Ich weiß nicht wo ich bin. Alles um mich herum ist schwarz. Ich schaue an mir runter und bemerke, dass ich keine Feroxkleidung trage, sondern ein weißes Kleid. Okay...
Ich rufe, schreie, doch niemand antwortet. Ich versuche zu rennen, doch es kommt nichts als schwarze Leere. Ich erschaudere, als ich einen kalten Zug spüre,welcher mir den Rücken entlang läuft. Schlagartig drehe ich mich um und sehe, wie Eric vor mir steht. Sein Blick... er ist so kalt. Ich könnte hier im sterben liegen und er würde keine Emotion zeigen. ,,Eric?" Ich gehe einen Schritt auf ihn zu und versuche nach ihm zu greifen, doch so schnell kann ich gar nicht reagieren, hält er mich am Handgelenk fest. Sein Griff ist so stark, das es weh tut. Ich versuche mich loszureisen, doch er lässt mich nicht los. ,,Eric, bitte. Ich bin es. Rose.", flehe ich. Doch er sieht mich einfach nur mit seinen kalten Augen an. Immer und immer wieder versuche ich mich loszureisen, doch jedesmal wenn ich meine Hand zurück ziehen will verstärkt sich sein Griff noch mehr. Plötzlich verspüre ich nicht nur Schmerz an meinem Handgelenk. Ich schreie auf als ich ein starkes Stechen in meiner Bauchgegend vernehme. ,,Es ist so richtig.", sagt Eric mit einem kalten Ton. Ich schaue an mir runter und sehe wie er das Messer aus meinem Bauch zieht. Meine Beine fühlen sich schwach an und so kommt es, dass ich zu Boden fallen. Der Schmerz zieht durch meinen ganzen Körper.
Eric schaut zu mir runter, sieht mich an, als wäre ich ein Insekt. Ich strecke meine Hand nach ihm aus, doch er dreht sich einfach um und verschwindet in der Leere. Ich schnappe panisch nach Luft, als mir diese wegbleibt....
Ich schrecke hoch und bemerke, dass ich mich zum Glück im Schlafsaal befinde. Dieser Traum, er hat sich so echt angefühlt. Der Schmerz... es war so real. Ich bin natürlich immer noch nicht darüber hinweg, was gestern passiert ist. Es ist ja nicht so, dass der Schmerz von der einen auf anderen Sekunde verschwunden ist. Wenn es eine Knopf geben würde, der diesen verdammten Schmerz, diese Leere die ich verspüre abstellen würde, würde ich diesen sofort betätigen. Ich schaue mich um und bemerke, dass die anderen so langsam aufwachen und das gleichzeitig. Gruselig. Nur Peter und Kyra schlafen noch. Zu meinem Glück sind deren Betten direkt neben meinem, weshalb ich versuche sie mit stubsen auzuwecken. ,,Was zum...", grummelt Peter und sieht mich müde an, doch ich gebe ihm ein Zeichen, dass wir uns leise und unauffällig verhalten müssen, was er aich sofort versteht. Nachdem wir noch Kyra geweckt haben, machen wir es den anderen nach und ziehen unsere Uniformen an. Immer wieder schweifen meine Blicke zu unseren Freunden hinüber. Sie werden in wenigen Stunden zu Mördern. Ich muss diese Gedanken abschütteln, ich muss mich auf unseren Plan konzentrieren.
Wir werfen uns noch unsere Jacken über und fangen dann an mit den anderen im Gleichschritt den Schlafsaal zu verlassen. ,,Was machen wir jetzt?", flüstert mir Kyra zu.
,,Wenn wir jetzt schon gehen sind wir unbewaffnet, das ist zu gefährlich. Wir schnappen uns Waffen und versuchen dann uns irgendwie aus der Reihe zu mogeln.", erkläre ich in einem leisen Ton. ,,Wenn uns jemand erwischt, sind wir erledigt...", meint Peter. ,,Hast du ne bessere Idee?“ Klar hat er eigentlich Recht, aber wir müssen es wenigstens versuchen. ,,Wir müssen das Risiko eingehen. Four wartet auf uns. Er hat noch weitere Waffen, kleinere Pistolen." Gut, dann haben wir nicht nur eine einzige Waffe. Ich nicke zufrieden.
An einer Treppe, die runter in die Grube führt, müssen wir uns 'trennen'. Wir laufen nicht mehr in einer dreier Reihe sondern hintereinander her. Ich versuche meinen kältesten Blick aufzustezten um nicht aufzufallen. Unten angekommen bleibt mir kurz der Atem stehen, als ich in der Mitte Max und Eric sehe. Sie stehen mit dem Rücken zu uns und unterhalten sich, jedoch kann ich nicht hören worum es geht. Ein paar Reihen vor uns fangen die Leute an sich Waffen zu nehmen und das synchron. Gruselig. Wir laufen ein paar Schritte weiter und nehmen uns ebenfalls Waffen. ,,Was ist los?", ertönt auf einmal eine Stimme von hinten. Bloß nicht nach hinten gucken. ,,Warum seid ihr hier?", fragt der Junge wieder. Ich schaue zu Max und Eric. Sie drehen sich um und bemerken den Außenseiter. ,,Ein Unbestimmter.", sagt Max zu Eric. Dieser nickt nur. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie der Junge auf die beiden Anführer zugeht. ,,Was ist hier los?", fragt er erneut. Eric tritt nun einen Schritt nach vorne. Da er seitlich steht, kann ich sehen wie er mit einer Hand nach der Waffe in seiner hinteren Tasche greift. ,,Kein Grund zur Sorge." In mir steigt Panik auf. Am liebsten würde ich schnell dazwischen gehen und ihn aufhalten. Doch ich kann kaum mit der Wimper zucken, da zückt er seine Waffe und schießt dem armen Jungen in den Kopf. Das hätte auch ich sein können... ,,Unbestimmte... Ungeziefer.", spottet Eric und stupst den leblosen Körper mit seinem Fuß an. Ich versuche nicht auszursaten, nicht auf ihn zuzugehen und ihm eine reinschlagen.
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shattered souls// Eric FF//
Fiksi PenggemarNach jahrelangem Krieg, überlebte nur eine winzige Anzahl an Menschen in der Stadt Chicago. Sie beschlossen die Stadt in fünf Kategorien, auch Fraktionen genannt, einzuteilen: Ken, die Gelehrten Amite, die Friedfertigen Altruan, die Selbstlosen Cand...
