,, 10 Wochen habt ihr euch bewiesen. Ihr habt Stärke, Mut, Furchtlosigkeit und Kampfgeist gezeigt. Ihr konntet beweisen, dass ihr den Mut und die Tapferkeit besitzt, um euch für andere einzusetzen!" So gut, wie der komplette Speisesaal ist gefüllt, mit Initianten und vollwertigen Mitgliedern. Alle gespannt, wer es geschafft hat und wer nicht. Ely, Kyra, Helen und ich sitzen auf einem Tisch und halten uns vor Aufregung an den Händen fest. Ich kann es nicht glauben, dass diese 10 Wochen so schnell vorbei gingen. Vor allem, weil so viel passiert ist. Unsere Blicke liegen gespannt auf Max, wartend darauf, dass er die Rankings preis gibt. ,, Jedoch konnten uns nicht alle überzeugen. Wieder müssen uns die Rang niedrigsten verlassen.", sagt Max mit einem kaltem Ton. Wie immer ein freundlicher Kerl. ,, Hier sind eure Rankings!" Kaum sind diese Worte ausgesprochen, liegen alle unsere Blicke auf der Tafel. Die ersten Namen erscheinen schnell hinter einander.
1.Rose
2.Kyra
3. Peter
4.Andrew
5.Uriah
.....
Sofort falle ich Kyra in die Arme, als ich sehe, dass ich auf dem ersten Platz bin. Bis auf ein paar Ausnahmen, jubeln, lachen, schreien, applaudieren alle. ,, Wir haben es geschafft!", jubel ich und falle sofort Peter in die Arme, als ich vom Tisch gehe. Dieser erwidert meine Umarmung. ,, Ich bin so stolz auf uns!", nuschelt er in meine Schulter hinein. Als ich mich vom ihm löse grinsen wir uns beide an. Ich bin so froh, dass es alle meine Freunde geschafft haben und ich natürlich auch. Als ich nach oben schaue, sehe ich, wie Eric am Geländer angelehnt steht und mich die ganze Zeit anstarrt. Er schenkt mir ein leichtes Lächeln, löst sich vom Gitter und fängt auch an zu klatschen. Oh wow! Ich bin etwas überfordert. So viel stolz und glücklichkeit, vor den Initianten. Ich bin gerührt.
,, Hey Rose! Komm mit!", ruft mir Kyra zu und zieht mich am Arm mit ihr mit. Etwas holprig versuche ich mit ihr Schritt zu halten. ,, Es geht auch langsamer!", lache ich und stolpere ihr hinter her. ,, Oh, sorry!" Sie lässt meinen Arm los, wodurch ich endlich wieder Kontrolle über meine Geschwindigkeit habe. ,, Wohin gehen wir?", frage ich und laufe endlich neben und nicht hinter meinen Freunden her. Eigentlich wollte ich kurz zu Eric, aber irgendwie fühle ich mich schlecht, wenn ich sofort gehe.
,, Wir wollen aufs Dach!" Wir biegen gerade in den nächsten Gang und landen in der Grube. Sofort bleiben wir stehen, als wir die Menschenmassen sehen. Ja hier sind immer viele Leute, aber jetzt sind so ungewöhnlich viele Menschen da. Irgendwas ist hier faul. ,, Was ist den hier los?", fragt Uriah verwirrt und kratzt sich am Kopf. Das würde ich auch gerne wissen. Hier sind gefühlt alle Ferox Mitglieder anwesend und nicht aufgrund einer Party. ,, Stellt euch alle auf!", ertönt manchmal die Stimme einer Frau. Ohne wirklich zu wissen, was los ist, laufen wir zusammen in die Masse hinein. ,, Ok, hört zu!" Wir drehen uns schlagartig um. Oben auf einer Treppe steht Eric. Er schaut finster drein, so wie eigentlich immer. ,, Ich möchte, dass ihr euch gleich in vier Reihen aufstellt!", er zeigt zu vier Ferox' die am anderem Ende stehen. ,, hr werdet dann einen Peilsender bekommen. Keine Sorge, es ist nur eine reine Vorsichtsmaßnahme, also stellt keine Fragen!", faucht er und läuft dann lässig die Treppen runter. Peilsender? Wir sind doch keine Hunde. Ich schaue zu meinen Freunden und merke, dass auch unter uns etwas falsch ist. ,, Wo ist Peter?", fragt auf einmal Helen. Wir sehen uns um, doch nirgendwo ist er zu sehen. Was soll das alles? Wo zur Hölle ist jetzt Peter. ,, Er war doch gerade noch hinter uns." ,, Vielleicht ist er hier irgendwo.", versuche ich all das zu verschönern. Außer Kyra, zucken alle meine Freunde mit den Schultern und stellen sich auf, wie es Eric befohlen hat. Doch ich bleibe stehen. Ich traue dem ganzem hier nicht.
,,Ein Peilsender? Was geht hier vor sich? ", fragt mich Kyra. Das würde ich auch gerne wissen. Ich versuche zu sehen, was ganz vorne an der Schlange passiert. Und als ich sehe, was genau passiert erschrecke ich.
,, Oh mein Gott..." ,, Was ist? Sag schon!" Kyra zieht mich zur Seite. Ich schaue mich nochmal um, um sicher zu gehen, dass uns niemand zuhört.
,, Es fängt an. Das Serum wird injeziert!" Auf meine Aussage hin, schaut sie sich panisch um. ,, Und was jetzt?" Das ist eine gute Frage. Wir können ja nicht einfach an den Wachen vorbei spazieren. Komm schon, Rose! Lass dir was gutes einfallen! Irgendwie müssen wir das doch umgehen können. Das Serum macht jeden empfänglicher... außer Unbestimmte! Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin. ,, Lass es dir injezieren." Sie sieht mich erschrocken an, doch bevor sie etwas sagen kann, unterbreche ich sie. ,, Es hat keine Wirkung auf uns. Vertrau mir."
Wir stellen uns zu einer Schlange und warten, bis wir das Serum endlich injeziert bekommen. Ich zische auf, da es ungewöhnlich wehtut. Bisher haben die Injektionen nicht wehgetan. ,, Oh, tut der kleinen Prinzessin das etwa weh?" Ich sehe die Frau entgeistert an und laufe einfach kopfschüttelnd weiter. Auf sowas muss ich erst gar nicht reagieren, auf dumme Kommentare. Am Ausgang wartet Kyra schon auf mich. ,, Und was jetzt?", flüstert sie.
,, Weiß Four wo die Waffenkammer ist?" Sie nickt. ,, Gut. Such ihn... er soll Waffen holen und sie in seiner Wohnung verstecken. Ich weiß, wie wir morgen unbemerkt zu ihm hinkommen..." Wir nicken uns noch zu, bevor wir beide in unterschiedliche Richtungen laufen. Klar, könnte ich auch einfach Eric suchen und ihn fragen, aber zu erst muss ich Peter suchen. Ich hab ihn nirgendwo gesehen, außerdem war er sonst die ganze Zeit bei uns und warum sollte er einfach gehen ohne uns bescheid zu sagen? Manchmal bin ich echt paranoid.
Zu Anfangs sind die Gänge total befüllt, aber je weiter ich mich von der Grube entferne, desto weniger Menschen werden es, bis gar keine mehr hier rumstehen. Alle sahen so glücklich aus, lachten, grinsten, alberten rum und morgen wird jeder von ihnen ungewollt ein Mörder, während die restlichen Ken und Ferox zuschauen und nichts zu tun. Das auch noch für richtig halten, unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen. Ich dachte das Fraktionssystem soll die Menschen wieder zusammen in Frieden leben lassen, doch wir begehen den Fehler wieder. Wir sind nicht besser, als die Menschen damals. Sie sind noch genau so blind wie vor 200 Jahren, genau so dumm, gewalttätig, verlogen, egoistisch und feige. Ich glaube ich habe gerade Jeanine beschrieben.
Ach, was mach ich mir vor. Ich kann nicht immer alles auf Jeanine schieben. Sie ist zwar der Hauptauslöser für das alles, aber noch mehr Schuld tragen die jenigen, die ihr folgen und alles was sie sagt und tut befürworten.
Meine Schritte werden langsamer, als ich aus dem Nachbargang Stimmen wahrnehme. Nicht wirklich richtige Sätze, aber Gemurmel.
,, Du bist ein guter Kämpfer. Ein sehr guter. Uns bei dieser Mission zu helfen, würde eine Win-Win-Situation hervorbringen." Am Ende des Ganges bleibe ich stehen und lausche dem Gespräch. Vielleicht kann ich irgendwelche wichtigen Informationen aufschnappen. Leider kann ich nicht wirklich die Stimmen zuordnen, denn es ist schon schwer genug überhaupt zu verstehen, was sie sagen. ,, Ich weiß nicht. Ich komme mir vor, als würde ich meine Freunde verraten." ,,Ach komm schon. Wir beide wissen, dass du die Altruan hasst, genau so, wie ich. Eine feige Fraktion weniger. Uns zu unterstützen könnte dich vielleicht weiter bringen, als gegen uns zu kämpfen." Gott, wie kann man nur so herzlos sein. Ich bin nicht die selbstloseste Person, aber trotzdem besitze ich so viel Herz in mir, dass ich erkennen kann, dass sowas falsch ist und einfach nur kaltblütig. Vielleicht sollte ich einen Blick um die Ecke wagen, auch wenn sie mich vielleicht sehen würden. ,,Ich muss es mir überlegen..." ,, Du hattest verdammt nochmal genug Zeit! Du überlegst schon seit vier Wochen! Entweder hilfst du uns oder ich muss dich abknallen!", schreit nun die Person. Ich presse meinen Rücken gegen die Wand un halte meine Hand vor meinen Mund. Meine Beine fühlen sich an, als würden sie gleich zusammen klappen und mein Magen dreht sich gerade einmal um. Das bilde ich mir nur ein. Das kann gar nicht sein.
,, So eine Entscheidung ist nicht leicht!" ,,Für mich ist es auch nicht schwer!"
Zittrig drehe ich mich um. Meine Hände greifen nach der Wandkante und ich wage einen Blick in den Gang. Mir bleibt mein Atem stehen und mein ganzer Körper verkrampft sich. Mit schwachen Beinen laufe ich um die Ecke und bleibe sofort wieder stehen.
Ihre Köpfe drehen sich zu mir um und sie sehen mich entgeistert an.
,, Rose..."
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hey, leude!
Ich hoffe das Kapitel gefällt euch! Wen hat Rose wohl gesehen? Ich habe nächste Woche endlich Ferien und dadurch Zeit an den folgenden Kapiteln zu arbeiten, worauf ich mich wirklich freue!
Lg Antonia
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shattered souls// Eric FF//
FanfictionNach jahrelangem Krieg, überlebte nur eine winzige Anzahl an Menschen in der Stadt Chicago. Sie beschlossen die Stadt in fünf Kategorien, auch Fraktionen genannt, einzuteilen: Ken, die Gelehrten Amite, die Friedfertigen Altruan, die Selbstlosen Cand...
