Eine Endeckung

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(Spielt im ersten Teil)

Hicks' Sicht

Ich ging nach meinem ersten Drachentraining noch mal in den Wald. ,,Oh Thor wie soll das nur ausgehen, ich hab es doch nicht einmal geschaft, einen gefesselten und verwundeten Drachen zu töten, wie soll das dann mit einem frei fliegenden Drachen klappen'' dachte ich verzweifeld. Ich sah mich um und suchte nach der Stelle an dem ich gestern den Nachtschatten los geschnitten hatte. Nur kurze Zeit später fand ich es auch, neugierig und interiessert, nahm ich das Seil noch mal in die Hand. ,,Warum du nicht?'' murmelte ich. Warum hatte dieser Drache mich am Leben gelassen, Dachen gelten doch als grausam und gnadenlos und dann auch noch ein Nachtschatten der heilige Sprössling von Blitz und Tot persönlich. Ich lief weiter durch den Wald und suchte nach Spuren des schwarzen Drachens, ich ging durch einen Felsspalt und sah dann einen wunderschönen Talkkässel. Die Vögel zwitscherten und alles schien so friedlich, so perfeckt. Als ich auf dem Boden sah endeckte ich etwas schwarzes, es sah aus wie Schuppen, ich hob es auf und strich mit dem Finger darüber, es war definitiv eine Nachtschattenschuppe. In diesem Moment sprang etwas Schwarzes neben mir an die Felswand und ich fiel vor Schreck nach hinten. Als ich dieses Etwas erblickte setzte mein Herz kurz aus denn es war der Nachtschatten, er versuchte anscheinend aus dem Talkkässel zu klättern. Doch vergeblich er rutschte ab, fiel hinunter, gleitete über den See und landete am anderen Ufer. Ich wolte und muste mir das einfach näher ansehen, also sprang ich auf einen kleinen Abhang, setzte mich geduckt hin, nahm mein Natizbuch heraus und zeichnete das prächtige Tier. ,,Warum fliegst du nicht einfach weck?'' fragte ich mich, doch diese Frage erübrigte sich als ich ihn mir genauer ansah, denn da fiel mir auf das er nur eine Schwanzflosse hatte. ,,Also kanst du nicht fliegen'' dachte ich wärend ich ihn weiter beobachtete, er war so prachtfoll, so wunderschön, so elegand, so unbeschreiblich beeindruckend und ich hatte ihm das angetan. Ich hatte ihn abgeschossen, ihn verwundert, ihm das fliegen genommen und warum, weil ich akzebtiert werden wolte, weil ich dazu gehören wolte, weil ich nicht mehr gedemütigt werden wolte. Deswegen hatte ich ihm das wichtigste genommen was ein Drache hat, das fliegen. So in Gedanken versunken merkte ich zuspäte das mein Strift aus meiner Hand glied, ich versuchte noch danach zu greifen, doch ich ereichte ihn nicht mehr rechzeitig und er fiel die Klippe hinunter. ,,Oh nein jetzt endeckte er mich!" dachte ich panisch und hatte recht, der Nachtschatten sah in meine Richting. ,,Scheiße! Oh bitte greif mich nicht an'' schrie ich innerlich, doch hingegen meiner Erwartungen geschah nichts. Deswegen beugte ich mich noch ein bischen vor um ihn besser sehen zu können. Ich sah ihn mir genau an und neigte dabei meinen Kopf zur Seiten, als ich dies jedoch tat, machte er mir nach. ,,Warum, macht er mir nach, ist er wohl genau so neugierig auf mich, wie ich auf ihn?'' Doch wärend ich darüber nachdachte fiel mir wieder ein das ich mich ja noch mit Grobian und den anderen in der Großen Halle treffen muss ,,Oh nö'' dachte ich und machte mich schließlich auf den Weg zum Treffpunkt. Bedauerlicherweise fing es schon nach kurzer Zeit an wie aus Eimern zu schütten, ich ging jedoch trotzdem nicht schneller den im  vergleich zu einem Treffen mit Rotzbacke und co. war der Regen trotz seiner Kälte garnichts.

Als ich nach einer Zeit dann doch in die Große Halle ging, war ich föllig durchnäst. Ich hörte noch wie Rotzbacke Astrid anmachte und verdrehte die Augen, dieser Typ verstehts nie, ich nahm meinen Teller und ging an Rotzbacke vorbei. Er zeigte mir ganz deutlich das ich hier nicht erwünscht war indem er immer so rutschte das ich mich auch ja nicht setzten konnte. Nun fragte Grobian in die breite Runde ,,Und was hat Hicks falsch gemacht?'' ,,Oh Grobian wenn du nur wüstest'' dachte ich. Doch die Anderen hatten andere Idenn wie: ,,Er war dabei''; ,,Er hat sich nicht fressen lassen'' oder ,,Er ist nie da wo er sein soll!''. Nun ging Grobian zum Tisch legte ein Buch darauf. Er erklärte dass, das das Buch der Drachen sei und dort alles bekannte über Drachen drinstehe. ,,Das glaub ich nicht'' dachte ich wärend ich in mich hinein grinste, dann meinte Grobian das es wegen dem Gewiter heute keine Angriffe mehr geben würde und wir lernen solten. Die anderen waren geschockt, die Zwillinge meinten sie würden auf dem Friedhof lesen, Rotzbacke wolte lieber alles töten was nicht bei drei auser Reichweite  ist, Fischbein schwermte von dem Buch und Astrid tat einfach garnichts. Dann standen alle bis auf Astrid auf und verliesen die Große Halle, ich ging zu Astrid und fragte Sie ob wir es uns teilen wollen. Doch Sie sah mich nur abfällig an, schob das Buch zu mir und meinte: ,,Hab's schon durch''. ,,Ja dann hab ich's ganz allein, wow also ok  dann sehen wir uns dann Morgen wieder'' rief ich ihnen hinterher. Geknickt schnaufte ich, sie wolten nichts mit mir zu tun haben, schon klar. Ich nahm das Buch in die Hand, zog mich zurück und wartete darauf das die Große Halle lehr wurde. Ich wolte das Buch lieber in Ruhe und unbeobachtet lesen, als die Halle dann lehr und dunkel war zündete ich zwei Kerzen an, setzt mich an den Tisch und begann zu lesen. Egal wohin ich sah überall stand nur ,,Extrem gefährlich'' oder ,,Sofort töten''. Ich blätterte immer weiter bis ich den Nachtschatten endeckte, dort war kein Bild, denn ,niemand, hatte ihn ja je gesehen oder erlegt, bis auf mich. Ich las was darunter stand, nach diesem Buch war die einzige Überlebenschoss verstecken und beten das er einen nie findet. Erfürchtet nahm ich mein Buch mit der Zeichnung des Drachen hervor und legte es hin. Das war ein Nachtschatten, ich hatte ihn gesehn und gezeichnet, vielleicht war er ja doch kein gnadenloser Killer, ja was wenn alles in diesem Buch falsch ist? Morgen werde ich wieder zu ihm gehen und es heraus finden. Mit diesem Gedanken machte ich das Buch zu und ging nach Hause.

1018 Wörter

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