Zuerst vielen Dank für euer positives Feedback und vor allem für eure Geschichten von euren twenty one pilots Konzerten zum letzten Kapitel.
Es hat mir so viel Spaß gemacht eure Storys zu hören!
Sooo jetzt geht's los.
Mit großer Mühe quäle ich mich aus dem Bett. Kalte Luft umschlingt meinen vom Schlaf gewärmten Körper und einmal mehr wünsche ich mich ins Land der Träume zurück. Aber einschlafen kann ich jetzt auch nicht mehr. Ich überwinde mich dazu den schweren Rolladen hochzuziehen und werde beim Anblick der Landschaft draußen mit einem Mal hellwach.
Die Dächer sind mit einer ordentlichen Schicht Puderzucker überzogen und glitzern in der schwachen Morgensonne. Bäume und Sträucher tagen eine zusätzliche weiße Last auf ihren Ästen. Auf dem Fensterbrett sehe ich die kristallisierten Wassertropfen. Einer anders als der andere. Noch einmal lasse ich meinen Blick über die veränderte Welt hinter der Fensterscheibe gleiten. Versuche es mir einzuprägen, damit ich das ganze nächste lange Jahr diesen Anblick im Gedächnis habe. Ein kleines Wunder.
Wie jedes Mal, wenn es passiert und sich die Gegend in ein Winterwunderland verwandelt, fühle ich mich in meine frühe Kindheit zurück versetzt. Ein Gefühl der Freude, Aufgeregtheit und Weihnacht steigt in mir auf und ich habe das starke Bedürfniss das kalte Weiß anzufassen. Aber andererseits will ich die Kälte nicht ins Zimmer lassen.
Also sehe ich es nur an. Und es wird mehr. Die Wolken öffnen sich erneut und die Tropfen kommen als geforene Flocken auf die Erde nieder geschwebt. Fasziniert sehe ich dem sachten Schauspiel zu. Sanft und Anmutig landen die Kristalle auf dem Boden und gesellen sich zu dem bereits dort liegenden Schnee. Ich ahne schon das Geäst unter dem Gewicht ächzen zu hören.
Das Schneetreiben wird immmer stärker und irgendwann ist es ein einziger weißer Schleier, der den Himmel hinabweht und sich mit der glitzernden Erde vereint. Die Schneeschicht wird immer dicker. Man kann ihr beim Wachsen beinahe zuschauen.
Sofort assoziiere ich große Schneemänner mit Karottennasen und Töpfen als Hüte. Vor eisiger Kälte laufende Nasen und tränende Augen. Spaziergang im Schnee, draußen in der bitteren Kälte, eingepackt in mehreren Schichten Kleidung. Vor Kälte gefühlslose Finger. Versuchen auf den unberührten Schneestücken einen schönen Fußabdruck zu hinterlassen. Schlitten fahren. Schneeengel in dem Neuschnee. Weihnachtsfilme, wie "Edward mit den Scherenhänden", "Täglich grüßt das Murmeltier" und "Die Eiskönigin". Gemütliche Kleidung, im warmen Wohnzimmer mit Plätzchen und heißem Getränk. Winteressen mit der Familie. Der Hund, der versucht die Scheebälle, die man ihm zuwirft, zu fangen und dann der verwunderte Blick, wenn er ins Leere beißt. Die Aussicht auf die weißen Hügel Waldes. Ruhige weihnachtliche Musik. Der Duft nach Kerzen, Lebkuchen, Tannennadeln und Glühwein. Weihnachten und Kindheit.
Doch vor allem scheint der Schnee Stress und Lärm einfach zu schlucken, wie eine Schallwand. Er strahlt eine niemals endende Ruhe aus, die unzerstörbar ist. Ich habe keine Lust an das Alltagsleben zu denken. Die Welt ist mindestens für heute kein Alltag mehr, sondern Ausnahmezustand. Sonntag und Schnee. Daraus lässt sich etwas machen.
Noch einmal betrachte ich gefesselt das rege Treiben draußen, dann wende ich mich ab. Die Vorhänge lasse ich heute mal offen.
Doch der einzige wirklich relevante Gedanke ist der an den Jungen mit den pinken Haaren. Schnell haste ich zu meinem Bett zurück, lasse mich daurauf fallen und schlage die Decke wieder über meine Beine. Hastig greife ich nach meinem Handy und öffne den Chat mit Josh.
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Twenty One Pilots |-/ OneShots
FanficEin paar Kurzgeschichten über twenty one pilots. Hoffe du hast Spaß beim Lesen. Stay alive my fren! |-/
