Meine Augen brannten und meine Lippen schmeckten salzig von den Tränen. Ich wollte das alles einfach nicht. Mein ganzer Körper schmerzte vor Anspannung. Ich saß da und starrte auf die Tür. Jack hatte nicht nach mir gesehen. Nicht ein Mal. Als ich schließlich aufstand und nach unten ging, war alles ruhig. Klar, es war ja auch gerade mal vier Uhr morgens. Es hätte mich gewundert, wenn jetzt schon jemand wach wäre. In der Küche schaltete ich das grelle Licht an und sah die Verwüstung. Super! Jetzt durfte ich auch noch hinter Jack herräumen. Innerlich fühlte ich mich ziemlich leer an. Mit routinierten Handgriffen beseitigte ich die Scherben und bemerkte gar nicht, dass ich mich dabei geschnitten hatte. Erst als die weißen Bodenfliesen immer mehr rote Flecken bekamen, sah ich irritiert an mir runter. Meine rechte Hand blutete meiner Meinung nach schon ziemlich stark, aber ich konnte Blut noch nie wirklich sehen. Deshalb nahm ich das nächst beste Küchenhandtuch und wickelte es um meine Hand. Im Bad wusch ich das Blut ab und desinfizierte den Schnitt. Na ja, der Anblick gefiel mir nicht. Mein Magen drehte sich dabei um und stöhnte. Es brachte doch alles nichts!
Im Erstehilfekasten fand ich eine Mullbinde, die ich mir ungeschickt um die Hand wickelte.
Mein Kopf war wie leer gefegt und ich ließ mich einfach von meinen Gefühlen mitreißen. Es tat gut, einfach zu weinen. Alles raus zu lassen und nicht darüber nachzudenken.
Okay, vielleicht war ich auch einfach nur masochistisch. Oder mein Leben dachte, es muss noch ein bisschen Salz in meine Wunde streuen? Wer weiß!
Die Zeit verging viel zu schnell. Als mein Wecker klingelte, zuckte ich zusammen und löste mich aus meiner Starre.
Mechanisch zog ich mich an und schminkte mich. Was gar nicht mal so einfach war, da meine Hand höllisch schmerzte.
Meine Tasche geschultert, trank ich noch schnell meine Tasse Kaffee leer und machte mich dann auf den Weg zur Schule. Ich wollte eigentlich nichts lieber, als meine Ruhe zu haben, aber was brachte es mir, wegen diesem Arschloch mein Abitur zu versauen?! Nichts.
Ich blieb wie angewurzelt stehen, als ich Jack vor seinem Auto stehen sah. Er wartete mit verschränkten Armen auf mich. Sein Blick war kalt.
Zögernd setzte ich mich in Bewegung, doch statt ins Auto zu steigen, lief ich an ihm vorbei und beachtete ihn nicht.
„Du willst bei dem Wetter doch nicht laufen?"
Seine Stimme schnitt durch die eisige Luft. Wenn ich mich jetzt umdrehte, wäre es mit meiner Beherrschung aus.
„Sieht ganz so aus."
„Jetzt mach keinen Unsinn, du wirst nur krank."
„Das kann dir doch egal sein."
Damit lief ich hastig weiter. Doch Jack rannte mir nach und lief neben mir her. Die Luft um uns herum schien gerade so geladen zu sein.
„Von mir aus sei sauer so lang du willst, aber steige endlich in das verdammte Auto."
„Wie gesagt, ich laufe lieber."
Zischend stieß er die Luft zwischen seinen Zähnen aus und griff grob nach meinem Arm. Sein Griff hinderte mich weiterzugehen und ich schaute auf. Angestrengt versuchte ich mein Arm zu befreien, aber er ließ nicht locker.
„Jack, lass los. Du tust mir weh."
„Entschuldige."
Er lockerte den Griff, mehr nicht. Unentschlossen sah ich in seine Augen und hielt die Luft an. So verzweifelt hatte ich ihn noch nie gesehen.
„Ich komme zu spät, wenn du mich nicht endlich los lässt."
„Wir sollten reden."
„Findest du nicht, dass es dafür ein wenig zu spät ist. Du hast deinen Standpunkt klar gemacht und ich akzeptiere deine Entscheidung. Erwarte nicht von mir, dass ich wieder auf Friedefreudeeierkuchen mache und akzeptiere dass ich dir lieber aus dem Weg gehe."
Jack sah mich lange an. Er trat näher und räusperte sich.
„Ich will aber nicht, dass du mir aus dem Weg gehst. Es tut mir leid."
„Himmel, Jack. Lass mich einfach in Ruhe. Du machst es nur noch schlimmer. Geh eine von deinen Schlampen vögeln und verschone mich mit deinen Lügen. Du hast doch, was du wolltest."
„Mae, bitte. Ich wollte nie, dass es so endet. Ich liebe dich doch. Du bist alles, was ich will und glaub mir, ich wollte dich bestimmt nicht nur ins Bett kriegen."
„Mir ist egal was du wolltest, auf jeden Fall hast du mir deutlich gemacht, dass ich deine Schwester bin und mehr nicht."
Mein Herz raste wild und ich musste mich bemühen so standhaft zu bleiben. Sein leidender Gesichtsausdruck half da nicht gerade.
„Ich denke, es ist einfach besser so. Wir würden nie wirklich ein Paar sein können."
„Hätten wir auch nicht gemusst. Für mich wäre es egal gewesen, Hauptsache wir hätten uns gehabt."
„Du würdest ein ewiges Versteckspiel spielen wollen, nur um mit mir zusammen zu sein?!"
Leicht ungläubig strich er mir sanft über die Wange und zog mich zu sich.
„Du bist unglaublich."
Dann beugte er sich vor und küsste mich. Seine Lippen fühlten sich vertraut und weich an. Zuerst war ich zu überrascht, um den Kuss zu erwidern, aber dann hielt mich nichts mehr zurück. Gierig krallte ich mich an ihn und presste mich gegen ihn. Sein warmer Körper und sein Duft umhüllten mich und meine Knie wurden weich. Jack hielt mich fest an sich gedrückt und ließ erst los, als wir uns beide schweratmend lösten.
Meine Wut, Enttäuschung und der ganze Schmerz war auf einmal Geschichte. Verlegen lächelte ich und sah ihn abwartend an.
„Mae, bitte gib mir noch eine Chance."
„Arschloch!"
Ich boxte ihm in die Seite und grinste ihn dämlich an. Ja, das war aus mir geworden. Eine dämlich grinsende Kuh!
Er atmete erleichtert auf und drängte seine Lippen stürmisch auf meine. Unweigerlich war da wieder dieses Ziehen in meiner Mitte und ich konnte nicht anders und stöhnte in den Kuss, als seine Hände über meinen Bauch fuhren.
Hatte ich jemals erwähnt, wie sehr mir Versöhnungssex gefiel?? Na ja, jetzt schon! Sah man mal davon ab, dass wir gerade in einem verlassenen Waldstück in Jacks Auto saßen... oder eher übereinander her fielen.
„Jack, ich muss in die Schule...!"
Widerwillig lehnte ich mich zurück und betrachtete ihn. Ich saß auf seinem Schoß und das Lenkrad drückte von hinten leicht gegen meinen Rücken.
„Dann kommst du eben zu spät."
Seine Mundwinkel zuckten amüsiert und er zog mich wieder zu sich und verschloss unsere Münder zu einem leidenschaftlichen Kuss.
Bald lagen meine Klamotten auf dem Beifahrersitz verstreut und ich zog Jack umständlich die Hose runter und befreite ihn von seinem Langarmshirt.
Das Gefühl von seiner Haut unter meinen Fingern ließ mich seufzen.
„Du bist ein schlechter Einfluss", säuselte ich gegen seine Lippen und bewegte dann meine Hüfte aufreizend über die Wölbung in seiner Shorts.
Seine Hände wanderten zu meinen Brüsten und kneteten diese unnachgiebig.
„Und du stellst meine Kontrolle auf die reinste Kostprobe."
Sein heißer Atem strich über meine Haut und beschaffte mir eine Gänsehaut.
Spielerisch fuhr ich mit meiner Zunge die Konturen seines Kinns nach und knabberte an seinem Hals. Ich sog die empfindliche Haut zwischen meine Zähne und zwickte sie leicht mit den Zähnen. Jack unter mir spannte sich an und knurrte.
„Weißt du, Jack? Ich stehe auf Versöhnungssex. Das sollten wir öfters machen."
Schmunzelnd fuhr mit einer Hand zwischen meine Beine und drang mit zwei Fingern in mich ein. Überrascht keuchte ich auf und sah in seine tiefen Augen. Die andere Hand legte er in meinen Nacken und zog mein Gesicht zu ihm, bis es nur noch wenige Zentimeter von seinem entfernt war.
„Du bringst mich noch um den Verstand, Mae."
Er überwand den letzten Abstand und fuhr sanft mit der Zunge über meine Lippen. Ich öffnete diese bereitwillig für ihn und verlor mich in diesen einen Kuss. Er war so sanft, überhaupt nicht fordernd. Bis ich es nicht mehr aushielt und ungeduldig an seiner Shorts zupfte.
Enttäuscht lehnte ich mich etwas zurück, als er mir seine Finger entzog und mich mit hochgezogenen Augenbrauen musterte.
„Da ist jemand aber ganz schön gierig."
„Wenn du keine Lust hast, mir Befriedigung zu verschaffen, muss ich das wohl selbst übernehmen."
Mit einem zuckersüßen Lächeln, fuhr ich mit meinen Fingern über meine steifen Brustwarzen, weiter nach unten...
Grob zerrte Jack seine Shorts runter und packte mich an der Hüfte. Unbarmherzig drang er in mich ein und knabberte an meinen Hals. Ich merkte mit Entzücken, wie er mich ganz ausfüllte und ließ meine Hüfte langsam kreisen.
Seine Hände waren überall und ich spürte seine warme Haut an meiner. Seine Berührung und sein Atem, der mir sämtliche Schauer über den Rücken jagte.
Ich begann immer hemmungsloser ihn zu reiten und konnte mein Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Wir küssten uns ungehalten und er drückte mich fast schon schmerzhaft feste an sich, als mein Körper vor Lust zu zucken begann und wir beide über die Klippe stürzten. Er ergoss sich in mir und ich sank leicht erschöpft auf ihm zusammen.
Ich konnte uns beide schwer atmen hören und fühlte wie sich seine Brust unter mir regelmäßig hob und senkte. Die Scheiben des Autos waren beschlagen, was mich ein wenig an den Film Titanic erinnerte...
„Jack?"
„Ja?"
„Wie wäre es, wenn wir nach Hause fahren?"
„Eine gute Idee."
Doch ich regte mich nicht. Ich sah lediglich zu ihm auf und lächelte.
Er drückte mir einen Kuss auf die Stirn und richtete sich mit mir zusammen auf.
Es klopfte und ich quiekte vor Schreck auf. Jack presste mich an seinen Oberkörper und verdeckte so zumindest einen Teil von mir.
Zögernd ließ er das Fenster runter und wir blickten einem mittelalten Mann an, der uns amüsiert musterte.
„Sie beide wissen schon, dass ihre kleine Beschäftigung unter Umständen strafbar ist, so in der Öffentlichkeit."
„Was wollen Sie?"
„Ich will Sie beide lediglich warnen. In den nächsten Minuten kommen hier ein paar Holzfäller um ihre Arbeit zu verrichten. Vielleicht sollten sie sich ein Bett suchen."
Er zwinkerte mir zu und verschwand dann irgendwo zwischen den Bäumen.
Ich atmete geräuschvoll aus und fing dann an zu lachen. Jack stimmte mit ein und reichte mir schließlich meine Klamotten.
„Die Unterwäsche kannst du gleich auslassen, die wirst du heute nicht mehr brauchen."
Seine Augen funkelten mich dunkel an und ich konnte nicht anders, als diese perfekten Lippen zu küssen.
„Soll das eine Anspielung sein?!"
Das Gefühl der Jeans, die in meinem Schritt rieb, war weder besonders angenehm, noch unangenehm. Ungeduldig saß ich auf dem Beifahrersitz und wartete auf Jack. Wir hatten auf dem Rückweg noch schnell bei einer Tankstelle gehalten, da er tanken musste und ich einen mordsmäßigen Hunger hatte.
Die Tür ging auf und mir flog eine Tüte entgegen. Gerade noch so, fing ich sie auf und durchstöberte den Inhalt.
„Ich hoffe das stillt deinen Hunger."
„Fürs erste."
In der einen Hand hielt ich einen Schokoriegel und mit der anderen schaufelte ich mir salzige Chips in den Mund.
„Pass bloß auf und krümmel nicht in mein Auto."
„Ach, halt die Klappe."
Jack sah mich gespielt böse von der Seite an und wollte mich reizen, was er allerdings nicht schaffte. Als ich fertig gegessen hatte, also eine ganze Chips Tüte und den Riegel, legte ich meine Hand auf seinen Oberschenkel und fuhr langsam immer weiter hoch.
„Maelle, ich fahre Auto."
Schulterzuckend sah ich auf die Straße und ließ meine Hand genau da, wo sie war. Jack parkte das Auto in der Einfahrt und grummelte irgendetwas Unverständliches vor sich hin. Guter Dinge stieg ich aus und wurde prompt von Jack gegen das Auto gedrückt.
„Jetzt bist du fällig!"
Seine Hände an meinem Hintern hob er mich hoch und trug mich rein. Ich kicherte hielt mich an seinen starken Schultern fest.
Jep. Uns war wirklich kein Glück gegönnt, denn auf einmal stand mein Vater im Flur und beobachtete uns mit großen Augen...
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Leidenschaft verboten!
FanfictieMittlerweile hatte sich die Klasse gefüllt und auch unser Lehrer bereitete sich vorne am Pult vor. Daniel Brown . Noch ein Referendar, aber bald ein ausgebildeter Lehrer, dem jetzt schon alle Mädchenherzen gehörten. Mit seinem braun gebrannten Körpe...
