36~Ein gefährliches Spiel

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Song zu diesem Kapitel
Terrible Thing von AG

„Du bist so ruhig", sage ich leise, meine Stimme ein Hauch von Neckerei, während ich das Glas abstelle. „Es ist fast... beeindruckend. Aber auch ein bisschen langweilig."

Seine Augen blitzen, und ich sehe, wie seine Lippen sich zu einem schiefen Lächeln verziehen. „Langweilig?" wiederholt er, seine Stimme ruhig, aber tief genug, dass ich weiß, ich habe ihn getroffen.

„Mhm." Ich lehne mich leicht zurück, lasse meine Finger spielerisch über den Stiel meines Glases gleiten, während ich ihn weiterhin anschaue. „Ich meine, du sitzt hier, siehst aus wie jemand, der die Kontrolle über alles hat, aber ich frage mich...wie lange kannst du diese noch aufrecht erhalten?"

„Und du meinst, du wärst diejenige, die mich aus der Fassung bringen könnte?" fragt er, sein Tonfall herausfordernd, aber ich merke, wie er sich leicht nach vorne lehnt, als würde er meine nächste Bewegung studieren.

„Vielleicht", antworte ich und lasse meinen Blick für einen Moment zu seinen Lippen gleiten, bevor ich ihn wieder in die Augen sehe. „Vielleicht mache ich das ja gerade."

Er lacht leise, ein tiefes, raues Geräusch, das in meinem Magen vibriert. „Du scheinst sehr selbstsicher zu sein.''

„Warum sollte ich das nicht sein?" Ich beuge mich leicht vor, gerade so weit, dass er meinen Duft wahrnehmen kann. „Ich meine, du tust doch alles, um nicht zu offensichtlich zu wirken, aber..." Ich lasse meine Stimme abebben und lehne mich wieder zurück, spiele mit einer Haarsträhne, die über meine Schulter fällt. „Dein Blick verrät dich."

Sein Lächeln wird breiter, und er lehnt sich zurück. „Und was genau verrät er?"

„Dass du mich ansiehst, als wärst du kurz davor, etwas Dummes zu tun", sage ich frech.

Er schüttelt leicht den Kopf, sein Blick verengt sich, während er mich ansieht. „Dummes? Oder erwünschtes?"

„Das hängt davon ab, wie du dich verhältst." Ich ziehe eine Augenbraue hoch und nippe an meinem Wein, meine Augen nie von ihm abgewandt. „Aber ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass du dich traust."

„Oh, Iliana", sagt er leise, seine Stimme eine Spur dunkler als zuvor. „Du hast wirklich keine Ahnung, wozu ich mich traue."

„Ist das so?" Ich stelle mein Glas ab, lasse meine Finger wieder über den Rand gleiten. „Bis jetzt ist das alles nur Gerede. Ich brauche Beweise."

Er beißt sich auf sein Kiefer, sein Blick intensiv, als hätte ich ihn genau da, wo ich ihn haben wollte. „Du spielst ein gefährliches Spiel."

Mein Herz schlägt wie verrückt, doch mein Selbstbewusstsein überspielt es ausreichend gut. Ich schiebe es definitiv auf den Rotwein, von dem ich einen weiteren Schluck nehme. Es ist aber noch lange nicht genug, um mich betrunken zu machen.

„Welches ich gewinnen werde", sage ich mit einem herausfordernden Lächeln und lege meinen Kopf leicht zur Seite, sodass mein Hals noch deutlicher sichtbar wird. Ich sehe, wie sein Blick kurz dorthin wandert, und kann mir ein Lachen nicht verkneifen. „Du bist nicht so gut darin, deinen Fokus zu behalten, wie ich dachte."

„Oder vielleicht lasse ich dich einfach gewinnen", murmelt er, seine Stimme tiefer, rauer.

„Das glaube ich dir nicht", flüstere ich und beuge mich noch ein Stück näher. „Du wirkst nicht wie jemand, der gern verliert."

„Das tue ich auch nicht", gibt er zu, sein Blick gleitet langsam von meinen Augen zu meinen Lippen. „Aber bei diesem Mal fühlt es sich nicht so an, als würde ich verlieren."

Aiming at LoveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt