Das Leben kann oft kompliziert werden. Es kann sich von dem einen Moment auf den anderen verändern, ehe du überhaupt was unternehmen kannst. Nur eine klitzekleine, vielleicht irrelevante, Entscheidung kann zu einem Schmetterlingseffekt führen und alles in deinem Leben auf den Kopf stellen. Ich kann nicht genau sagen, welcher Moment es bei mir war, der alles verändert hat. Vielleicht als mein Blut auf die glühende Kohle tropfte, vielleicht aber auch in dem Moment in dem ich Eric das erste mal gesehen habe. Vielleicht auch schon viel früher. Ich kann es nicht sagen. Das Leben rauscht zu schnell an einem vorbei. Gefühlt gestern habe ich erst die Ferox gewählt, bin zum ersten Mal bei Eric angeeckt, habe erfahren, dass ich ausgerechnet schwanger bin... von einem Kerl, der mich die ganze Zeit belogen hat. Doch obwohl ich so sauer und verletzt bin, kann ich meine Gefühle für ihn nicht einfach verdrängen. Das kann kein Mensch, von jetzt auf gleich SOLCHE Gefühle abzuschalten. Vor allem dann, wenn man diese, bei noch keinem anderen, verspürt hat.
Ich frage mich, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn der Krieg damals nicht die ganze Welt zerstört hätte. Vielleicht würde ich jetzt noch zur Schule gehen, Eric wäre irgendein Arschloch aus der höheren Klasse. Vielleicht hätte ich gar nicht erst bei meiner Mutter gelebt, sondern bei meinem Vater... oder sie wäre noch zusammen und Jeanine wäre nicht psychisch gestört. Aber ich kann die Vergangenheit rückgänig machen. Das ist auch gut so. Fehler machen ist nicht schlimm. Jeder macht welche und wir lernen daraus. Doch die Fehler, die die Ken machen sind schlimm. Katastrofal. Es wird von Frieden gesprochen, dass wir auf keinen Fall Fehler, wie früher machen dürfen. Doch was nützt das ganze Gerede, wenn man das Verhalten doch noch nachahmt? Unschuldige Menschen tötet, andere Menschen aus der Gesellschaft ausgrenzt, weil sie anders sind. Wow, da hat sich ja viel in der Welt verändert. Tut mir leid, wenn ich irgendein Zeug durcheinander labere, aber das sind die Gedanken, die gerade spontan in meinem Kopf rumschwirren...
Ich versuche meine Augen zu öffnen. Sie fühlen sich schwach und müde an. Zunächst muss ich mich an das Licht gewöhnen, denn die Sonne scheint mir Mitten ins Gesicht... Ich schaue mich um, versuche Umrisse, Silhoutten oder Schatten zu erkennen. Was ich sagen kann ist, dass ich auf jedenfall in einem Krankenzimmer liege, aber ich weiß nicht wo. Candor oder Amite. Ken und Ferox kann ich ausschließen, es sei denn ich liege in einer Zelle, aber hier ist es viel zu hell dafür. Nun ja, Altruan kann man auch auschließen... Ich versuche meine Augen mehr anzustrengen, um mehr Details aufnehmen zu können. Auch Geräusche sind wichtig. Rechts ist ein großes Fenster. Draußen sind Bäume, Felder zu sehen. Man kann das fröhliche Lachen von Kindern hören. Eindeutig Amite.
,,Rose.", ertönt eine Stimme zu meiner linken. Schwach drehe ich meinen Kopf zur anderen Seite. Peter und Kyra stehen im Türrahmen und sehen mich überrascht an. ,,Hey.", krächze ich und zwinge mir ein Lächeln auf. Sofort kommt Kyra auf mich zu und umarmt mich. Etwas zu fest, was sie sofort bemerkt und deshalb von mir ablässt. ,,Ups... sorry.", murmelt sie und stellt sich wieder gerade hin. ,,Endlich bist du wach...", krächzt Peter und setzt sich auf den Stuhl, welcher neben meinem Bett steht. Er sieht total fertig aus, denn seine starken Augenringe sind nicht zu übersehen. ,,Wie lange war ich weg... was ist passiert?", frage ich sofort drauf los. ,,Zwei Wochen.", beantwortet Kyra meine erste Frage. Verdammt zwei Wochen?! ,,Du hast viel Blut verloren und bist dann im Zug bewusstlos geworden. Ich dachte du... du würdest es nicht schaffen." Peters Augen werden gläsrig und seine Gesichtszüge verkrampfen sich. ,,Hey.", ich lege meine Hand in seine, ,,Ich bin ja jetzt hier und mir geht es gut. Mir fehlt nichts. Gebt mir eine Stunde und ich bin wieder top fit", schmunzel ich, doch anstatt, dass die beiden auch schmunzeln, werden ihre Gesichter noch betrübter. Ich setze mich mit all meiner Kraft auf und sehe meine beiden Freunde skeptisch an. ,,Mir fehlt doch nichts, oder?"
,,Rose, wir müssen dir leider etwas sagen..."
Meine Seele war schon immer gebrochen, doch jetzt wurde sie in kleine Stücke zerfetzt.
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Hihi, sorry für den "Cliffhänger". Ihr könnt ja mal raten, was die beiden, Rose gestehen müssen. Alsoooo. Das letzte Kapitel von "shattered soul". Ich hoffe euch hat sowohl dieses Kapitel, als auch die FanFiction gefallen. Vielen Dank an die fleißigen Leser und an die, die gevoted haben. Mir bedeutet das echt viel! Danke!
Aber das ist ja jetzt nicht das Ende von Rose und Eric. Ihre Geschichte geht weiter! Ich bemühe mich so schnell es geht das erste Kapitel vom zweiten Band rauszubringen, aber ich kann nichts versprechen. Ich hoffe, dass die meisten diese Geschichte weiter verfolgen, das würde mich sehr freuen. Bis zum nächsten mal!
Lg Antonia
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shattered souls// Eric FF//
FanficNach jahrelangem Krieg, überlebte nur eine winzige Anzahl an Menschen in der Stadt Chicago. Sie beschlossen die Stadt in fünf Kategorien, auch Fraktionen genannt, einzuteilen: Ken, die Gelehrten Amite, die Friedfertigen Altruan, die Selbstlosen Cand...
