Harry sprang wie vom Blitz getroffen auf und sah mich geschockt an.
„NEIN! DAS KANN ICH NICHT!",stieß er laut hervor und lehnte sich zitternd an eine Wand. Anscheinend hatte ihn allein die Vorstellung mit Draco über seine Gefühle zu reden sehr aus der Fassung gebracht.
„Harry...alles gut...",versuchte ich ihn zu beruhigen, doch er schien total in Rage zu sein.
„NICHTS IST GUT!",schrie er nun und atmete jetzt sehr schwer ein und aus. Nun ließ er sich an der Wand hinunterrutschen und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Ich setzte mich mit ihm auf den Boden und legte meine Hand auf seine Schulter. Ruhig flüsterte ich : „Wieso? Wieso kannst du nicht mit ihm darüber reden ?"
Er sah auf und ich sah, dass er Tränen in den Augen hatte. Während er redete, zitterte seine Stimme panisch: „Er würde mich für verrückt halten...mich wegstoßen...ICH DARF DAS NICHT KAPUTTMACHEN, PANSY!"
„Was darfst du nicht kaputt machen ?",fragte ich ihn ruhig.
„Wir verstehen uns so gut im Moment und das ist so...so schön...ich will das nicht kaputtmachen indem ich ihm aus heiterem Himmel sage, dass ich auf ihn stehe...",sagte er ruhig, während seine Stimme immernoch zitterte.
„Wieso denkst du, dass du etwas kaputtmachen würdest, Harry ?",fragte ich ihn flüsternd.
Er sah mich entgeistert an: „Er ist NICHT in mich verknallt...er steht NICHT auf mich...er empfindet NICHTS, außer Freundschaft, für mich...er würde mich wegstoßen...mir aus dem Weg gehen, weil es ihm vielleicht peinlich ist, dass ich auf ihn stehe..."
Nun stand ich etwas wütend auf: „Harry Potter! Sieh mich an, verdammt!"
Offensichtlich erstaunt über diesen Ton, den ich nun angelegt hatte, schaute er mich wirklich vom Boden herauf an.
„Harry! Draco würde niemanden wegstoßen, nur weil derjenige ihm seine Gefühle sagt! Er würde vielleicht ein paar Tage brauchen um das zu verarbeiten, aber dann würde er wieder ganz der Alte sein!"
„Du hast leicht Reden! Du musstest ihm noch nie sagen, dass du Gefühle für ihn hast..."
„Ich weiß wovon ich rede, Harry! Ich war selbst mal genau in der gleichen Situation...Ich hab ihm alles erzählt und er hat mir nach ein paar Tagen ganz klar gesagt, dass er nichts von mir will...dann wurde mir auch klar, dass ich auf Hermine stehe! Und jetzt sieh an! Draco ist mein Bester Freund geworden, obwohl ich ihm mal mein Gefühle für ihn gebeichtet habe!"
„Aber das war etwas anderes...du stehst jetzt auf Hermine...ich werde aber ,auch wenn er mir sagt, dass er nichts von mir will, auf ihn stehen!"
„Denkst du ich habe das vom einen auf den anderen Tag gemerkt? Nein, eben nicht, weil man sich nicht über Nacht direkt in eine andere Person verlieben kann! Das geht nicht! Aber Draco war bei mir, auch wenn er wusste, dass ich immernoch in ihn verknallt war! Er war bei mir und hat mich abgelenkt, weil er mich als Freundin nicht verlieren wollte!",sagte ich und als Harry keine Anstalten machte noch etwas zu sagen, fuhr ich fort: „Harry...Draco mag dich mindestens als Freund sehr sehr sehr gerne und das kannst du mir glauben!
Selbst wenn er nicht für dich empfindet, dann wird er alles versuchen um dich bei sich zu halten, weil er dich als Freund lieb hat und nicht verlieren will! Draco würde ALLES für seine Freunde tun selbst wenn es ihm alles rauben würde, genauso wie ich es tun würde...Draco würde nie und wirklich NIEMALS einen guten Freund kampflos gehen lassen! Okay?! Er hat schon oft Freunde verloren...sehr oft hat er Menschen, die er liebt gehen lassen MÜSSEN, weil er nichts dagegen tun konnte! Das hat ihn innerlich kaputt gemacht...er war nicht mehr er selbst, nachdem er Crabbe und seinen Vater verloren hat....Er wird nicht zulassen, dass er noch jemanden gehen lassen muss, Harry! Und er würde Freunde schon garnicht freiwillig gehen lassen, nur weil sie Gefühle haben und ehrlich mit ihm sind..."
Ich hatte nicht gemerkt, dass ich angefangen hatte, zu Weinen. Schluchzend sagte ich zu Harry: „Bitte glaub mir das, Harry!"
Er nickte und fing nun auch an zu Weinen. Weinend hielten sich nun zwei Achtklässler in den Armen, als würden sie gleich ertrinken, und weinten sich verzweifelt aus.
Viele würden es als erbärmlich bezeichnen, aber für Harry und mich war es pure Befreiung.
Später am Tag standen wir wieder lächelnd vor dem Verwandlungsklassenzimmer und warteten darauf, dass die anderen Achtklässler heraus traten und mit uns zum Abendessen gehen konnten.
Tatsächlich war Mittwoch, der anstrengendste Tag der Schulwoche für uns Achtklässler. Bis kurz vor dem Abendessen hatten wir noch Unterricht und meistens auch noch tausende Hausaufgaben auf.
Irgendwie war ich froh, dass ich heute nicht in den Unterricht musste...
Nach ein paar Minuten kamen sie dann alle raus. Als erstes Brown und diese Patil-Zwillinge, dann die anderen und am Ende Hermine und Draco.
Als die Beiden uns entdeckten gingen sie direkt lächelnd auf uns zu. Sie sahen echt fertig aus, aber trotzdem wirkten sie glücklich und überrascht uns zu sehen.
„Ihr seid schon draußen?",fragte Draco ungläubig, „Ich dachte, dass Madam Pomfrey euch noch mindestens zwei Wochen drin lässt!"
„Das hört sich ja an, als wären wir im Gefängnis gewesen !",lachte ich und die anderen lachten auch mit. „Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass Madam Pomfrey uns am liebsten noch etwas da gelassen hätte, aber Professor McGonagall hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht.",gab Harry zu bedenken und daraufhin prusteten wir noch lauter los.
Ein paar Stunden später saßen wir alle gespannt im Gemeinschaftsraum. Hermine hatte uns nach dem Abendessen gesagt, dass sie uns unbedingt etwas zeigen müsste. Also saßen Draco, Harry und ich auf einem Sofa im Gemeinschaftsraum und warteten auf Hermine, die gerade eilig im Schlafsaal der Mädchen verschwunden war.
Draco hatte sich an das Ende des Sofas gesetzt und nachdem ich Harry einen aufmunternden Blick zugeworfen hatte, hatte sich Harry direkt neben Draco gesetzt. Harrys Wangen waren sofort rot angelaufen, nachdem er sich so dicht zu Draco gesetzt hatte. Dieser war zwar etwas verwirrt gewesen, aber als er meinen Blick sah, lehnte er sich wieder grinsend nach hinten an das Sofa.
„Was,denkt ihr, hat sie vor ?",fragte ich schmunzelnd um die Stimmung ein wenig aufzulockern.
Harry zuckte nur mit den Schultern.
Dann kam Hermine wieder in den Raum gerast und hielt einen kleinen Kasten,der ziemlich schwer aussah, und ein paar DVDs hoch.
„Filmeabend! ",rief sie lachend und sah uns begeistert an.
Harry schaute sie erstaunt an und sagte: „Wusste ich es doch!"
Draco und ich sahen uns nur verwirrt an. Zögernd fragte ich: „Ähm...Was ist ein 'Filmeabend' ?"
Hermine sah mich geschockt an: „Du hast noch nie einen Filmeabend mit Freunden veranstalten?!"
„Nein...?",gab ich unsicher zu.
„Das müssen wir ändern!",rief Harry und sprang auf, „Ich hol Decken!"
„Pansy?",fragte Hermine, „Kannst du ein paar Snacks von der Küche holen?"
„Kann ich machen...",sagte ich zögernd und schnappte mir Harrys Tarnumhang.
Nach ein paar Minuten war ich wieder im Gemeinschaftsraum und schaute mich verblüfft um. Überrall waren Kerzen aufgestellt und auf dem Sofa lagen tausende kuschelige Kissen und Decken.
„Da bist du ja!",rief Hermine erleichtert und nahm mir den Beutel voller Snacks ab.
Draco und Harry saßen nebeneinander und soweit ich sah, hielten sie unter der Decke Händchen. Innerlich schrie ich vor Freude und wollte am liebsten schreien: „Dracoooo! Juhuuuu! Endlich!!!",aber das ließ ich lieber.
Ich setzte mich an das andere Ende der Couch und Hermine setzte sich neben mich. Innerlich hoffte ich, dass sich unsere Hände während des 'Films' vielleicht berühren würden und allein die Vorstellung davon, brachte mir ein angenehmes Bauchkribbeln.
Wir wickelten uns alle in die warmen Decken ein und schauten gespannt auf den flimmernden Kasten, den Hermine mitgebracht hatte. Hermine hatte eine 'DVD' rausgeholt und gefragt: „The Dark Knights?"
Harry hatte grinsend genickt und sich wieder neben Draco in die Decke gekuschelt. Daraufhin hatte Hermine das Zimmer komplett dunkel gemacht und die 'DVD' in das 'Laufwerk' geschoben, wie sie mir später schmunzelnd erklärt hat. Sie kuschelte sich wieder neben mich und der 'Film' begann, doch darauf konnte ich mich nicht wirklich konzentrieren, weil ich Hermines Atem dicht an meinem Hals spürte. Sie hatte ihren Kopf auf meine Schulter gelegt und ihre Hand ruhte auf Meiner.
Als sie merkte das ich mich versteifte, flüsterte sie besorgt: „Ist das okay für dich oder soll ich wegrücken?"
Schnell schüttelte ich meine Kopf und nahm zur Verdeutlichung ihre Hand in Meine. Mein Herzschlag beschleunigte sich und ich war erleichtert, dass ich lag, weil ich wahrscheinlich im Stehen mit meinen weichen Knien umgekippt wäre.
Hermine zuckte bei einigen Stellen vor Schreck zusammen und rückte so näher an mich heran. In jedem dieser Momente wurde mein Lächeln breiter, was Hermine zum Glück nicht sah, weil es dunkel war.
Während des Films vergrub ich meine Nase unauffällig in Hermines Haaren, die einfach so unglaublich gut rochen.
Als der Film vorbei war, stand Hermine auf und streckte sich. Sofort breitete sich ein Gefühl von leere in mir auf. Ich wollte, dass sie wieder zu mir kam und, dass ich ihren wunderbaren Geruch wieder riechen konnte.
Die anderen unterhielten sich über den Film und Draco warf ein: „Das ergibt doch garkeinen Sinn! Ich meine wie soll ein einziger Mann in dem Kostüm eine ganze Stadt retten?! Da gab es doch eine Polizei oder nicht? Das sind doch sowas wie Auroren...Diese Polizei ist doch viel stärker als der! Als ob dieser einzelne Mann es mit diesen Psycho aufnehmen konnte, aber die ganze fucking Polizei Truppe nicht!"
„Och, Draco!",stöhnte Harry auf und verdrehte die Augen.
Nach einer Weile stand ich langsam auf und sagte: „Leute...ich geh schlafen..."
Ich war immernoch ein wenig überrumpelt von dem was ich eben erlebt hatte. Hermine, die Frau in die ich schon seit dem 3.Jahr verliebt war, hatte neben mir gelegen und hatte meine Hand gehalten. Sie war so unglaublich nah gewesen!
„Gute Nacht, Pansy!",riefen mir Harry und Draco schnell noch zu, bevor sie sich weiter über den Film stritten.
Langsam glitt ich in mein Bett und schloss die Augen. Morgen war ein neuer Tag.
Doch bevor ich richtig einschlafen konnte, zog jemand den Vorhang meines Himmelbettes auf. Dieser Jemand hatte eine Decke und dein Kissen unterm Arm und schaute mich unsicher an. Die Person biss sich auf diue Lippe und ich kannte nur eine Person, die sich wenn sie nervös war auf die Lippe biss: Hermine.
***
Hier ist wieder ein Kapitel für euch :D
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Liebe mit Hindernissen
FanfictionDas hier ist eine Pansmione (Pansy+Hermine) Fanfiction. Ich habe letztens nämlich nach Pansmione Fanfictions gesucht und habe fast keine gefunden und das ist wirklich schade, weil ich finde, dass die beiden echt gut zusammen passen und deshalb habe...
