-nach einer wahren Begebenheit-
(Das wollte ich schon immer mal schreiben. xD)
Die Kälte fraß sich langsam durch Schule und Jacke. Ich wippte auf meinen Zehenspitzen und versuchte über die Köpfe der Menschenmenge, die die endlos wirkende Schlange vor mir bildeten, zu sehen. Die Warteschlange reichte bis um die nächste Hausecke 100 Meter weiter. Und wir hatten das Glück uns doch noch ein bisschen früher als geplant angestellt zu haben. Hinter uns war die Schlange noch mindestens genau so lange.
In der Luft hing der Geruch des Rauchs der qualmenden Gruppe vor uns und er stieg mir mit jedem Atemzug in die Nase. Überall Menschen mit teurem gekauften Merch, total aufgestylt und aufgeregt. Ich selbst trug ein graues T-Shirt, das ich selbst mit einer Forest-Zeile beschrieben hatte. Viele Jugendliche in meinem Alter waren da, aber auch mehr Erwachsene als erwartet. Wir redeten nicht viel und hörten den Gesprächen der Fans um uns herum zu. Ab und zu musste ich schmunzeln oder einem inneren Impuls widerstehen einfach in eine Unterhaltung hinein zu platzen.
Ich grinste meinen Bruder an, der neben mir stand, die Hände tief in den Jackentaschenvergraben. Er war eigentlich nur dabei, weil ich noch nicht volljährig war, doch er fiel mit seiner schwarzen Kleidung und Sidecut überhaupt nicht auf. Genauso wenig wie das Mädchen mit dem Blümchenkranz auf dem Kopf. Beide passten vollkommen ins Bild.
Dabei kam ich damals nur wegen ihn auf twenty one pilots. Er hatte mir Car Radio und Holding Onto You gezeigt. Ich wusste, dass er als Schlagzeuger Josh Dun sehr schätzte und bewunderte. Er war mindestens genau so gut wie Josh. Das hatte ich ihm nie gesagt. Wir waren beide keine Menschen der Worte.
Die Menge vor uns setzte sich in Bewegung. Ein paar Schritte, dann standen wir wieder auf der Stelle. Nervös trat ich von einem Fuß auf den anderen. Mein erstes Konzert "alleine". Twenty one pilots. Live. Oh mein Gott. Trotz allem fühlte es sich immer noch so unreal an. Wir waren extra sieben Stunden nach Wien gereist. Den Tag über hatten wir uns mit meinen Eltern, die gerade irgendwo essen waren, die Stadt angesehen. Dabei hatte ich dauerhaft nach den bekannten Gesichtern ausschau gehalten. Natürlich erfolgslos. Alles, was ich von weitem sah, war eine Gruppe von Typen in schwarzen Klamotten, wobei ich, ein Lachen unterdrückend, dachte, einer von ihnen sehe Brendon Urie verdammt ähnlich. Dann waren sie schon außer Sichtweite
Eine gefühlte Ewigkeit später kam der Eingang immer näher. Endlich. "Irgendwelche Bomben dabei?", fragte einer der Sicherheitsleute am Eingang gut gelaunt. Lachend verneinten wir. Trotzdem wurden wir abgetastet.
Nachdem wir unsere Jacken abgegeben hatten, machten wir uns auf den Weg zu unseren Plätzen. Wir hatten Sitzplätze oben auf einer der Tribünen. Mir war das fast lieber, als unten zu stehen. Ich bin nicht gerne in Menschenmassen. So hatte ich meinen eigenen Platz, auf den ich nicht mal aufpassen musste. Ich ließ meinen Blick über die sich füllende Halle gleiten. Die Menge unter mir war rot gesprenkelt durch die vielen roten Mützen.
Ich drehte mich zu meinem Bruder um. Er zeigte in dem gleichen Moment auf den abgesperrten Teil rechts von der Bühne. Ich sprach seinen Gedanken aus: "Man kann hinter die Bühne schauen!" "Jep", erwiderte er. "Schau mal der da." Ein Mann zog sich an dem Türrahmen hoch und mein Herz setzte einen kurzen Moment lang aus. Wenn das nicht Tyler war, fresse ich einen Besen.
Die Vorband "Bry" begann zu spielen. Sie waren gut. Ich versuchte mir den Namen einzuprägen um später mal nach ihnen zu suchen. Der Ire bettelte gerade zu liebenswürdig, dass man sich sein neues Album anhört. Okay, dachte ich. So schnell kann man mich anwerben. Er kündigte seine "Lieblingsband" twenty one pilots, die die beste Show aller Zeiten machen, an.
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Twenty One Pilots |-/ OneShots
Fiksi PenggemarEin paar Kurzgeschichten über twenty one pilots. Hoffe du hast Spaß beim Lesen. Stay alive my fren! |-/
