Taehyung setzt mich auf und nimmt mich in den Arm. Er streicht meinen Rücken entlang, was mich leise schnurren lässt. Seine Anwesenheit ist so beruhigend und so entspannend.
"Was sagst du eigentlich zu Jimins und Hoseoks Vorschlag? Also das sie dir Kleidung kaufen", fragt der brauhaarige nach einiger Zeit. "Das ist wirklich sehr nett. Die beiden brauchen meine Kleidergröße, oder?", erwider ich. Taehyung nickt und krault mein Ohr. "Können sie mir die sachen in L oder XL kaufen? Ich mag größere Sachen lieber", frage ich dann. "Klar ich schreibe dennen das. Möchtest du bestimmte Farben haben? Oder Kleidungsstücke?", fragt Taehyung nochmal. "Mh... Schwarz und grau mag ich sehr gerne, aber die farbe ist mir eigentlich egal, solange es nicht zu hell ist", überlege ich dann laut, "Und an Kleidungsstücken mag ich Jogginghosen und Kapuzenpullis am meisten. Aber es können auch T-shirts und Jeans dabei sein." Taehyung nickt und greift zu seinem Handy und schreibt Jimin wohl meine Wünsche. Er hält sein Handy zwar so, das ich mitlesen könnte, aber ich kann kein einziges Wort dort lesen. Es macht mich traurig, nicht lesen, schreiben oder rechnen zu können. Ich wünschte wirklich, ich wäre kein Neko sondern ein normaler Mensch, der die Schule besuchen kann und arbeiten gehen kann um Geld zu verdienen um ein eigenes Heim zu haben. Leise muss ich aufseufsten. Mein Leben ist schon scheiße. Ich bin 25 Jahre und habe bis vor kurzem bei meinem Vater gelebt, habe kein Grundwissen in irgendwas und das ich ordentliche Sätze bilden kann, grenzt nahezu an einem Wunder. Ich habe nie gelernt wie die Grammatik richtig ist oder wie man 1 + 1 ausrechnet.
"Die beiden kaufen dir Morgen die Sachen und bringen sie auch vorbei. Hoseok möchte dich dann gerne nochmal untersuchen ob alles gut am verheilen ist, in Ordnung?", wendet sich Taehyung an mich und reißt mich damit aus meinen recht traurigen Gedankengängen. "Mh? Ja ist okey", gebe ich von mir und spiele etwas mit meinen Fingern. Ich habe damit angefangen als ich sechs war und ich mich immer am falschen Platz gefühlt habe, also tagtäglich. "Hey Yoongi, alles gut?", fragt Taehyung und schaut mich an. Ich nicke nur. Ich möchte nicht, dass er sich Sorgen um mich macht. "Irgendwas ist doch. Dur wirkst plötzlich so traurig und betrübt", meint er und streicht über meinen Kopf. "Es ist wirklich nichts. Alles ist gut", erwider ich und zwinge mich zu einem lächeln. "Du kannst mir alles anvertrauen, Yoongi. Und bitte zwing dich zu nichts was du nicht möchtest", seufst er und streicht meine Wange entlang, "Wenn du lächelst dann soll es ein ehrliches Lächeln sein und kein gezwungenes" Ich nicke und kuschelt mich wieder an ihn. Er streichelt über meinen Kopf und krault mir immer eines meiner Ohren. Es ist wirklich sehr entspannend bei ihm.
"Meine Mutter hat das immer gemacht wenn ich oder sie traurig war", meine ich nach einiger Zeit der Stille. An die Erinnerung, wo wir gemeinsam zu zweit auf dem Sofa saßen und einfach gekuschelt haben, muss ich lächeln. Ich habe immer gemerkt wenn es meiner Mutter nicht gut ging und bin dann zu ihr aufs Sofa gegrabbelt und habe meinen Kopf auf ihr Bein gelegt. "Sie hat inmer gearbeitet und mich und meinen Vater mit essen und allem anderen versorgt. Egal wie stressig ihr Tag war, sie hat sich immer zehn Minuten Zeit genommen und hat mit mir gekuschelt und mich gekrault. Ich habe mich in diesen Momenten immer so sicher gefühlt, so geborgen, dass ich das gefühl hatte, dass ich meiner Mutter etwas zurück geben müsse. Jeden Tag wenn sie traurig war und ich es gemerkt habe, habe ich mich zu ihr gelegt und sie hat mich wie immer gekrault. Sie hat es immer aufgeheitert wenn ich bei ihr war. Meine Mutter war die beste. Ich hätte mit nie eine andere vorstellen. Leider vergeht alles schöne und gute viel zu schnell. Ich hatte meine Mutter nur fünf Jahre lange. Sie kam eines Tages früher heim, weil es ihr nicht gut ging, und hat gesehen was für ein Arschloch mein Vater ist. Sie hat gesehen wie er mich schlug und wie er mich gezwungen hat zu putzen. Dan dem Tag hat sich alles geändert. Als ich zu meiner Mutter gehen wollte, um ihr Gute Nacht zu sagen, habe ich ihre laute Diskussion gehört. Ich konnte nicht verstehen was sie sagten, aber ich habe gemerkt wie es meiner Mutter schlechter ging. Ich hatte damals so eine heiden Angst, ich habe mich nicht getraut in das Zimmer zu gehen. Ich weiß nicht wie lange ich da einfach stand. Irgendwann kam mein Vater wieder und wir gingen. Mein Vater hat mich in eine versiffte Wohnung geschleppt. Und ab da sagte er immer wieder, dass ich schuld bin das seine Ehe kaputt ist, dass ich schuld bin das meine Mutter tot bin... Und ich habe es geglaubt...", erzähle ich. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte dieses verlangen danach es Taehyung zu erzählen. Ich warte ob er irgendwas sagt, doch er sagt nichts. Unsicher schaue ich ihn an und er erwiedert meinen Blick. Kurz darauf nimmt er mich fest in den Arm und streichelt über meinen Kopf, ehe er etwas sagt: "Du bist an garnichts schuld Yoongi. Dein Vater trägt die einzigste Schuld an allem."
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Katzenliebe //Taegi//
FanfictionIn einer dunklen, recht ruhigen Nacht fährt der Firmenchef Kim Taehyung nachhause. Vollkommen übermüdet und gestresst achtet er nicht 100%tig auf die Straße und fährt jemanden an. Oder doch etwas anders? Verängstigt und am ganzen Leib zitternd sitzt...
