Am Montagmorgen trug ich wie geplant meinen neuen lila Pullover und gesellte mich zu Lasse, Niki, Frederick, Lucas, TC und Phillip vor das Klassenzimmer. Ich checkte die Lage und sah Denny neben Tascha stehen. Sie ging in unsere Parallelklasse und die beiden waren seit zwei Tagen offiziell zusammen. Denny war in der sechsten Klasse in mich verliebt gewesen, aber irgendwie fand ich die beiden süß zusammen. Herr Dumond kam die Treppe runter. Dennys Blick zuckte zwischen uns beiden her. Ich sah Herr Dumond nicht an. Auch er hatte Denny bemerkt und schüttelte, beim Türe aufschließen, leicht mit dem Kopf. Wir würden uns mehr oder weniger kalt zueinander verhalten müssen. Ich setzte mich auf meinen Platz und verhielt mich ganz normal. Denny ließ uns tatsächlich nicht aus den Augen. Auch das fiel Herr Dumond auf.
"Denny, ich bin hier vorne.", lenkte er seine Aufmerksamkeit auf sich. Er begann mit dem Unterricht. Wir sollten unsere Projekte vorstellen, die wir seit Anfang des Schuljahres aufhatten. Lasse, Frederick, Niki und ich hatten das Thema 'Art and Culture in Australia'. Lasse und ich hatten den Hauptteil gemacht. Unsere restlichen zwei Gruppenmitglieder improvisierten mehr oder weniger. Wir hingen unser Plakat auf und stellten uns vor das Smartboard. Herr Dumond setzte sich auf meinen Platz und bediente sich an meinem Mäppchen. Ich machte die Einleitung, dann startete Lasse. Danach war ich erneut mit der Literatur dran. Als extra las ich eine Gedicht vor. Beim letzten Vers sah ich auf und geradeaus zu Herr Dumond, als ich das 'You and I' vorlas. Nach mir kam Niki und dann Frederick. Die Klasse applaudierte und Herr Dumond schenkte uns ein stolzes Lächeln. Dann war die nächste Gruppe dran. Herr Dumond rutschte einen Platz weiter, damit ich mich an meinen setzen konnte. Denny beäugte uns misstrauisch, doch wir wechselten kein Wort miteinander. Herr Dumonds Blick zuckte zu Denny rüber.
"Was für ein Parasit.", murmelte er leise.
Als dann die restlichen vier Gruppen fertig waren, lobte Herr Dumond alle. Natürlich gab es auch Kritik, doch allem in allem lief es sehr gut ab. Herr Dumond verabschiedete sich bis Mittwoch und die Klingel beendete den Unterricht. Ich packte zusammen. Normalerweise war Denny relativ schnell draußen, doch diesmal ließ er sich Zeit. Ich war fertig mit zusammenpacken und verließ gemeinsam mit Lasse und Niki das Klassenzimmer. Ohne mich von Herr Dumond zu verabschieden oder ihn auch nur anzusehen. Nach Englisch hatten wir Deutsch. Wir hatten das Thema 'Interpretation'. Unsere Lehrerin gab uns die Arbeiten zurück. Ich hatte eine drei. Danach hatten wir eine Stunde Französisch. Ich saß neben Denny. Doch wir wechselten kein Wort miteinander. In der letzten Stunde hatten wir Erdkunde. Die Plattentektonik interessierte mich eigentlich relativ wenig, doch unser Lehrer, Herr Pfann, war halbwegs attraktiv, weshalb der Unterricht schön anzusehen war. Und nein, ich hatte keine Schwäche für Erdkundelehrer – das war Zufall. In der Mittagspause checkte ich mein Handy. Marc hatte mir geschrieben. Direkt nach Englisch.
Denny muss weg
Eigentlich wollte er auf das technische Gymnasium wechseln, doch da er nun mit Tascha zusammen war... Am Nachmittag hatten wir Chemie. Ich sah aus dem Fester und schaute zu, wie das Leben an mir vorbeizog. Wie gerne wäre ich bei Marc gewesen. Denny saß direkt vor mir. Irgendwann hörte er bestimmt schon auf aufmerksam zu sein. Hoffte ich. Wir hatten gerade das Schalenmodell eines Atoms als Thema. Um 15:15 Uhr erlöste uns die Klingel und wir stürmten aus dem Zimmer.
Der Dienstag zog sich. Am Abend meldete sich Marc.
Ich halte es nicht mehr aus. Ich muss dich anfassen
Bis dann endlich wieder Mittwoch war.
In Französisch saß ich alleine. Wir gingen davon aus, dass Denny zu spät war, doch als er dann auch in Mathe nicht neben mir saß, wussten wir dass er nicht da war. Umso schöner wurde Englisch in der letzten Stunde. Herr Dumond betrat das Klassenzimmer. Er wartete kurz, bis alle saßen. Dann zählte er durch.
"Twenty-three? Who is missing?", fragte er.
"Denny is ill.", meldete sich Marian.
"Oh, okay. Let's start.", Herr Dumonds Miene hellte sich auf. Er teilte uns ein Blatt aus, welches wir bearbeiten sollten. Im Gegensatz zu Montag zeigte er, wie sehr er mich wollte. Er verzehrte mich förmlich mit den Blicken und starrte immer wieder zu mir rüber. Ich hoffte nur, dass die anderen es nicht bemerkten oder ihnen herrlich egal war. Er fickte mich mit den Augen. Er wollte mich. Nach 45 Minuten war die Englischstunde zu Ende. Herr Dumond schnipste mit den Fingern.
"Lulu, Tafel wischen."
"Aber ich muss zum Bus."
Herr Dumond sah sich im leerer werdenden Klassenzimmer um.
"Everly, Tafel wischen."
"Schon wieder? Ich war doch erst vorletzte Woche.", beschwerte ich mich.
"Und wenn du dich so weiter beschwerst bist du auch nächste Woche wieder."
Deutlich genervt ging ich nach vorne.
"Opfer!", rief Tolga.
"Solche Ausdrücke möchte ich hier nicht hören. Freitag nachsitzen Tolga."
"Was? Aber! Es hat schon geklingelt, sie können mich nicht nachsitzen lassen!"
"Und wie ich das kann! Und jetzt raus, bevor es zwei Stunden werden!"
"Ich geh da nicht hin.", murmelte Tolga beim rausgehen. Lasse und Niki verabschiedeten sich von mir. Es war 11:50 Uhr. Herr Dumond drehte sich zu mir um. Ich war gerade dabei die letzte Tafelseite zu wischen.
"Was ist denn mit Denny los? Der ist doch so gut wie nie krank.", fragte mich Herr Dumond.
"Keine Ahnung. Ist mir ehrlich gesagt auch recht, dass er nicht da ist.", antwortete ich auf dem Rückweg vom Waschbecken.
"Mir auch. Komm her babe."
Marc hob mich auf den Tisch und fing an mich zu küssen. Ich schlang meine Beine um seine Hüfte und vergrub meine Finger in seinem Haar.
"Wie sehr ich deine Nähe vermisst habe.", flüsterte ich. Unser eKnutscherei eskalierte förmlich. Wir waren kurz davor uns gegenseitig aufzufressen, so intensiv machten wir rum. Wir schnappten beide nach Luft.
"Wow.", hauchte Marc. Ich stellte mich hin und lehnte mich gegen den Tisch.
"Es fehlte mir dich zu berühren.", flüsterte er in mein Ohr und fing an meinen Hals zu küssen. Eine Hand wanderte zu meinem Reißverschluss der Jeans und öffnete ihn.
"Doch nicht hier.", ich hielt seine Hand fest.
"Shh.",er fuhr mit der Hand in meine Panties. Seine Finger fingen an mich zu verwöhnen.
"Du bist immer so feucht und bereit für mich.", stöhnte er. Seine Bewegungen wurden schneller, er verwöhnte meine Perle, ich war kurz davor zu kommen. Ich hielt mich an ihm fest und biss ihm leicht in die Schulter um nicht laut zu stöhnen. Der Orgasmus riss mich fast von den Füßen., doch Marc hielt mich weiterhin fest. Dann zog er seine Hand zurück und leckte sich genüsslich die Finger ab. Ein letzter Kuss von ihm.
"Wir sehen uns.", er lächelte mich an.
"Auf Wiedersehen, Herr Dumond.", man sollte ja höflich zu den Lehrern sein. Er grinste mich dreckig an. Ich stolzierte aus dem Klassenzimmer, als wäre nichts passiert. Als hätte er mich gerade nicht mit seinen Fingern gefickt und als würden andere Schüler mich nicht anschauen. Nein, sie hatten nichts gehört. Und was gerade passiert war, stand mir nicht auf die Stirn geschrieben. Auch wenn es sich so anfühlte.
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Verlangen nach ihm
Romance[SchülerinXLehrer] Einst die beste Geschichte zu diesem Thema auf Wattpad, bevor sie gelöscht wurde... unter neuem Namen. Und überarbeitet. Denn sie wollte ihn spüren. Es geht um so viel mehr als nur bloße Berührungen. Ein verbotenes Verlangen nach...
