Verdammt, was jetzt!?

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Reginas Sicht

Inzwischen fahre ich, noch immer viel zu schnell, auf der langen verlassenen Landstraße, Richtung Storybrooke. Wenn ich weiter mit dieser Geschwindigkeit fahre, bin ich entweder in 40 Minuten zu Hause, oder lande, aufgrund eines von mir verursachten Unfalls, im Krankenhaus. Auch wenn mir das Risiko bewusst ist, denke ich gar nicht daran langsamer zu fahren. In meinem Kopf ist sowieso kein Platz, um mir über einen möglichen Unfall Gedanken zu machen, denn ich muss die ganze Zeit über Emma, ihre Eltern, meinen Vater und Cora nachdenken. Okay ich gebe es ja zu, die meiste Zeit denke ich über Emma nach. Ich bekomme ihren Gesichtsausdruck einfach nicht mehr aus meinem Gedächtnis, der Moment hat sich eingebrannt, als wäre er das einzig wichtige auf dieser Welt. Ich habe Emma wirklich verletzt und es gibt nichts, womit ich das wieder gut machen könnte. Warum habe ich mir nicht wenigstens die Zeit genommen es ihr zu erklären? Ich bin mir sicher, dass sie inzwischen weiß, was ich durch den Brief erfahren habe, dennoch lässt mich mein schlechtes Gewissen nicht in Ruhe. Schließlich konnte Emma nichts dafür, was meinem Vater zugestoßen ist. Emma ist nicht verantwortlich für das, was ihre Eltern getan haben und so wütend ich auch auf ihre Eltern bin, so sehr bereue ich es Emma alleine gelassen zu haben. Emma war immer alleine gewesen, hatte niemanden gehabt und es fiel ihr ebenfalls sehr schwer sich zu öffnen, mindestens genauso schwer wie mir.
Und doch habe ich sie im Stich gelassen, als sie mich gebraucht hätte. Ich hätte da sein müssen, sie trösten, ihr gut zu reden und ihr zeigen müssen, das ich da bin. Ich Liebe Emma, aber das was ich getan habe, werde weder ich, noch Emma mir verzeihen können. Wütend auf mich selbst, schlage ich auf das Lenkrad. Tränen, welche vor einer Weile versiebt waren, rinnen mir erneut aus meinen Augen. Sie ist immer für mich da gewesen, selbst zu der Zeit, in der wir nur gestritten haben.. In der ich regelrecht wütend wurde, wenn ich sie nur sehen musste.

Ich hasse mich selbst, ich weiß nicht, ob ich Emma je wieder unter die Augen treten kann.

- Flashback -

der Todestag meines Vaters nähert sich immer mehr und ich merke, wie meine unterdrückte Trauer von den vergangenen Jahren, langsam wieder an die Oberfläche dringt. Gleich würde Miss Swan vorbeikommen und MEINEN Sohn vorbeibringen, seit ein paar Wochen ist sie nun schon in dem Leben meines Sohnes und ich habe wirklich alles mögliche versucht, um sie zu verjagen, ich hatte sie sogar eine Nacht in der Zelle schmoren lassen.. Tja nun ist Sie der Sheriff in der Stadt und noch immer im Leben meines Sohnes.. Immer Streiten wir uns, denn ich kann sie einfach nicht ausstehen, was vor allem daran liegt, dass sie die leibliche Mutter meines Sohnes ist und er sie mehr leiden kann als mich. Heute habe ich allerdings kein Nerv übrig, um mich mit ihr zu streiten und als es dann soweit ist und Henry die Tür aufschließt, verspüre ich nicht einmal die Wut, die normalerweise in mir hochkommt, wenn ich Miss Swan sehe. Zu sehr nagt die Trauer wegen meines Vaters an mir.

,,Hallo mein Schatz, ich hoffe, ihr hattet einen schönen Nachmittag zusammen." Sage ich und meine es erstaunlicherweise auch so.

,,Hallo Mom, ja der Tag war schön" kommt einzig von Henry zurück, bevor er die Treppe hoch rennt und seine Zimmertür zuknallt. Momentan habe ich kein sehr gutes Verhältnis zu Henry, da ich ihm den Kontakt mit seiner leiblichen Mutter verbieten wollte und er deswegen sehr wütend auf mich ist..

,,Miss Swan" sage ich zu der Blondine in der roten Lederjacke und drehe mich dann in Richtung Wohnzimmer, um mich dort niederzulassen. Offenbar denkt Miss Swan, dass es eine Einladung gewesen wäre, mir zu folgen, denn ich höre eine sich schließende Tür und mir folgende Schritte.

,,Regina, ist alles in Ordnung?" Fragt Miss Swan, welche sich nun auf die Couch gegenüber von mir setzt.

,,Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, Miss Swan." Erwidere ich, jedoch ohne jegliche Emotion in meiner Stimme.

Verloren oder doch Gefunden?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt