Ein Versuch!

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Henrys Sicht

Ich kann immer noch nicht glauben, dass Emma, meine leibliche Mum, nun endlich Teil meines Lebens ist. Nachdem ich Sie nach Storybrooke gebracht habe, haben sich meine Mom's nur gestritten und Regina wollte Emma um jeden Preis aus der Stadt jagen. Ich bin so froh, dass Emma trotzdem meinetwegen geblieben ist. Ich weiß, dass sie mich nicht weggegeben hat, weil sie mich nicht wollte, sondern weil sie nur das Beste für mich wollte und geglaubt hatte, sie könnte keine gute Mutter sein. Denn Emma selbst hatte nie Eltern gehabt. Ihre Eltern haben sie nach der Geburt ins Heim gegeben. Und adoptiert wurde sie nie. Stattdessen wurde sie herumgereicht. Ich kann verstehen, warum Emma dachte, sie könne keine gute Mutter sein. Zwar bin ich erst dreizehn Jahre alt, aber ich erinnere mich noch an die Zeit, in der ich dachte, Regina würde mich nicht lieben. Ich fühlte mich in der Zeit so unglaublich einsam, da ich auch keine Freunde hatte, weil alle wussten, dass ich Reginas Sohn bin. Aber sie hat sich geändert, ist wieder meine Mom geworden und ich liebe sie. So wie ich auch Emma liebe. Zum Glück sind sie Freundinnen geworden und zoffen sich nicht mehr die ganze Zeit.

Zwar hatte ich gehofft, dass sie mehr als nur Freundinnen werden, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Heute zum Beispiel hatte ich den Eindruck, dass zumindest Emma mehr für Mom empfindet, denn während sie mir zugehört hat, als ich von meinem Tag erzählt habe, hat sie immer wieder zu Regina geschaut und ich meine, etwas in der Arte und weise wie sie Mom angesehen hat erkannt zu haben.

Und auch schon vor mehreren Wochen, bei einem gemeinsamen Ausflug ins Grannys, bemerkte ich etwas. Mom trank einen Kaffee und Emma und ich gönnten uns eine heiße Schokolade mit Sahne und Zimt.

Ich liebe dieses Getränk und freue mich immer, wenn wir es trinken, weil es etwas ist, das ich mit meiner Mum gemeinsam habe. Wir haben uns über alles mögliche unterhalten. Als wir darauf zu sprechen gekommen waren, wie es zurzeit bei mir in der Schule läuft und was es für Neuigkeiten gab, erzählte ich ganz aufgeregt vom bevorstehenden Schulball. Ich würde am liebsten mit Violett hingehen, traue mich aber nicht sie zu fragen und viel Zeit bleibt mir nicht mehr. Als Emma mich dann fragte, ob ich schon ein nettes Mädchen gefragt habe, welches mich auf den Ball begleitet, verschluckte ich mich an meinem Kakao und wurde ganz rot. Ich fühlte mich ertappt und verlegen, da ich nun wirklich nicht mit meinen Mom's darüber reden wollte.

Mom fing dann an, herzlich zu lachen, wofür ich ihr einen bösen Blick zuwarf, der sie nur noch mehr lachen ließ. Hilfe suchend hatte ich Emma angesehen, die aber gar nicht auf mich geachtet hatte, sondern stattdessen Regina liebevoll ansah. Diesen Blick hatte ich schon öfter bei Emma gesehen, vor allem dann, wenn Mom lachte. In dem Moment waren wir wie eine Familie und das gefiel mir. Ich wünschte mir so sehr, dass es immer so sein würde.

Irgendwie muss ich die beiden miteinander verkuppeln..

Hmm.. Die beiden schlafen sicherlich schon, immerhin ist es zwei Stunden her, dass Emma mich ins Bett gebracht hat.

Ich könnte.. Soll ich wirklich.. Kann ja eigentlich nichts schiefgehen.. Okay ja, das mach ich..

Ich stehe also auf, schleiche mich ins Badezimmer, spritze etwas Wasser an meine Augen, damit es so aussieht, als hätte ich geweint und gehe langsam ins Wohnzimmer.

Wie erwartet, liegt Mom auf der Couch und schläft. Vorsichtig gehe ich zu ihr und rüttle leicht an ihrer Schulter. ,,Mom? Mom, bist du wach?"

Versuche ich sie zu wecken. Sie öffnet, verschlafen ihre Augen und sieht mich an. Sofort setzt sie sich auf und fragt: "Henry, mein Schatz, was ist passiert? Geht es dir gut?" Ich konnte die Besorgnis in ihrer Stimme hören..

Es tut mir leid, dass sie sich solche Sorgen macht, aber ich kann darauf gerade keine Rücksicht nehmen, sondern muss das Ziel im Auge behalten.

"Mir geht es nicht so gut, ich hatte einen schlimmen Albtraum." antworte ich, täusche ein Schluchzen vor und lasse mich in ihre Arme fallen. Behutsam streicht sie mir über den Rücken und murmelt immer wieder "Shhh.. Ist ja gut.. Das war nur ein Traum."

Verloren oder doch Gefunden?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt