Heißes Eisen

238 8 0
                                        

Hicks stand in der Schmiede und starrte in die Glut. Der Junge hatte sich heute beim Training verletzt und nun einen tiefen Schnitt im Oberarm. Hicks hatte sich über die Jahre angewöhnt seine Verletzungen selbst zu heilen.

Rückblende:

Ein 8-jähriger Hicks stand in der Schmied und zitterte vor Angst. Er wollte mit den anderen Kindern spielen, dich diese waren gemein zu ihm, hatten ihn geschlagen und ihn mit einem Messer in den Oberschenkel geschnitten. Der kleine Junge wollte nicht zu seinem Vater gehen, da er dachte, dieser wäre enttäuscht von ihm. Aus diesem Grund konnte er auch nicht zur Heilerin gehen, Gothi würde es seinem Vater sagen, deswegen gab es nur eine Möglichkeit: Er musste sich selbst verarzten. Mit zitternden Händen nahm das Kind den glühenden Dolch, am kühlen Leder, aus der glühenden Kohle heraus. Das Eisen hatte sich rot gefärbt und Hicks starrte wie gebannt drauf und dann drückte er es mit einer schnellen Bewegung an die Wunde. SCHMERZ das war alles was er fühlte, einen heißbrennenden, unerträglichen Schmerz und er schrie

Hicks löste sich wieder aus seinen Gedanken. Er hatte sich bereits dutzende male auf diese Weise verarztet und inzwischen hatte er dabei keine sonderlich großen Schmerzen mehr. Er packte den Dolch und drückte in mit aller Kraft auf seine Wunde. Hicks zischte schmerzerfüllt, doch das war es eigentlich schon. Dann kühlte er die Wunde mit einem nassen Tuch und verbannt sie dann. 

Astrid war gerade auf dem Weg nach Haus, als sie an der Schmiede vorbei kam. Da hörte sie das noch jemand darin war, ,,Das ist bestimmte Hicks, mal sehen was er so macht'' dachte das Mädchen und ging in Richtung Schmiede. Doch als sie am Eingang stand, stockte ihr der Atem. In der Schmiede stand Hicks und drückte sich ein glühendes Eisen gegen eine offene Wunde am Arm, sie erwartete dass er schrie oder sogar weinte aber er zischte nur. Hicks schien sie immer noch nicht bemerkt zu haben, deswegen sprach sie ihn an: ,,Hicks was machst du da?'' ihre Stimme zitterte etwas. Astrid hatte zwar keine Ahnung vom Schmieden, wusste jedoch viel über Wunden und das verarzten von Wunden mit heißen Metall war eine wahnsinnig schmerzhafte Angelegenheit. ,,Oh Hey Astrid, ich hab mich vorhin während des Trainings geschnitten und wollte es nur schnell behandeln'' erwiderte Hicks beiläufig. Astrid war erneut geschockt, wie locker er darüber sprach, ,,Aber Hicks, das muss doch furchtbar weg tun! Hast du das denn schön öfter getan?'' rief die junge Frau aus. Der Junge ihr gegenüber zuckte nur mit den Schultern und murmelte: ,,Ja seit ich ungefähr 8 bin aber keine Sorge es tut schon fast nicht mehr weh, man gewöhnt sich daran.'' ,,Aber-aber wieso denn, Gothi könnte das doch viel schmerzfreier behandeln?'' fragte sie verwirrt. ,,Naja ich mache es so seit Jahren'', erklärte Hicks, ,,als ich damit angefangen habe, wollte ich nicht zu Gothi, weil ich nicht wollte, dass Vater enttäuscht von mir ist. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt, so mache ich niemandem Umstände.'' Astrid wollte etwas erwidern, wusste jedoch nicht was. Schließlich schüttelte sie nur mit einem liebevollem Lächeln den Kopf ,typisch Hicks,. Das Mädchen wollte gerade gehen, doch vorher drehte sie sich erneut zu Hicks um, packte ihn von hinten an den Schultern und drückte ihm einen Kuss auf die Wange und flüsterte ihm ins Ohr: ,,Du bist wirklich einmalig!''

558 Wörter


Geschichten zu HttydWo Geschichten leben. Entdecke jetzt