2. Gespräch | Sarah (Brillenträgerin)

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2. Gespräch — Brillenträgerin
Sarah [🇬🇷]

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„Darf ich mich hinsetzen?"

„Natürlich darfst Du das! Dieses Café ist immer so voll, aber ich bin so gerne hier."

„Ich bin zum ersten Mal in Athen und habe gleich dieses Café entdeckt. Ich bin übrigens der Paul!"

„Sarah! Bist du heute erst angekommen?"

„Gestern am Abend."

„Gefällt's dir bis jetzt?"

„Sehr! Nun ja. Ich bin nicht einfach so auf Weltreise. Ich studiere und reise, weil ich mir als Aufgabe genommen habe, so gut es geht mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen zu reden. Ist es okay, dass ich mit dir als Brillenträgerin rede?"

„Das ist sehr cool, Paul! Und natürlich können wir darüber reden. Was möchtest du denn wissen?"

„Trägst du seit deiner Geburt eine Brille?"

„In der Tat. Seit zwanzig Jahren schon!"

„Hast du oft negative Kommentare hören müssen?"

„Es geht. Als Kind hat man natürlich hin und wieder komische Kommentare gehört. Wie Brillenschlange zum Beispiel. Es ist auch öfter schon passiert, dass wenn ich meine Brille auszog, um sie zu reinigen, meine Freunde ihre Finger in die Höhe hielten und fragten, wie viele ich sehe."

„Die dachten wahrscheinlich auch, du siehst absolut gar nichts ohne deine Brille."

„Wahrscheinlich, haha! Nun ja, aber je älter ich geworden bin, umso mehr haben die Leute damit aufgehört. Und meine über zwanzigjährigen Freunde werden auch nicht mehr Brillenwitze machen."

„Verständlich! Was sind denn deine absoluten Hassmomente als Brillenträgerin?"

„Definitiv wenn ich mich auf die Seite lege und wenn es regnet."

„Das ist bestimmt echt nervig!"

„Sehr."

„Aber gefällt es dir dennoch, eine Brille zu tragen?"

„Hin und wieder wünsche ich mir keine Brille zu tragen, aber mein Gott. Ich bin froh darüber, dass ich überhaupt die Möglichkeit dazu habe, sehen zu können."

„Das stimmt, Sarah. Ich wünschte, jeder würde das so sehen und so denken."

„Danke, Paul!"

„Aber dir steht deine Brille wirklich sehr gut!"

„Sehr nett. Vielen Dank, Paul!"

„Gerne!"

„Du, ich würde noch viel mehr mit dir reden, aber ich habe noch etwas vor. Fliegst du heute ab?"

„Morgen erst!"

„Dann wünsche ich dir noch ganz viel Spaß! Hoffentlich lernst du sehr viele freundliche Leute kennen! Ich habe mich gefreut, dich kennenzulernen."

„Danke, Sarah! Ich habe mich auch gefreut dich kennenzulernen. Bis dann!"

„Pass auf dich auf, Paul."

„Du auch, Sarah."

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