Epilog

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Tja das ist das Ende dieser FF :/ Hoffe sie hat euch gefallen ^^

Will euch net zu lange aufhalten= Hier ist der Epilog :

***

„Hermine ich bin da!"
Hermines Schrei erfüllte den Raum, aber ich drückte weiterhin fest ihre schwitzige Hand.
„Du schaffst das!",ermunterte ich sie.
Ich hauchte ihr einen Kuss auf die nasse Stirn.
„Versuch ruhig zu atmen.",sagte ich leise.
Hermine verzog ihr Gesicht schmerzerfüllt und ihre Nägel bohrten sich tief in meine Hand, aber ich drückte ihre Hand daraufhin nur noch fester. Dieser Tag würde der schönste in unserem Leben sein!
Ärzte wuselten hektisch um uns herum, aber ich ließ mich davon nicht beirren. Ich musste mich auf Hermine konzentrieren! Man sah ihr an, dass sie extreme Schmerzen hatte. Ich wusste aber sowieso, dass sie die hatte. Vor einem Monat hatte auch ich eine Geburt hinter mich gebracht. Jetzt war Hermine dran und genauso wie Hermine mich damals hochschwanger unterstützt hatte, musste ich sie jetzt auch unterstützen!


Vorgeschichte:
Es war ein ganz normaler Abend mit Harry und Draco in unserer Wohnung. Draco und Harry waren abends vorbei gekommen, wie eigentlich jedes Wochenende, und wir hatten ein bisschen was getrunken.
Dazu muss man sagen, dass Draco sehr ehrlich ist, wenn er was getrunken hat.
Draco erzählte dann auf einmal wie gerne er doch ein Kind hätte. Ein Kind, was biologisch wirklich von ihm und Harry war. Was die beiden aufziehen und lieben konnten. Harry hatte dazu nur traurig genickt.
Hermine und ich hatten schon viel darüber nachgedacht. Wir konnten leibliche Kinder austragen, aber bei Draco und Harry ging das nicht so. Sie bräuchten erst eine Frau, die sich bereiterklärte ihr Kind auszutragen.
Auf einmal packte es mich und ich bot plötzlich an, Draco und Harrys Kind auszutragen.
Hermine hatte mich einfach nur mit weit aufgerissenen Augen angesehen und Draco und Harry haben sofort gesagt, dass ich das nicht müsste. Darauf entgegnete ich aber einfach mit einem bestimmten „Ich will es aber!"
Wir tranken mehr und mehr und irgendwann warf ich ein, dass Hermine und ich auch gerne ich Kind hätten. Harry hatte daraufhin gesagt, dass er uns doch seine Samenzellen geben könnte, damit auch wir ein Kind aufziehen könnten. Wir alle willigten ein und machten uns an dem Abend keine wirklichen Gedanken mehr darüber.
Draco und Harry schliefen an diesem Abend auf unserer Couch und am Morgen saßen wir dann alle zusammen am Frühstückstisch.
Wir alle wussten noch worüber wir am gestrigen Abend gesprochen hatten, aber niemand wollte es so richtig ansprechen. Plötzlich war Hermine aufgestanden und hatte gesagt: „Leute, ich möchte ein Kind!"
Die anderen hatten sie nur mit riesigen Augen angestarrt, während ich sie nur bewundernd anschauen konnte.
Jetzt war das Thema also angeschnitten und wir fingen an uns wirkliche Gedanken darüber zu machen.
Machen wir es kurz (wir saßen am Ende, glaube ich, ungefähr 4 Stunden am Frühstückstisch): Ich sollte Harry und Dracos Kind austragen und Hermine unseres. Also würden wir gleichzeitig schwanger sein. Draco und Harry sagten, dass sie sich für diese Zeit freinehmen und sich um uns kümmern würden, was sie dann 2 Wochen später auch für 9 Monate taten.
Im Labor hatten die Jungs ihre Samenzellen abgegeben und die wurden Hermine und mir dann 'eingepflanzt'. Wir waren ab diesem Moment wirklich schwanger...
9 Monate lang kümmerten sich Draco und Harry so unglaublich liebevoll um uns. Sie kochten, brachten uns zum Lachen und schmissen den Haushalt. Manchmal vernachlässigten sie ihre Beziehung so sehr, dass wir sie dazu zwingen mussten, endlich mal wieder zusammen ins Café oder so zu gehen.
In den ersten Monaten waren Hermine und ich noch selbstständig. Obwohl nein...Wir hätten selbstständig sein können, aber Harry und Draco drückten uns dann immer wieder zurück in den Sessel, das Bett oder die Couch und brachten uns sofort ein paar Bücher, einen Tee oder andere Sachen.
Am 1. September wurde dann der kleine Scorpius Malfoy-Potter geboren. Der Sohn von Harry und Draco. An meinem Geburtstag und ich muss sagen, dass es, mal abgesehen von den Schmerzen, der schönste Geburtstag meines Lebens gewesen war. Harry und Draco waren bei der Geburt dabei, genau wie Hermine und als sie ihren Sohn sahen, fingen beide an zu weinen. Harry schluchzte laut vor Glück und Draco weinte leise lächelnd. Es war so schön... Der kleine Scorpius sah genauso aus, wie Draco, aber er hatte den Charakter wie Harry. Er wollte sich immer bewegen und pinkelte Draco schon am fünften Tag beim Wickeln ins Gesicht. Scorpius hatte dann einfach nur noch frech gegrinst.
Aber jetzt, siebzehn Tage später, am 18.September, einen Tag vor Hermines Geburtstag, würde sich unser Mädchen auf den Weg machen. Hermine hatte sich den Namen ausgesucht: Rose. Und jetzt kommen wir wieder zurück in die Gegenwart...


Wieder im Kreißsaal:
„Der Muttermund ist fast offen!",rief eine Ärztin.
„Gleich musst du pressen.",sagte ich so ruhig wie möglich zu Hermine, die schnell nickte.
„Ich schaff das!",sagte Hermine zu sich selbst und versuchte ruhig zu atmen.
Ich drückte ihr einen Kuss auf den Haaransatz: „Du musst da nicht alleine durch. Ich bin bei dir."
Hermine wollte mich anlächeln, wurde dann aber von einer Wehe abgelenkt. Wieder verzog sich ihr Gesicht schmerzerfüllt.
Keuchend stieß sie hervor: „Sie kommt!"
Die Ärztin schaute schnell nach und bestätigte: „Der Muttermund ist offen!"
„Okay, Hermine. Du musst jetzt pressen, ja?",fragte ich sie, worauf ich ein entschlossenes Nicken bekam. Und dann ging es richtig los...
Die Zeit verging irgendwie so schnell und schon fehlten nur noch die Beine. Zumindest entnahm ich das der Ärztin, die alles regelte. Ich selbst hatte das Baby noch garnicht gesehen. Ich war nur auf Hermine konzentriert gewesen und hatte ihr gut zugeredet, während sich ihre Nägel tief in meine Hand bohrten.
Und schon war es draußen...Die Geburt war vorbei...11 Stunden hatte sie gedauert...
Erschöpft fiel Hermine in die Kissen und versuchte wieder zu Atem zu kommen. Die Ärztin hob das kleine Geschöpf hoch und wusch es schnell. Dann wickelte sie es in eine weiße Decke ein und drehte sich wieder zu Hermine. Die sah sehr erschöpft aus, also drehte sie sich lächelnd zu mir:„Wollen Sie sie halten?"
Völlig perplex von der Frage, bekam ich erstmal kein Wort raus. Wortlos lächelnd drückte mir die Ärztin, Rose einfach in die Arme und verschwand.
Rose war leicht. Halt so leicht, wie ein Baby eben war. Ihre Augen waren noch nicht vollständig geöffnet, aber man konnte schon sehen, dass sie leuchtend grün-braun waren. Ihr Gesicht sah so süß, aber gleichzeitig so schön aus. Haare hatte sie noch keine.
Plötzlich fing sie an laut zu schreien. Völlig überfordert drehte ich mich zu Hermine, die jetzt in den Kissen eingeschlafen war und friedlich atmete. Instinktiv wippte ich leicht ein wenig hin und her, aber das brachte nicht wirklich etwas.
Ich weiß nicht mehr warum, aber ich fing an mit ihr zu sprechen.
„Hey, Rose...Ich bin deine Mami und...", ich drehte mich zu Hermine, „Das ist deine andere Mami..."
Es funktionierte und Rose hörte wirklich auf zu schreien. Neugierig musterte sie mich. Ich setze mich auf die Bettkante von Hermines Bett und erzählte mit sanfter Stimme weiter: „Draco und Harry haben auch ein Kind. Die warten zu Hause und sind schon total gespannt auf dich. Morgen wollen sie dich mal besuchen."
Ich legte meine Hand auf ihren Bauch und ihre Hand legte sich auf Meine. Ihre Finger schlossen sich um meinen Daumen. Mit Tränen in den Augen gab ich ihr einen ganz leichten Kuss auf die Nase.
Ich lächelte so überglücklich wie noch nie! Freudentränen rollten über meine Wangen.
„Ich hab dich so unendlich lieb.", kurz schaute ich sie schweigend liebevoll an, „Ich werde dich immer beschützen, das verspreche ich dir..."
Auf einmal zogen sich Rose' Mundwinkel ganz minimal nach oben, als wolle sie mit mir lächeln. Als würde sie ganz genau wissen, was ich da eben gesagt hatte und, dass ich es genauso gemeint hatte...


Am nächsten Morgen:
„Weshalb sind Sie hier?",fragte mich die Dame am Empfangsschalter des St. Mungo.
Mit einem Lächeln antwortete ich: „Ich möchte meine Freundin, Hermine Granger besuchen."
Kurz tippte sie etwas mit ihrem Zauberstab in die Luft und schüttelte dann den Kopf: „Bei Neugeborenen darf nur die Familie oder der Partner die Frau besuchen."
„Ich bin ihre Freundin.",sagte ich nochmal etwas eindringlich.
Genervt nickte die Frau: „Ja, das habe ich verstanden. Aber, wie ich eben schon gesagt habe,-"
Schnell unterbrach ich sie: „Ich habe gehört, was sie gesagt haben. Ich bin ihre Partnerin."
Offensichtlich verwundert, nickte die Frau schnell und sagte knapp: „Zimmer 29 im 4.Stock bei den Neugeborenen."
„Vielen Dank!",rief ich noch, bevor ich schnell zu den Aufzügen lief.
Es war gerade mal 8 Uhr morgens und ich wollte natürlich Hermine und Rose besuchen. Ich hatte leuchtend rote Rosen bei dem Blumengeschäft in der Winkelgasse von Ivy und Marzipan-Pralinen (die mochte Hermine am liebsten) für Hermine gekauft. Aber das war nicht das waren nicht die einzigen Geschenke, die ich ihr heute machen würde...
Vor dem Gang mit dem Neugeborenen, wurde ich zuerst von einem Wachmann begrüßt. Er untersuchte mich dann mit einem Zauber auf gefährliche Gegenstände und fragte dann nach meinem Namen, den ich ihm auch nannte. Kurz tippte er mit seinem Zauberstab etwas in die Luft, schien etwas zu lesen, drehte sich dann wieder lächelnd zu mir und sagte: „Zimmer 29."
Dankend nickte ich ihm zu und verschwand im Gang. Kurz suchte ich nach Zimmer 29, das ich ungefähr in der Mitte des Ganges fand.
Einmal klopfte ich an die Tür und wartete kurz, bis ich Hermines leise Stimme durch die Tür vernahm: „Es ist offen."
Ich drückte die Tür langsam auf und lugte in den Raum hinein. Rose schlief in einem kleinen Holzbett mit Rollen in der Nähe von Hermine, die auch auf ihrem Bett lag und las.
Noch bevor ich wirklich im Raum war, riss Hermine die Augen freudig auf und wollte sofort aufspringen und zu mir stürmen. Eilig lief ich auf sie zu und drückte sie wieder sanft auf ihr Bett.
„Du sollst dich doch nicht so anstrengen!",flüsterte ich mahnend, damit Rose nicht aufwachte.
Wortlos umarmte mich und drückte mir einen Kuss auf die Lippen.
„Alles Gute zum Geburtstag.",rief ich leise und gab ihr einen langen Kuss. Lächelnd nahm sie die Pralinen und Blumen an. (Für die Blumen zauberte sie schnell einen Gefäß mit Wasser auf ihren Nachttisch.)
Wir unterhielten uns leise über eigentlich alles und ich erzählte ihr auch, dass Draco und Harry später vorbei kommen würden. Natürlich fragte ich sie erst mal ob sie das überhaupt wollte, aber sie flüsterte nur zurück: „Ich freu mich über jeden Besuch. Hauptsache mal ein bisschen Abwechslung!"
Darauf lächelte ich sie nur kopfschüttelnd an.
Sie war nicht mal einen Tag hier und schon war ihr langweilig. Aber gut, so war Hermine nun mal. Entweder sie wollte viel unternehmen (meistens spazieren gehen) oder sie wollte einfach nur lesen. Meistens verband sie einfach beides und las auf dem Balkon an unserer Wohnung in der Sonne.
Nach einer halben Stunde wachte Rose aufeinmal auf. Vorsichtig nahm ich sie auf dem Bettchen und fing an sie leicht hin und her zu wippen. Diesmal klappte auch das und Rose hörte auf zu schreien.
„Willst du sie wickeln?",fragte Hermine belustigt und lachte dann über meinen geschockten Gesichtsausdruck.
„Gibt es dafür nicht auch einen Zauber?",fragte ich sie hoffnungsvoll und zu meinem Glück nickte sie.
„Ja, es gibt einen, aber der ist ziemlich schwer. Außerdem müsste ich mir das nochmal durchlesen, wie der genau geht." Sofort erstarb meine Hoffnung.
Seufzend drehte ich mich zu dem Wickeltisch, der an der Wand stand und fing an Rose' Windel aufzumachen. Ein ekelhafter Gestank schlug mir entgegen.
„Sie hat Kaka gemacht!",rief ich und drehte mich vorwurfsvoll zu Hermine.
Die lachte mich nur aus und sagte schulterzuckend: „Ich musste auch schon Kaka rausmachen. Rose macht sehr viel davon für eine Neugeborene."
Gequält drehte ich mich wieder zu Rose. Entweder ich hatte es mir nur eingebildet oder sie hatte gerade wirklich einen leicht gehässigen Gesichtsausdruck gehabt.
Langsam fing ich an mit einem der Feuchttücher den Po von Rose abzuwischen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war ihr Po wieder sauber und ich zog ihr schnell eine Windel und den Rest ihrer Klamotten wieder an.
Dann legte ich sie wieder in ihr Bett und ging mir anliegenden Bad die Hände waschen. Stank Kaka bei allen Babys so fürchterlich? Was hatte Rose denn bitte gegessen? Sie bekam doch eigentlich nur warmgemachte Milch vom Krankenhaus. Woher kam denn bitte dieser Gestank???
Kopfschüttelnd ging ich wieder zu den anderen und versuchte einfach zu vergessen, dass ich Rose bestimmt noch öfter wickeln müsste, als nur dieses eine Mal.
„Würdest du mir vielleicht einen Becher Kaffee aus der Cafeteria holen?",fragte mich Hermine lächelte zuckersüß.
Ich nickte und schob mich mit dem Holzbett von Rose aus dem Raum. Draußen war Rose irgendwie ganz aufgeregt und zeigte auf die hellen Krankenhauslampen im Flur über ihr. Sie war so süß!!!
Wir gingen auf den Wachmann zu, der vor der Tür des Flures stand und gerade mit zwei Personen beschäftigt war. Ich ging näher auf ihn zu und erkannte die zwei Personen: Harry und Draco!
Gerade winkte der Wachmann sie mit einer unsicheren Miene durch und sie gingen auf den Gang. Scorpius hatten sie auch im Kinderwagen dabei, den Harry schob.
Sofort erkannten sie mich und liefen schnell auf uns zu. Draco schloss mich als erstes fest in die Arme und gab mir einen rein freundschaftlichen Kuss auf den Haaransatz, an der er mit seiner Größe locker drankam.
Harry stellte den Kinderwagen schnell neben an den Gang und drückte mich dann auch ganz fest.
Dann beugten sie sich über Rose und begrüßten sie freudig lächelnd.
„Hermine ist im Zimmer 29. Ich wollte mit Rose noch schnell einen Kaffee für sie holen. Wollt ihr auch einen?",fragte ich die beiden, die immernoch wie zwei Honigkuchenpferde grinsten.
Beide schüttelten den Kopf.
„Aber ich geh mit euch.",lächelte Draco und sagte dann zu Harry, „Geh schon mal mit Scorpius vor. Wir kommen dann gleich." Achselzuckend, aber sichtlich verwirrt, schnappte sich Harry den Kinderwagen mit Scorpius und machte sich dann auf den Weg zu Hermine.
Zügig machten wir uns auf den Weg zur Cafeteria.
„Wie habt ihr es eigentlich hier rein geschafft? Ich dachte nur die Familie und der Partner dürfen sie besuchen.",fragte ich Draco.
Der grinste nur und antwortete leise: „Es hat halt seine Vorteile mit Harry Potter unterwegs zu sein."
Lachend schüttelte ich den Kopf und schlug Draco leicht gegen den Oberarm.
„Aber jetzt kommen wir mal zu etwas Anderem...",fing Draco an, „Harry und ich haben von unserem Chef, Kingsley, mitbekommen, dass Weasley auch im St. Mungo ist."
Geschockt blieb ich auf der Stelle stehen und sah Draco entgeistert an: „Was?!"
Draco schob mich nervös weiter, während er leise weitererzählte: „Das darf eigentlich niemand wissen, sonst würden alle in Panik geraten, aber da Kingsley wusste, dass Harry und ich, Weasley kennen, hat er es uns anvertraut. Weasley ist in einem Sicherheitstrakt und wird rund um die Uhr von Auroren bewacht. Er kann da also nicht ausbrechen oder sonst was. Nun ja...Jetzt kommt der Haken an der Sache."
Er sah jetzt wirklich nervös aus. Fragend schaute ich ihn an.
Er holte kurz Luft und sprach es dann aus: „Kingsley hat mitbekommen, dass du deine Ausbildung zur Geistheilerin abgeschlossen hast und auch, dass du den besten Abschluss seit sechs Jahren hast. Du bist also die Beste auf diesem Gebiet. Er hat uns das mit Weasley auch erzählt, weil er will,dass du Weasley behandelst."
„Bitte was???",rief ich entgeistert.
Wieder musste mich Draco weiterschieben, damit ich nicht einfach wie erstarrt auf dem Gang stehenblieb.
„Kingsley glaubt, dass Weasley nicht behandelbar ist, aber er will, dass du das auch absegnest, immerhin ist er ja kein Geistheiler. Er will, dass du eine Stunde mit Weasley verbringst und danach sagst, ob er behandelbar ist oder eben nicht.",beendete Draco seine Rede und schaute mich nervös an.
„Und was ist, wenn Weasley behandelbar ist?",fragte ich.
„Dann würde ihn jemand anderes behandeln. Du musst das nicht machen.",antwortete Draco, „Und falls er nicht behandelbar ist, wird er wieder nach Azkaban kommen. Wahrscheinlich für den Rest seines Lebens. Kingsley hat schon einen Entwurf für ein Sondergesetz extra für Weasley angefertigt."
Kurz überlegte ich und sagte dann langsam: „Gut, ich mache es, aber Hermine darf nichts davon erfahren, okay? Sie hat gerade ein Kind bekommen, da soll sie sich nicht zusätzlich aufregen."
Draco nickte.
„Wann soll denn diese Stunde stattfinden?",fragte ich dann.
Draco seufzte: „Morgen Mittag."

Es war Abend und Draco und Harry waren schon längst mit Scorpius nach Hause gegangen. Niemand hatte ein Sterbenswörtchen über Weasley verloren. Jetzt war ich alleine mit Hermine. Rose schlief schon. Unter einem Mufflio lagen Hermine und ich auf Hermines Bett, während sie mir vorlas.
Ich atmete tief durch und sagte aufeinmal: „Hermine, ich hab noch etwas für dich."
Überrascht drehte sie den Kopf zu mir: „Was denn?"
Ich stand auf und guckte mich nervös im Raum um. Jetzt war es so weit!
„Das hier ist nicht der perfekte Ort für das, was ich dich jetzt frage, aber eigentlich zählt ja auch nur deine Antwort.",fing ich nervös an.
Immernoch sah Hermine mich verwirrt an.
„Wir sind jetzt schon so lange zusammen und haben jetzt sogar ein supersüßes Kind. Ich liebe dich Hermine und ich will, dass jeder das weiß."
Jetzt ging ich langsam auf die Knie.
„Ich weiß, dass du zu viel Romantik nicht magst, deshalb frage ich dich jetzt ganz neutral: Willst du mich heiraten?"
Hermine saß kerzengerade in ihrem Bett und sah mich geschockt an. Langsam liefen Tränen über ihre Wangen und sie lächelte: „Ich dachte du fragst nie."
„War das jetzt ein 'Ja'?",fragte ich vorsichtig.
„JA!",rief Hermine grinsend, während immer mehr Tränen über ihre Wangen liefen.
Sofort fiel ich ihr um den Hals und verwickelte sie in einen leidenschaftlichen Kuss. Dann umarmten wir uns ganz lange und fest , während Hermine anfing zu schluchzen, woraufhin ich auch anfing zu weinen, aber diesmal weinten wir vor Glück und ich vergaß den morgigen Tag für einen kurzen Moment komplett.


Nächster Tag:
Ich stand vor einer Eisentür im St. Mungo. Ich wusste genau wer hinter dieser Eisentür war und wollte dieser Person eigentlich nie wieder begegnen. Aber jetzt musste ich.
Seufzend betrat ich den hellen Raum.
Weasley war an einem Stuhl festgebunden, während uns zusätzlich noch ein durchsichtiges Schutzschild trennte. Er sah abgemagert und ungepflegt aus.Als ich den Raum betrat, hatten sich Weasleys Lippen sofort zu einem ekelhaften Grinsen verzogen.
„So sieht man sich also wieder, Parkinson.",sagte er mit seiner schmierigen Stimme.
Ich setzte mich auf den Stuhl an der Wand gegenüber von ihm. Neben mir war ein roter Knopf angebracht. Die Auroren hatten mir erklärt, dass ich diesen drücken konnte, wenn ich in Gefahr war oder irgendetwas mit Weasley war.
Auroren selbst waren nicht hier und wir wurden auch von keinen Auroren beobachtet, aber sie würden sofort kommen, wenn ich den Knopf drücken würde.
„Wie war's in Azkaban?",fragte ich und sah ihm genau in die Augen. Er hielt den Blickkontakt und antwortete: „Ohne Dementoren ist Azkaban garnicht so schlimm."
„Weißt du warum du in Azkaban warst?",fragte ich ihn.
„War ja klar, dass du das nicht mehr weißt!",lachte er, „Alle denken immer, dass ihr alle so schlau seid, aber das seid ihr nicht!"
Kurz sah ich ihn abwertend an, bis ich weiter fragte: „Erzähl mir doch mal ein bisschen von dir? Wie geht's dir so?"
„Ziemlich scheiße, seitdem ich dich gesehen habe!",sagte er und lachte über seinen eigenen 'Witz'.
Dann fasste er sich aber wieder und sah mir wieder genau in die Augen: „Ich brauche auch garnicht mit so einem Abschaum wie dir zu reden! Ich weiß, was ihr gemacht habt! Ihr Slytherins seid doch alle gleich! Ich hab hinter die Kulissen geguckt! Ich weiß, was ihr getan habt und dafür werdet ihr bestraft werden, das schwöre ich!"
„Du weißt es also?",ließ ich mich auf sein Schauspiel ein.
„Oh ja! Ich weiß alles! Ich bin der Held dieser Geschichte! Wenn ich bald hier raus bin, dann bringe ich euch um und dann werden mich alle feiern! Alle werden merken, dass ich schon immer der Held war!",rief er gackernd und lachte wieder.
Ich zog eine Augenbraue hoch und meine Lippen verzogen sich zu einem schadenfrohen Grinsen. Langsam stand ich auf und trat bis kurz vor die durchsichtige Absperrung. Ich schaltete die Tonbandaufnahme meines Zauberstabes, die die ganze Zeit mitgelaufen war, aus und beugte mich dann zu ihm runter. Jetzt waren wir auf Augenhöhe.
„Du bist kein Held. Du bist der Abfall der Zauberschaft.",flüsterte ich leise. Gerade so, dass es Weasley mitbekam. Ohne ein weiteres Wort verließ ich den Raum.
Vor der Tür schickte ich einen Patronus (der übrigens die Form eines Otters hatte) zu Kingsley und erklärte darin kurz und knapp: „Weasley ist nicht behandelbar. Er hat Mr. Malfoy und mir mit dem Tod gedroht und weist narzistische Züge auf. Ich denke, dass er niemanden jemals an sich ranlassen wird, da er so davon überzeugt ist, der Held zu sein. Das Tonband des Gesprächs wird mitgesendet."
Dann machte ich mich auf den Weg zu Hermine und Rose. Weasley war Geschichte und ich konnte mich jetzt einzig und allein auf meine Familie konzentrieren. Das Wichtigste in meinem Leben.

Liebe mit HindernissenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt