Vierundzwanzig

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Leichter Schmerz breitete sich in Harrys Körper aus, als er das nächste Mal seine Augen öffnete. Das helle Licht, welches von draußen ins Zimmer schien, blendete Harry etwas, woraufhin er sich die Decke über den Kopf zog. Doch nicht mal eine Sekunde später riss Harry die Decke von seinem Körper und setzte sich ruckartig auf.

"Scheiße.", murmelte er nur, legte seine Hände in sein Gesicht, als ihm klar wurde, dass es bereits der nächste Tag und somit auch Schule war, zu welcher er nun wohl völlig zu spät war. Und, dass Louis nicht wie erhofft neben ihm im Bett lag machte ihn nur noch ängstlicher. Kurz ertönte allerdings ein poltern, was Harry kurz aufschrecken ließ.

In Harry breitete sich Hoffnung aus, dass es vielleicht Louis war, aber nach dem Poltern war nichts mehr zu hören, weshalb sich der Lockenkopf dazu entschloss aufzustehen und selbst nach Louis zu suchen.

Mit den Gedanken an ihre gemeinsame letzte Nacht und einem schmalen Lächeln auf den Lippen stand Harry auf, doch schon nach den ersten beiden Schritten spürte er einen stechenden Schmerz von seinem Hintern ausgehend. Noch bevor er einen Schritt weiter gehen konnte setzte er sich wieder aufs Bett und presste seine Lippen feste aufeinander.

"Ouch.", wimmerte Harry leise, als er sich wohl doch zu schnell und feste aufs Bett setzte und so der Schmerz in seinem Hintern doller wurde. Harry hatte zwar irgendwie mit leichten Schmerzen gerechnet, aber nicht mit so einem heftigen ziehen. Natürlich bereute Harry nichts, was am Tag zuvor geschehen war, denn um Louis so nahe zu sein würde er alles auf sich nehmen, selbst so starke Schmerzen.

Gerade, als Harry nach Louis rufen wollte, kam dieser durch die Zimmer Tür, in der Hand hielt er eine Brötchentüte und angezogen war er auch. "Wo warst du?", fragte Harry neugierig, wollte eigentlich aufstehen und auf Louis zuzugehen, ließ es dann aber lieber doch bleiben.

"Ich war beim Bäcker gewesen und habe ein paar Schokobrötchen geholt. Ach ja, und ich habe eben noch mit deiner Mum telefoniert und ihr gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen braucht und du bei mir bist. Sie meinte zwar, dass sie die ganze Nacht nicht schlafen konnte, aber jetzt ist sie wenigstens etwas beruhigt.", schmunzelte Louis, legte die Brötchentüte neben Harry aufs Bett und zog sich dann seine Hose und sein Pulli wieder aus.

Zuerst beäugt Harry seinen Freund skeptisch, bis sich dieser dann wieder ins Bett legte und die Decke über sich zog. "Wieso sitzt du da eigentlich so am Rand?", fragte Louis mit zusammengezogenen Augenbrauen, setzte sich dann etwas auf, um seine Finger um Harrys Handgelenk zu schlingen. "Ich wollte gerade eigentlich nach dir suchen, aber naja, ich wusste nicht, dass es so sehr weh tun würde.", gab Harry etwas beschämt zu, setzte sich dann ganz vorsichtig neben Louis, darauf bedacht keine ruckartigen Bewegungen zu machen, und zog die Decke ebenfalls über sich.

Harry merkte, dass Louis ihn fragend ansah und wohl nicht genau wusste, was er damit meinte, doch dann weiteten sich Louis Augen und sein Blick wanderte etwas nach unten, wo sich sein Hintern befand. So sah es jedenfalls aus, denn schließlich saß Harry, also konnte man sein Po nicht wirklich sehen. "Oh, tut es sehr weh?", fragte Louis vorsichtig, griff nach der Tüte und reichte Harry ein Schokobrötchen.

"Das sagte ich doch eben.", schmunzelte Harry und biss von dem Gebäck in seiner Hand ab, wollte sich gerade wieder hin legen, als ihm einfiel, dass er ja eigentlich zur Schule musste. "Louis, wieso hast du mich eigentlich nicht geweckt?", wollte Harry dann ruhig wissen, da es sich jetzt sowieso nicht mehr lohnte zur Schule zu gehen. Es war nicht so, dass Harry gerne zur Schule gegangen wäre, aber seine Noten gingen so langsam wirklich den Bach runter, also war es nicht wirklich schlau einfach so einen Tag ausfallen zu lassen. 

"Ich dachte mir, dass du vielleicht lieber einen Tag mit mir im Bett bleiben willst, kuscheln und so. Ich habe auch deiner Mum gesagt, dass es dir nicht gut geht.", erklärte Louis, legte sich dann hin, was Harry ihm gleich tat und seinen Kopf auf Louis' nackten Oberkörper legte. Die Schokobrötchen waren wie vergessen, als Louis seinen Arm um Harrys noch immer nackten Körper legte und ihn näher zu sich zog.

"Das stimmt. Und mir geht es wirklich nicht gut, oder eher gesagt meinem Hintern.", grinste Harry dann in Louis' Brust, legte sein Bein über die Mitte des Blauäugigen.

"Hast du eigentlich mal gesehen, was du mit meinem Hals angestellt hast? Wie soll ich das meine Mum erklären, wenn sie morgen wieder kommt?", fragte Louis nach einem Moment der Stille, in der Louis nur mit seiner Hand Harrys Oberschenkel entlang fuhr, was diesem fast wieder zum einschlafen brachte, da es so beruhigend war.

Um ehrlich zu sein hatte Harry nicht wirklich auf Louis' Hals geachtet. Sobald er wieder ins Zimmer gekommen war hatte Harry nur an seine Mum gedacht und daran, was für Sorgen sie sich gemacht haben musste. Aber nun, wo er diese Gedanken los war, richtete Harry sich etwas auf und drehte Louis' Kopf so, dass er einen gutem Ausblick auf die linke Seite seines Hals hatte.

"Oh.", brachte Harry nur mit geweiteten Augen heraus, als er sah, von wie vielen Knutschlflecken Louis' Haut an seinem Hals und an seinen Schlüsselbeinen geziert wurde. Es waren sogar leichte Kratzer zu sehen. "Genau, oh.", lachte Louis leicht und zog Harry zu sich, so dass er auf ihm lag, seinen Kopf auf seine Brust gelegt. "Tut mir leid. Ich habe nicht gedacht, dass es so doll ist.", versucht sich Harry zu entschuldigen, küsste dann leicht Louis' Schlüsselbein und vergrub seinen Kopf dann in seiner Halsbeuge.

"Wenn sie morgen wieder da ist werde ich ihr von uns erzählen." Diese Worte ließen Harry unmittelbar aufschrecken, was einen kleinen Schmerz in seinem Hintern hervor rief. "Ouch.", wimmerte er erst, bis ihm wieder klar wurde, was Louis da eben gesagt hatte. "Meinst du das ernst?", strahlte Harry voller Freude, woraufhin Louis nur grinsend nickte und seine Hand in Harrys Haare, welche nun wieder gelockt auf seinem Kopf lagen, vergrub und ihn an sich heran zog, bis ihre Lippen sich nur noch wenige Zentimeter trennten.

"Ich meine es vollkommen ernst.", grinste Louis, legte dann seine Lippen leicht auf Harrys, woraufhin dieser die Augen schloss und sich breitbeinig auf Louis' Mitte setzte, sich aber noch immer etwas nach unten beugte, da Louis noch lag. In Harry schrie alles nach mehr, als Louis mit seiner Zunge in seinen Mund fuhr, leicht mit seinen Fingern Harrys Rücken entlang strich, aber der Lockenkopf wusste, dass er eine zweite Runde nicht mitmachen konnte. Schließlich tat ihm sein Hintern schon fast bei jeder zweiten Bewegung weh.

Langsam ließen sie den Kuss ausklingen, gaben sich immer wieder kleine Küsse, auf den Mund, die Wange, die Nase, auf dem ganzen Gesicht. Harry war so glücklich.

"Harry?", flüsterte Louis leise, gab Harry einen letzten Kuss auf die vollen Lippen "Ja?", flüsterte Harry nur zurück, musterte Louis' Gesichtszüge, seine strahlend blauen Augen und, wie sich seine Lippen zu einem schmalen Lächeln formten.

"Ist zwischen uns alles okay?", fragte der Wuschelkopf dann nach, etwas ängstlich, wie Harry bemerkte. In Harry bildete sich ein großes Fragezeichen. War zwischen ihnen alles okay? Er wollte nicht, dass sie ihren Problemen aus dem weg gingen, aber auch wollte er sich nicht mit Louis streiten. Er entschloss sich dazu die Situation einfach auf sich beruhen zu lassen und den Moment zu genießen.

"Ja, es ist alles okay."

"Danke."

"Bedanken dich nicht."

"Okay."

Kurz schimmerten Louis' Augen verdächtig, doch dann räusperte er sich und nahm Harrys Hand in seine, strich leicht über seinen Handrücken. "Willst morgen mit zum Bahnhof, Eleanor und Danielle wegbringen?", fragte Louis dann, sah Harry starr in die Augen, was ihm eine Gänsehaut bescherte.

"Klar.", sagte Harry nur, ehe er sich wieder neben Louis legte und sich an ihn kuschelte. Tief atmete Harry durch, nahm so Louis' Duft in sich auf. Er roch etwas nach Deo und Schweiß, aber es war nicht unangenehm. "Vielleicht sollten wir mal duschen.", murmelte Harry mit halb offenen Augen.

"Vielleicht.", gab Louis nur zurück, sah dabei zu, wie Harry aufstand und sich mit langsamen Schritten in Richtung Badezimmer begab. Louis sah ihm nach, blickte auf seinen nackten Hintern und musste leicht lächeln.

"Wie sehr ich dich doch liebe.", murmelte Louis, ehe er Aufstand und Harry ins Badezimmer folgte, wo sie dann zusammen lange und heiß duschten. Beiden war klar, dass der nächste Tag kein normaler sein würde. Aber auch keiner hatte Gedacht, dass es so eskalieren würde.

Ice Cream [Larry Stylinson]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt