das die bald koma."
Die Augen des Teufels brannten.
Wenn er nicht sofort handeln würde wären seine versprochenen Seelen Weg. "Na gut" er schnaubte, schwarzer Ruß kam aus seinen Nasenlöchern "dann nehme ich mir eben das, was übrig ist".
Im nächsten Moment öffnete sich die Tür zum Kerker und Kian kam herein. Dustin schaute auf "ah schau, wer da is, Heer i lass enk einmal durchs ganze Land jogn nur damit ihr ma Weib finds".
Kian schaute ihn empört an "Wie redest du mit deinem König?", "So wie ma mit an Depp red" gab Dustin zurück. Er wollte noch weiterreden, da schlang sich des Schwarzes des Teufels um seinen Mund.
"Nun mein Lieber" er bäumte sich vor Kian auf "ich will diese Seelen, aber wie? Wir können sie schlecht einfach so töten nicht? ".
Kian nickte "ja das wäre ungünstig, wir brauchen einen Grund" er schaute sich die zwei an. Finnian saß mittlerweile einfach in der Ecke, seine Augen voller Angst was passieren könnte. Dustin hingegen versuchte sich von den was seinen Mund umgab zu befreien, scheiterte aber.
Und dann kam es ihn in den Sinn. Rote Haare. "Lasst sie auf den Scheiterhaufen bringen, sie haben schwarze Magie betrieben!" Befahl er seinen Wachen, die sich sogleich in Bewegung setzten.
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Gingers
Fantasy// "Die Legende besagt, dass rotes Haar das Symbol des Bösen ist. Es vereint Feuer, Wut und Warnung zugleich. Diejenigen, die diese Haarfarbe tragen, werden als Nachkommen jenes Wesen angesehen, die einst aus dem Himmel verbannt wurde - den Teufel...
