Kapitel 34

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„Was, wenn ich das Baby in Finnland bekomme?"

Mit großen Augen sah Samu seine Freundin an. „Wait, what?" Sie lächelte unsicher und zuckte mit den Schultern. „Also ich dachte halt, weil- weil dann müssen wir nicht so tausendmal hin und her wegen der Verhandlung und dann nochmal so knapp vor Weihnachten nach Berlin zurück und wir wollten doch vor der Sache mit Baby eh mal in Finnland sein, so an Weihnachten und- und ich dachte...", sie wurde immer leiser bis sie doch ganz abbrach und verunsichert den Blick senkte. Die Tatsache, dass er gar nicht wirklich reagiert hatte, war nicht das was sie sich erhofft hatte und sie schluckte. „Wir müssen auch nicht, ich dachte-" „Are you really really really sure?", er hatte sie, immer noch ungläubig, unterbrochen und schüttelte den Kopf. Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Es hatte für ihn bis jetzt nicht einmal zur Debatte gestanden. Sicher, sie hatten beide gesagt bekommen, dass die vorangegangenen Komplikationen bei Charlies Geburt keinerlei Auswirkungen auf die Geburt ihrer Tochter nehmen würden. Doch gerade nachdem dieses Erlebnis für seine Freundin so traumatisch gewesen war, hatte er nicht wirklich damit gerechnet, dass sie ihr zweites Kind in einem anderen Land, in seinem Heimatland auf die Welt bringen wollen würde.

So war er auch dementsprechend sprachlos und nahm ihre Hände. „Rakas, das ist eine really big desicion! Du bist the one who gives birth. You need to feel comfortable, not me or anyone else!" Sie seufzte leise und nickte. „Versprichst du mir, dass du mich ausreden lässt? Dann erklär ich's dir..." Er nickte sofort und sah sie aufmerksam an.
„Das mit Charlie damals war schrecklich. So viele Menschen, Maschinen und irgendwie keine Sicherheit.", begann sie leise und rutschte ein Stück näher an ihn heran. „Ich hab so viel mit Liisa geredet, sie hat sich meine Berichte und Ultraschallbilder angesehen und hat mir versprochen sich das in Helsinki auch nochmal selber an zu schauen, aber sie hat auch gesagt, dass für sie nichts dagegen spricht die Kleine auch Zuhause und nicht im Krankenhaus auf die Welt zu holen..." Sie atmete tief durch und schloss die Augen. Der erste Teil war zumindest schonmal raus, doch sie war noch nicht fertig und holte ein zweites Mal Luft. „Und ich weiß, eine Geburt ist optisch nicht das Schönste und ich weiß auch, dass das vielleicht eine sehr komische Idee ist und du kannst auch nein sagen aber ich- ähm- Ich fühle mich sicher bei dir, also bei dir Zuhause, also in Finnland, in deinem Zuhause. Der Gedanke währenddessen dort, anstatt in einer Klinik in Berlin oder Helsinki zu sein, nimmt mir so viel Angst..."

Ein weiteres Mal wollte sie Luft holen, bis sie sich anschließend doch wieder unterbrach und leise seufzte. „Es ist schräg und viel verlangt, es ist dein Zuhause also würde ich das verstehen...", kam nur noch gemurmelt. Der Finne saß jedoch nach wie vor mit großen Augen und geöffnetem Mund vor ihr und musste erst einmal schlucken. „Yvonne, Yvi- You really would-?" Er schüttelte kurz den Kopf bevor er sanft ihr Kinn nach oben drückte. „You're really asking me if you could give birth at home? I mean-", sie nickte nur zaghaft und kurz schloss er die Augen, musste sich sammeln, bevor er sie wieder ansah. „Sag doch was dazu. Bitte...", dieses Abwarten machte ihr doch zu schaffen und so seufzte er. „Lässt du mich auch reden? Say my whole opinion on this?" Sie nickte sofort nervös und biss sich auf die Lippen.

„Wenn ich bin really honest... It's a bit scary to imagine you somewhere else than a hospital when Prinsessa arrives. Just because I want you to be safe Yvi! I want that there's the best possible way to help you and to make things as much easy as it can be. But-", er dachte nach. „Ich vertraue dir and your feeling, wenn du sagst, you're feeling safe and stronger at home. To be really honest in the other way...", ein verzaubertes Lächeln schob sich über seine Lippen und er zog sie noch etwas näher. „It really honours me, that you're feeling so comfortable and protected in Helsinki. You have no idea what that means to me!"
Sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn und lächelte sie an. „I'd do everything for you." Yvonne atmete leise auf und lächelte dankbar. „Wirklich?" Er nickte augenblicklich und sah sie dann etwas streng an. „Besides that, it's OUR home there too! I mean the whole 'es ist deine Zuhause' thing ist doch bullshit! We're a family now Yvi. We have homes! Not only me and not only you! And also this trash with saying ‚birth isn't beautiful', Jesus! That's the most magical thing ever!" Ihr Lächeln wurde noch etwas strahlender und verliebt drückte sie ihm einen Kuss auf die Lippen. „Danke!" Er lachte nur und dachte dann kurz nach. Schließlich wartete in Helsinki ja wirklich eine kleine Überraschung und schnell zog er sein Handy hervor.

Sei nicht so hart zu dir selbstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt