THIRTY - SIX

643 48 6
                                        

,,Benehme dich neutral, Ara. Neutral", sagt Yuji am Ende der Telefonleitung.

,,Danke. Wirklich", gebe ich sarkastisch von mir und ziehe meinen Rucksack zu. Ich halte mein Handy immer noch an meinen Ohr, während ich die Treppen hinuntergehe.

Ich erwarte fast, dass meine Eltern wieder zu Hause sind, bis mir wieder bewusst wird, dass sie beschlossen haben, das Wochenende bei den Eltern meiner Mutter zu verbringen.

Dass es sich diesmal um keine Geschäftsreise handelt, lässt mich innerlich erleichtert ausatmen.

,,Der Gedanke, dass ihr bis jetzt noch kein richtiges Date hattet, obwohl ihr euch seit vier Monaten datet, bereitet mir Kopfschmerzen", der klagende Ton meiner Freundin bringt mich zum Schmunzeln.

Ich stelle ihr Handy auf Lautsprecher, während ich mir meine Schuhe anziehe. ,,Wir hatten schon Dates, Yuji. Aber eben keine Richtigen", verteidige ich mich und lache am Ende etwas.

,,Sag, was du willst und—", bevor sie noch weiter reden kann, unterbricht ihr Vortrag, ein Klingeln. Mein Herz bleibt für eine Sekunde stehen, als ich die Umrisse von Chanyeol erkenne.

Ich stehe auf, nachdem ich schnell meine Schuhe angezogen habe und greife nach meinem Handy.
,,Er ist da. Wir sehen uns", sage ich leise in mein Handy und lege auf.
Ich greife nach der Türklinke und werde nach Öffnen der Türe prompt in eine innige Umarmung von Chanyeol gezogen.

,,Hast du mich schon vermisst, oder warum werde ich fast zerquetscht?", frage ich ihn schief grinsend, als mein Gegenüber sich von mir löst und mir zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange drückt.

,,Du hast dir die Frage prompt selbst beantwortet", sagt der Junge vor mir, während er mir seine Hand hinhält.
Ich greife noch schnell nach meiner Jacke und meiner Tasche, die sofort von Chanyeol über seine Schulter geworfen wird und schließe die Türe hinter mir. Ich verschränke unsere Hände miteinander und laufe mit Chanyeol zusammen zu seinem Auto.

,,Welchen Film hast du dir ausgesucht?", fragt mich Chanyeol, als wir uns in seinem Auto befinden und zum Kino fahren.

,,Deadpool", antworte ich vielsagend.
Chanyeol blickt überrascht zu mir und ich muss mir ein Grinsen verkneifen, da sein Gesicht Goldwert ist. Der Junge neben mir schüttelt daraufhin nur ungläubig seinen Kopf und lächelt dann über beide Ohren.

Es dauert nicht lange, bis wir vor dem Kino halten und aussteigen.
Da heute Freitag ist, sind viele Jugendliche unterwegs und gehen ebenfalls in Kino. Chanyeol greift instinktiv nach meiner Hand, als wir zur Kasse laufen und kauft uns die Tickets. Anschließend bin ich diejenige, die uns das Essen kauft.

,,Du stopfst dir die Dinger jetzt schon rein. Warte doch bis der Film anfängt", sagt Chanyeol schmunzelnd, als er mich beim Essen beobachtet.

,,Ich kann nicht anders", sage ich nuschelnd und halte mir dabei die Hand vor meinem Mund, da mein Gehirn nicht drauf geachtet hat, wie viel Popcorn ich in mich hineinstopfe und ich Chanyeol diesen Anblick ersparen will.

Die Werbung an sich dauert viel zu lange. Es kommt sogar dazu, dass meine Tüte fast schon halbleer ist, während Chanyeol Seine noch nicht mal angerührt hat.

,,Woher hast du nur dein Durchhaltevermögen?", flüstere ich ihn leise zu. Ich höre, wie Chanyeol leise lacht. Ich will jedoch etwas erwidern, halte mich jedoch prompt zurück, da der Saal dunkler wird und der Film nun endlich beginnt.

Der Film ist ziemlich gut gewesen, wenn nicht, auch verdammt witzig an manchen stellen. Deshalb sage ich mir innerlich, dass ich den perfekten Film ausgesucht habe und nach keinem Reinfall gegriffen habe.

Chanyeol hat den Film so richtig genossen, was man an seiner besseren Laune merkt. Als wir aus dem Saal treten, hat er lässig seinen Arm um mich geschlungen und sieht kurz mit einem sanften Lächeln zu mir runter.

,,Du solltest öfters die Filme aussuchen, Ara. Ohne Witz", sagt er und ich grinse etwas. Wir schmeißen unseren Müll weg und machen uns auf dem Weg nach draußen.

Auch wenn es jetzt fast schon 18 Uhr ist, ist es relativ hell im Himmel und es sind noch mehr Menschen unterwegs. Jedoch werden es immer weniger, als Chanyeol mich nach einer zehnminütigen Fahrt in ein Restaurant führt.

Als wir es betreten staune ich nicht schlecht. Das Lokal ist verdammt gemütlich eingerichtet und egal wo ich hinsehe, die einzigen Farben, die ich zu Gesicht bekomme sind verschiedene dunkle Rottöne.

,,Gefällt's dir?", fragt mich Chanyeol sofort, während wir uns an einem Zweiertisch nieder lassen.

,,Ja", antworte ich zu zögern und ich meine ernst.

Chanyeol lächelt siegessicher und er scheint erleichterter denn je.

___

Hoff euch hat das Kapitel gefallen, bis bald!💜

SWEET | p.cy✔︎ Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt