Am Freitag, pünktlich um 7:30 Uhr, hatten sich alle Schüler auf dem unteren Pausenhof vor der Schule versammelt. Das Schülerteam und der Schülersprecher begrüßten alle zu den diesjährigen Projekttagen. Die 'Hymne' war das Lied 'We Are The World' von Michael Jackson. Dieses sollten alle zu Beginn singen. Doch nur die wenigsten kannten die Lyrics zwischen dem Refrain. Nach der Begrüßung versammelten sich alle Gruppen in ihren zugeteilten Klassenzimmern. Pro 'Land' gab es zwei Lehrer, die Aufsicht hatten. Wir hatten Frau Hollunder und Frau Osterwiek. Letztere war Französischlehrerin und ein toller Mensch. Sie unterrichtete auch Spanisch, weshalb unser Land, nämlich Mexiko, perfekt passte. Wir fingen an uns Gedanken um die Gestaltung des Zimmers zu machen. Wir beschlossen uns mit dem 'Tag der Toten' zu beschäftigen. Día de Muertos, ist ein wichtiger mexikanischer Feiertag an dem in Mexiko traditionell der Verstorbenen gedacht wird. Wir bastelten Mexiko-Flaggen und hingen sie im Zimmer, wie auch im Schulhaus auf. Marie, eine Freundin aus der Klasse unter mir, und ich wurden damit beauftragt Steine zu sammeln, damit man darauf Totenköpfe malen konnte. Eine der Ideen für das Schulfest. Lasse und Frederick meldeten sich freiwillig um am Abend zu kochen. Es gab traditionelles Essen.
Nachdem wir die Aufgaben für das Schulfest eingeteilt hatten, kamen wir zu den Wettbewerben. Einer der drei Projekttage war immer ein Sporttag. Marie und ich entschieden uns für Volleyball, während die meisten Jungs Fußball oder Jugger nahmen. Die älteren trugen sich für den Wissenswettbewerb ein. Da wir früher fertig waren als gedacht, gingen Marie und ich raus und setzten uns auf eine Tischtennisplatte. Das Wetter war sehr gut und auf dem Pausenhof waren Lautsprecher aufgebaut. Aus diesen dröhnte laute Musik. Es herrschte gute Laune und die Stimmung war ausgelassen. Die Projekttage waren die schönste Zeit im Jahr und ich genoss es immer wieder aufs Neue.
Da wir nur bis 12 Uhr Anwesenheitspflicht hatten, starteten wir früher ins Wochenende als sonst. Am Wochenende waren meine Eltern und ich Minigolf spielen. Ich checkte immer wieder mein Handy, doch Marc schrieb mir nicht. War er überhaupt als Aufsicht für irgendein Land eingeteilt? Da ich ihn nicht stören wollte oder gar aufdringlich sein wollte, schrieb ich ihm nicht.
Am Sonntagabend verschlechterte sich das Wetter. Es regnete die ganze Nacht lang. Dementsprechend war es am Montag trüb und kalt. Zitternd warteten Marie und ich darauf auf dem nassen Sand Volleyball zuspielen. Maries blondes Haar klebte an ihrem Gesicht und die blauen Augen waren trüb. Zwischendurch regnete es immer wieder und wir waren durchnass. Von dem guten Wetter am Freitag fehlte jede Spur. Wir gaben uns zwar Mühe, doch letzten Endes gewannen wir nur eins von drei Spielen. Beim letzten Spiel versuchten wir es erst gar nicht, weil das Wetter immer schlechter wurde. Sobald wir fertig waren liefen wir schnell zum Schulgebäude zurück, denn wir hatten im Freibad gespielt, welches nicht weit entfernt lag. Eiskalt kamen wir im Klassenzimmer an. Unsere Teammitglieder waren nahezu zeitgleich fertig und waren auch komplett durchnässt. Ich war so schlau und hatte mir Kleidung zum Wechseln mitgenommen. Meine nassen Sportsachen stopfte ich in eine Sporttasche und gesellte mich dann wieder zu den anderen. Da alle Aufgaben erledigt waren, gab es nichts mehr zu tun. Doch wir mussten bis mindestens 12 Uhr bleiben. Frau Osterwiek schlug vor, dass wir das Zimmer ja noch etwas dekorieren konnten, doch die Stimmung war am absoluten Nullpunkt. Marie und ich spazierten etwas durchs Schulgebäude und besuchten Freunde in anderen Gruppen. Jedes Land hatte seine eigene gute Idee. Herr Fein war für die Niederlande zuständig, in denen Tabsi und Leo waren. Wir blieben eine Weile bei ihnen und unterhielten uns über den bevorstehenden Abend. Irgendwann war auch der Tag zu Ende und ich war endlich Zuhause.
Am Dienstag war das Wetter wieder besser. Wir fingen an, das Essen für den Abend vorzubereiten. Wir Mädchen glasierten Muffins und legten Zuckertotenköpfe drauf. Marie und ich bekamen jeweils einen kleinen runden Kuchen und schnitten sie zu Totenköpfe. Diese dekorierten wir noch ordentlich.
DU LIEST GERADE
Verlangen nach ihm
Romans[SchülerinXLehrer] Einst die beste Geschichte zu diesem Thema auf Wattpad, bevor sie gelöscht wurde... unter neuem Namen. Und überarbeitet. Denn sie wollte ihn spüren. Es geht um so viel mehr als nur bloße Berührungen. Ein verbotenes Verlangen nach...
