Ich fühle mich in jeder Sekunde von ihm beobachtet. Als würde er mir zuschauen. Als wäre er immer bei mir. Dieses Gefühl bereitet mir eine Art der Sicherheit und ich fühle mich wohl bei der Vorstellung, auch wenn es albern ist. Wenn ich rausgehe, stelle ich mir machmal vor, er würde einfach hinter einem der Bäume auftauchen, "Hallo" sagen und mich in den Arm nehmen. Ich würde ihn küssen und wir würden Hand in Hand unseren Wege gehen. Bei jedem Hallo an ihn bin ich unglaublich aufgeregt. Doch ist es das schönste Gefühl, was es gibt und ich glaube bei niemandem sonst schleicht sich ein so breites Lächeln in mein Gesicht. Nach jedem "Tschüss" freue ich mich auf das nächste "Hallo" aus seinem Mund.
Ich schließe meine Augen, stelle mir vor, er würde wieder neben mir liegen. Wir lagen einfach nur da, stundenlang, ohne, dass unsere Zungen ein Wort formten. Unsere Stirn und Hände berührten sich sachte. Unsere Nasenspitzen streiften sich ab und zu. Ich mag seine Hände. Wenn sein Daumen sanft über meine Haut fährt, als würde er sich vorsichtig an mich herantasten. Als wäre ich zerbrechlich und kostbar. Neben ihm fühle ich mich etwas wert und das ist das größte Geschenk, das er mir macht.
Alles, was ich will, ist, ihn kennenlernen, ich will, dass er mich kennt. Ich will mit offenen Augen durch eine Welt gehen, in der ich gerne lebe und in der ich weiß, dass jemand genau so gerne "Hallo" sagt, wie ich ihm auch. Ich würde so gerne aus den Schatten der Bäume treten, mein Schweigen brechen und ihm einfach nur sagen, was ich fühle und was ich mir erhoffe. Aber ich bin zu feige dafür, deshalb hoffe ich darauf, dass er sich von sich aus an mein tiefstes Inneres herantastet, um genau das zu finden, was ich nicht aussprechen kann.
Ich erinnere mich an seinen warmen Atem nahe meinem Gesicht. Ich habe seine Nähe genossen und dachte daran, diesen Moment und dieses wunderbare Gefühl der Geborgenheit in meinen Erinnerungen zu konservieren. Deshalb spüre ich immer wieder, wenn ich nur kurz blinzle seine Hand an meiner Wange und in der kurzen Dunkelheit schimmern seine dunklen Augen mit den wilden fast durchsichtigen Wimpern auf, die meinem Blick nicht ausweichen, sondern mehr seinen Kontakt suchen. Anfangs konnte ich diesem Ausdruck seiner Augen fast nicht standhalten und senkte immer wieder scheu meine Augenlider. Aber mittlerweile fällt es mir schwer seinen Augen zu entkommen, bin gefesselt von ihm.
Und fasziniert, dass ich fähig bin so zu fühlen. Ich fühle mich lebendig, wenn ich an ihn denke. Ich werde fast schon ausgelassen. Dass der ganze Kram der Vollkommenheit des Zusammenseins kein übertriebener Unfug ist, erschlug mich fast. Diese Erkenntnis erfüllt mich mit Hoffnung und gleichzeitig ängstigt es mich zu Tode. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass auch dieser Hochflug enden wird. Aus dem einfachen Grund, dass ich es nicht anders kenne. Aber mit ihm fehlt mich nichts und alles, was ich hoffen kann, ist dass es so lange wie möglich so, wie es jetzt ist, bleibt, dabei ist es egal, ob es nur Monate, oder Jahre sind. Ich werde es hinnehmen und mich solange an jedem Moment mit ihm erfreuen. Das ist mein verzweifelter Versuch meine hartnäckigen Unsicherheitzu ersticken. Die starrsinnigen und aufmüpfigen Selbstzweifel.
Am liebsten höre ich gemeinsam mit ihm Musik. Egal, was. Musik ist das beste Mittel sich mitzuteilen und sich stückweise preiszugeben, ohne reden zu müssen. Ich rede nicht gut und gerne. Dafür höre ich umso mehr Musik. Und umso mehr bin ich daran interessiert, welche Musik andere Menschen gerne hören. Die Musik erlaubt es mir mir ein Bild der Person mir gegenüber zu machen, ohne, dass ich in ein tiefgehenderes Gespräch verwickelt werde. Und seine Musik gefällt mir. Sie eröffnet mir neue Türen, lässt mich staunen und mich selbst vergessen. Ich war verblüfft, wie gut mir sein Musikgeschmack gefiel. Ich begann die Musik, die er mir zeigte, zu lieben.
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Twenty One Pilots |-/ OneShots
FanfictionEin paar Kurzgeschichten über twenty one pilots. Hoffe du hast Spaß beim Lesen. Stay alive my fren! |-/
