Harte Kerle Teil 2

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Ich konnte es nicht fassen. Seit einer geschlagenen Stunde saßen die beiden jetzt da und redeten kein Wort miteinander.
„Okay, ihr zwei. Ich hab definitiv nicht vor, den ganzen Tag hier rumzustehen, mal abgesehen davon, dass ich mich wesentlich besseres vorstellen könnte. Entweder ihr redet jetzt oder ich verliere die Geduld."
Beide sahen mich aufmerksam an und ich wartete. Vergeblich. Genervt warf ich die Arme in die Luft und ging lautstark die Treppe hoch. Sollten sie doch ewig so weiter machen, immerhin war das genau genommen nicht mein Problem.
Ich saß schon eine ganze Weile auf meinem Bett, mit meinem Mathebuch auf dem Schoß und versuchte verzweifelt mir die Formeln zu merken, als es klopfte. Ich murrte ein „Herein" und klappte das alte Buch zusammen.
Jack kam zu mir und kniete sich vor mich. Seine Hände auf meinen Oberschenkeln, tauchte direkt wieder dieses Ziehen in meinem Unterleib auf.
Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und lächelte müde.
„Wir gehen heute Abend noch in den Club. Willst du mit?"
„Nein, danke."
Anscheinend hatten sie sich wieder vertragen. Irgendwie erfüllte mich das mit Zufriedenheit. Vielleicht konnte es ja endlich wieder einigermaßen wie früher werden. Vielleicht.
„Ist alles in Ordnung?"
„Ja, ich war nur in Gedanken."
Liebevoll nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste meine Nasenspitze. Dann senkten sich seine Lippen auf meine und ich seufzte auf.
Da man allerdings nicht alleine in diesem Haus sein konnte, platzte Mike in mein Zimmer und johlte.
„Wusste ich es doch! Ich hab mir die Beule in deiner Hose doch nicht eingebildet, Mann!"
Verlegen sah ich auf meine Hände. Jack stand leicht geärgert auf und schubste Mike grob. Dieser lachte nur und folgte meinem Bruder.

Es war mittlerweile schon fast drei Uhr morgens, als die beiden polternd die Treppe hoch kamen. Ich wurde wach und trat verärgert auf den Flur.
„Könnt ihr nicht leiser sein. Andere wollen schlafen um diese Uhrzeit."
„Hey, da ist ja meine Kleine."
Jack schlang seine Arme um mich. Wäh! Der stank vielleicht nach Alkohol.
„Wie viel habt ihr denn bitte getrunken?!"
Ungläubig sah ich Jack an und schüttelte nur den Kopf. Er drängte mich gegen die Wand und wanderte mit seinen Händen zu meinem Hintern.
Er küsste mich wild und ungestüm. Zu jedem anderen Zeitpunkt, hätte ich mich gedankenlos darauf eingelassen, aber nicht jetzt. Erstens, er war betrunken, stockbesoffen. Zweitens, Mike beobachtete uns die ganze Zeit. Und drittens, unsere Eltern schliefen zwei Türen weiter.
Ich schubste ihn weg und ging wieder in mein Zimmer. Ich war nicht sauer, aber im Gegensatz zu ihm, musste ich in ein paar Stunden eine Matheklausur schreiben und war nervös.
Wieder in meinem Bett, schaute ich noch kurz auf mein Handy, bevor meine Tür aufging und Jack zu mir unter die Decke kroch.
„Jack! Geh gefälligst in dein Bett."
„Wieso? Merkt doch keiner."
„Ich will aber schlafen."
„Und das kannst du nicht, wenn ich neben dir liege?"
„Nein."
Er grinste süffisant und schob mein Schlabbershirt ein wenig nach oben.
„Warum nur?"
Sein heißer Atem an meinem Hals gab mir schließlich den Rest. Ich drehte mich zu ihm um und schmiegte mich an seinen Oberkörper.
„Du bist gemein. Schlechter Einfluss..."
Er erstickte meinen Protest mit einem Kuss, der es in sich hatte. Mein Herz schlug wild in meiner Brust und ich keuchte, als er kurz von mir abließ, um Luft zu holen.
„Du bist so wunderschön."
Ich lächelte und strich mit meinen Fingern über seine Lippen. Sanft fuhr ich seine Konturen nach und merkte, wie er genüsslich seine Augen schloss.
Ja, das war es dann. Jack schlief und ich versuchte ebenfalls, wieder einzuschlafen.


Mein Wecker schrillte unerbittlich. Murrend tastete ich nach ihm und schaltete ihn aus. Allerdings hatte ich nicht viel Bewegungsfreiheit, da etwas Schweres auf mir lag.
Jack machte keine Anstalten aufzuwachen, also versuchte ich mich unter ihm raus zu winden, ohne Erfolg.
„Verdammt, wach endlich auf."
Ich schlug ihn etwas fester gegen seine harten Muskeln und hoffte, dass er endlich seine Augen aufmachen würde.
Hm. Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn irgendetwas in meinem Leben klappten würde! Immer noch müde, pustete ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und betrachtete uns. Seine Erektion in seiner Shorts zog meinen Blick geradezu an und ich konnte nicht anders als darüber zu schmunzeln.
Müde rieb ich mir die Augen und starrte entsetzt auf den Wecker. Noch zwanzig Minuten, dann würde die Matheklausur ohne mich anfangen. Toll! Wirklich super...
Geschockt schreckte ich hoch. Scheiße! Ich war noch einmal eingeschlafen. Den Tag konnte ich jetzt ganz vergessen. Noch immer wurde ich belagert, aber diesmal versuchte ich es erst gar nicht, mich zu befreien.
Ich strich ihm sanft über die nackte Schulter und wanderte immer tiefer, über seine Wölbung und dann wieder hoch. Sein leises Stöhnen erregte mich. Wie konnte ich ausgerechnet jetzt an Sex denken?! Himmel, ich war schlimm.
Kurzentschlossen ließ ich meine Hand unter den dünnen Stoff gleiten und massierte sein hartes Stück ein wenig. Seine Arme spannten sich an und er zog mich noch näher an sich. Dann öffnete er seine Augen und schaute mich etwas überrascht an.
„Was machst du da?"
Ich zog meine Hand zurück und strich über seine Arme.
„Dich wecken, damit ich endlich aufstehen kann. Immerhin habe ich dank dir schon die Schule verpasst."
„Du bleibst schön hier."
Er packte mich und knabberte fast schon schmerzhaft an meinem Hals. Währenddessen wurden seine Hände selbstständig und fanden meine Knospe. Er fuhr mit dem Daumen darüber und brachte mich zum Stöhnen.
„Jack, nicht jetzt."
„Doch, Mae. Jetzt!"
Seine Lippen liebkosten meine und schließlich drang seine Zunge fordernd in meinen Mund. Ich spürte ihn überall, roch seinen Duft und ließ mich einfach fallen.
Er befreite mich von meinen Schlafsachen und zog sich selbst ungeduldig die Shorts aus. Seine feuchte Spitze an meinem Eingang, brachte mich automatisch dazu, meine Beine noch etwas mehr zu spreizen.
„Du bist unmöglich."
Meine Stimme zitterte vor Erregung und ich zog ihn unsanft zu mir. Sein Blick war voller Verlangen und ich wollte ihn endlich spüren. Doch er beugte sich vor uns flüsterte leise in mein Ohr: „Du bist so feucht und das nur für mich. Das macht mich glücklich und verdammt noch mal scharf auf dich. Ich will dich."
Damit drang er in mich ein. Nicht vorsichtig oder sanft, sondern unaufhaltsam und hart. Er erstickte mein Stöhnen mit seinen Lippen. Fahrig fuhr ich mit meinen Händen über seinen Oberkörper und krallte mich in seine Schultern, als er sein Tempo erhöhte. Ich beschloss, den Sex am Morgen direkt auf meine Unbedingt-wiederholen-Liste zu schreiben und gab mich ganz meinen Gefühlen hin.
Irgendwann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und wand mich unter ihm. Er trieb mich meinem Höhepunkt entgegen und ich stöhnte erschöpft auf, als wir beide kamen.

Leidenschaft verboten!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt