Teil 1 der 'Für Immer' Reihe.
Die 18 Jährige Alison, frische High School Absolventin verliebt sich Hals über kopf in den Miliardenschweren Bau Unternehmer Logan Black.
Doch dieser hütet ein dunkles Familien Geheimnis das Alisons' Vorstellungen in al...
„Sir? Ihre fertige Rede für den Abschluss Ball nächste Woche", teilt Clara mir mit und überreicht mir den Umschlag. Der Abschlussball, auf dem ich Alison nach fast sechs Monaten wieder sehen werde... Nickend nehme ich in entgegen und drehe ihn in meinen Händen, während Clara mein Büro wieder verlässt. Selbst nach sechs Monaten bringt mich jeglicher Gedanke an Alison um den Verstand. Bis heute habe ich es nicht geschafft sie endgültig frei zu geben, obwohl ich es war, der sie verlassen hat. Zu meinem eigenen Leid, aber es ging einfach nicht anders. Es ist zu gefährlich sie in meiner Nähe zu haben und um das zu ändern, habe ich in den vergangenen Monaten meine Männer um die ganze Welt reisen lassen, um alle Mitglieder meiner Mafia hier in San Francisco zu versammeln. Viele von ihnen sind in meinen Hotels untergekommen und ein paar leben im Haus der Organisation etwas außerhalb von San Francisco. Eins steht fest, im Kampf gegen Michael können wir nicht genug Männer vor Ort haben, um im Notfall einzugreifen und Alison sowie meine Familie zu beschützen.
Zu meinem Glück weiß kaum einer von Dajanas und Henrys Verbindung zu mir, vor Allem weiß Michael nichts von ihnen, was an ein Wunder grenzt, bedenkt man, dass sie Bens große Liebe war. Somit weiß ich wenigstens sie in ihrem aktuellen Wohnort in Salem, Oregon in Sicherheit.
In der Zeit die Jason nicht in Europa verbracht hat, hat er von mir die Aufgabe bekommen, ein wenig auf Alison zu achten. Daher geht er im selben Fitnessstudio wie sie trainieren und hat sie letzte Woche in einem Hotel hier in San Francisco getroffen. Die Tatsache, dass sie ein ganz normales Leben führt beruhigt mich nur minimal. Mein Leben ist alles andere als normal. Neben der Tatsache das ein mehrere Jahrhunderte alter Mann es auf mich abgesehen hat, ist es schon als reichster Mann der Welt nicht sonderlich einfach ‚normal' zu leben. Was ist dieses normal überhaupt? Muss man einen nine to five Job ausführen und ein langweiliges Leben wie jeder andere haben, um normal zu sein? Wenn ja, dann entsprach mein Leben noch nie dem Standard. Denn selbst in meiner Jugend im 15. Jahrhundert waren wir nicht normal. Wir hatten einen großen Hof und waren dementsprechend schon zu damaligen Zeiten sehr vermögend, während andere sich nicht einmal ein trockenes Laib Brot leisten konnten. Jason ist in diesem Fall das beste Beispiel. Während ich nie hungern musste, hat er als kleiner Junge beide Elternteile verloren und musste sich al Waise allein durchschlagen, bis er mich getroffen hat. Er war allein keineswegs unerfolgreich. Nein, er war einer der Berüchtigtsten jungen Piraten seiner Zeit, aber ohne mich wäre sein Leben bereits nach 25 Jahren vorbei gewesen und die Welt hätte niemals Captain Jason Grant kennen und fürchten gelernt.
Die Tatsache, dass Alison ein normales Leben führt lässt mich darauf schließen, dass es ihr gut geht, ohne mich. Ich hingegen verbringe jeden Tag in Gedanken bei ihr. Seit Daisy hat keine Frau mehr so penetrant meine Gedanken für sich beansprucht wie sie. Sie ist wundervoll und rein. Ihr Herz ist gutmütig und würde genau aus diesem Grund nicht zu meinem dunklen Herzen passen. Ich kann an nichts anderes denken als an ihr Blut, welches durch ihre Adern fließt und so sollte eine Liebe definitiv nicht entstehen. Ich darf ihr Blut einfach nicht begehren, denn ich will sie nicht verletzen. Auch wenn ich sie bereits psychisch verletzt habe kann ich physischen Schmerz verhindern.
Ein Klopfen an meiner Türe holt mich aus meinem Gedanken, weshalb ich „Herein" sage. Jason betritt mein Büro und mustert mich kurz skeptisch, wahrscheinlich um einzuschätzen, wie es mir geht, ehe er zu sprechen beginnt. „Logan, wir haben zwei tote Mitglieder von uns gefunden", sagt er. Ich brumme erschöpft, denn wir beide wissen, wem wir diesen Verlust zu verdanken haben und dennoch schaffen wir es nicht ihn endlich zu erwischen. „Michael. Eindeutig", antworte ich. Mein Hass ihm gegenüber wird jeden Tag, den er auf dieser Welt verbringt, größer. Er hat sein Leben nicht verdient, nachdem er so viele Leben anderer genommen hat. „Jason es wird Zeit wieder fit zu werden. Wir treffen uns in einer Stunde im Studio zum Training. Sag Harry, Ryan und Zayn Bescheid, ich erwarte euch alle", ohne eine Antwort von ihm stehe ich auf und mache mich auf den Weg zu Clara. Über den Empfangstresen hinweg sieht sie mich freundlich an. „Clara ich werde jetzt gehen. Du übernimmst." Sie nickt mir verstehend zu und schon stehe ich im Aufzug, um in die Tiefgarage des Bürogebäudes und dann in meine Wohnung zu fahren.
Zuhause angekommen ziehe ich mich sofort um und laufe in meinen Trainingsraum, wo ich in wenigen Minuten mit meinen Männern verabredet bin. Da ich noch ein wenig Zeit für mich allein habe, beginne ich bereits für mich zu trainieren und boxe ein wenig. Auf die Minute pünktlich räuspert sich jemand, weshalb ich mich zur Türe drehe und sehe, dass Jason, Zayn, Harry und Ryan wie vereinbart aufgetaucht sind. Gemeinsam fangen wir mit Kraftübungen an, um uns aufzuwärmen, bevor wir in den Nahkampf wechseln. Da Jason und ich deutlich stärker und trainiert als Ryan, Zayn und Harry sind, entscheiden wir uns dazu, uns aufzuteilen und ihnen ein wenig Nachhilfe im Kämpfen zu geben.
„Ryan du kämpfst gegen mich, Zayn und Harry ihr gegen Jason", teile ich allen mit, woraufhin sie nicken und sich aufstellen. In einem sicheren Stand platziert Ryan sich mir gegenüber und lässt mich nicht aus den Augen. „Greif mich an", befehle ich schließlich, woraufhin er auf mich zu kommt und wir beginnen uns zu prügeln. Immer wieder treffen meine Schläge ihn, aber auch einige seiner Schläge sitzen und lassen mich auf Keuchen. Wie immer, wenn ich anfange für den Nahkampf zu trainieren schaltet mein Körper auf Autopilot und lässt das Monster raus, welches in uns allen schlummert. Meinen Männern geht es da nicht anders wie mir. Auch sie wollen den Kampf nicht verlieren und geben alles. Nicht umsonst sind sie meine Männer. Man schafft es nur in mein Unternehmen oder die Mafia, wenn man was drauf hat auf dem jeweiligen Gebiet und Gott, das haben sie.
Harry ist ein Computer Ass und hackt sich innerhalb von Sekunden in die Best gesichertsten Netzwerke der Welt, während Zayn absoluter Profi im manipulieren geworden ist. Er schafft es auch ohne unsere Vampirfähigkeiten anwenden zu müssen, Menschen und Vampire so zu manipulieren, dass sie tun, was er will. Ryan ist ein Bulle von einem Mann. Kaum einer kommt lebend an ihm vorbei. Nachdem er bei der Army war und wegen Missbrauchs seinen Posten verloren hat, habe ich ihn kennen gelernt. Sobald man ihm eine Waffe in die Hand drückt, weiß man, dass ihm gegebene Ziel wird es nicht lebend aus der Situation schaffen. Es ist fast schon so, als gehören seine Waffen zu seinem Körper, denn nicht Mal ich schaffe es ihn im Ernstfall unbeschadet zu entwaffnen.
Bis spät in die Nacht trainieren wir, doch irgendwann überkommt uns der Durst und wir brauchen Blut. Mit roten Augen schauen sie mich an, was mir zeigt, dass sie mal wieder zu lang kein Blut getrunken haben. „Wir haben Blutkonserven im Kühlschrank", teile ich ihnen mit. Sofort verstehen sie, dass ich mit dieser Aussage meine, dass sie sich daran bedienen sollen um ihren Durst zu stillen, weshalb wir nach unseren Handtüchern greifen und den Trainingsraum verlassen. Ich selbst trockne mir kurz die Hände ab, bevor ich mir den Schweiß aus dem Gesicht wische und es um meinen Nacken hänge. Erschöpft lasse ich den Kopf kurz kreisen, während ich vorne weg in Richtung Küche laufe.
„Zayn wie läuft es mit Sarah?", fragt Jason währenddessen und neugierig schaue auch ich zu Zayn. Ich weiß, dass er Sarah hin und wieder etwas über mich erzählt hat und kann mir denken, dass diese es an Alison weitergegeben hat. „Ganz gut. Ich werde sie später noch sehen", antwortet er. Fragend schaue ich Zayn an und auch Jason scheint mehr wissen zu wollen. „Wir feiern Alisons Abschluss. Sie hat bestanden und dementsprechend gehen sie, Sarah und zwei von Alisons Schulfreunden feiern. Ich bin die Überraschung für Sarah, nachträglich zu ihrem Geburtstag."
Meine Augen verdrehend lehne ich mich an die Küchentheke und nehme das mit Blut befüllte Glas entgegen, welches Ryan mir hinhält. Solange Zayn seine Aufgaben nicht vernachlässigt, kann er Sarah ruhig weiterhin ausführen, jedoch passt mir nicht, dass er Alison sehen wird, während ich es nicht kann. „Logan, wie wirst du Alison gegenüber reagieren? Du weißt schon, wenn du sie nächste Woche siehst", fragt Zayn nun mich. „Mal schauen", brumme ich lediglich, da ich selbst noch keine Ahnung habe, wie ich reagieren soll. Das einzige, das ich sicher weiß, ist, dass ich hoffe, dass sie mir in die Augen sehen kann, wenn sie vor mir steht. Ich muss ihr, ob sie es will oder nicht, die Hand reichen, damit wir vor den Augen ihrer Mitschüler nicht auffallen und sie muss dafür ebenfalls ganz normal rüberkommen. Zudem würde ich es nicht ertragen, wenn sie mir mit ihren wunderschönen grünen Augen nicht in meine sehen würde. Ich brauche sie einfach.
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