Diese Geschichte wird etwas... naja härter, also depressiv und so, nur so als Warnung. Also wenn jemand das nicht mag oder aushalten kann oder whatever: Don't read it. ;)
(Ich liebe dieses Video, dass ich angehängt habe. Ich könnte ihm den ganzen Tag zuhören. Ugh.)
Ich saß in meinem Auto, draußen hatte sich die Nacht fast schon ganz breit gemacht. Der fast volle Mond war so hell, dass er die Wolke hell in seinem kalten Licht erleuchten ließ hinter der er sich versteckte. Sterne waren kaum zu sehen. Nur hier und da lugten ein paar durch die vereinzelten Lücken zwischen den dichten Wolken und versuchten mit ihrem Licht meine Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Mit zitternden Fingern drehte ich den Schlüssel um und startete den Motor. Ich fuhr mir durch die Haare. Schweißperlen standen auf meiner Stirn und ich war unfähig klar zu denken. Meine Gedanken fuhren in meinem Kopf Karussell, jedoch so schnell, dass ich sie nicht mehr klar sehen konnte und manchmal flog einer aus dem Sog hinaus und erschlug mich, begrub mich unter seinem Gewicht.
Ich dachte nicht weiter darüber nach, ob ich in diesem Zustand fahren sollte. Alles, was ich wollte, war, so schnell wie möglich so weit wie möglich von hier weg zu kommen. Ich musste hier weg. Dringend.
Meine klamme Hand ergriff das Lenkrad und ich drückte voll auf das Gaspedal. Bloß nicht anhalten. Nicht stoppen. Ich raste über die Straße, bis ich die Häuser hinter mir gelassen hatte und nun schemenhafte Büsche, Sträucher und Straßenschilder an mir vorbeirauschten. Ich versuchte mich auf die Straße zu konzentrieren und unterdrückte weiterhin die Tränen. Mein Hals schmerzte und ich konnte kaum atmen, da ein dicker Kloß mir die Atemwege versperrte.
Ich hörte nur mein Keuchen und unkontrolliertes Schluchzen, den Motor und meine Gedanken.
Wie konnte das nur sein? Warum muss alles immer anders kommen? Ich wollte das so nicht. Das sollte so nicht sein. Und ich bin immer daran schuld. Kaum schaue ich etwas an, verändert es sich zum schlechten. Das sollte ich nicht sein. Oh mein Gott, was ist aus mir geworden? Das bin ich nicht. Das ist nicht, was ich sein sollte, was jeder sehen sollte. Was ist mit mir passiert? Warum wird alles, was einmal schön war, auf einmal von mir zerstört? Ich wollte das nicht.
Ich sah nichts mehr durch den Schleier meiner Tränen, die über mein Gesicht strömten und mich erblinden ließen. Meine Gedanken fuhren immer noch Karussell in hundertfacher Geschwindigkeit. Meine Finger umklammerten das Lenkrad so fest, dass meine Knöchel weiß herausstachen und sich meine Fingernägel in meine Haut rammten. Ich biss mir so fest auf die Lippe, dass ich Blut schmeckte, um den Schrei zurückzuhalten, der in meiner Kehle feststeckte.
Mit einer ruckartigen Bewegung riss ich das Auto herum, sodass die Reifen kreischend protestierten und bremste im Schutz der Bäume. Ich schaltete den Motor aus und da war nur noch ich es, der Geräusche machte. Der Druck in meinem Hals war nicht mehr auszuhalten und ich schnappte verzweifelt nach Luft. Schnell riss ich die Tür auf und stolperte hinaus in die kühle Nacht.
Ich rannte einfach los. Ließ dem Druck in meinem Hals freien Lauf. Ich schrie, bis meine Stimmbänder schmerzten, und weiter. Ich schrie einfach weiter, schrie alles hinaus, lief weiter, ohne anzuhalten.
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