POV. Amara
Wäre es möglich, jemanden nur durch die Blicke zu töten, wäre ich soeben einmal mehr zur Mörderin geworden und das ist eine Tatsache.
Ich bin so wütend, dass ich nicht einmal mehr sprechen kann, denn meine Kehle ist wie zugeschnürt und mein Gehirn will einfach keine Worte finden, mit denen ich meiner Wut gerecht werden könnte und selbst den Wein, der bei meiner Rückkehr an meinem Platz stand und den ich nun in einem Zug runterkippe hilft mir nicht, irgendwelche Worte zu formen.
Also starre ich Luciano einfach fassungslos an, während er mit einem zufriedenen, überheblichen Lächeln und dem Satz : „Ich wusste doch, dass wir uns darüber einig sind, dass dies die einzig vernünftige Entscheidung in dieser Situation ist." auflegt.
„Ich frage mich manchmal wirklich, wie es dein Vater geschafft hat eine Mafia zu leiten. Er denkt doch tatsächlich, dass ich eure Rettung bin..." säuselt er provokant „obwohl ich so offensichtlich euer Ruin sein werde. Hinter Macht und Geld verbirgt sich nicht immer eine Möglichkeit."
„Du bist einfach nur erbärmlich." meine Fingernägel bohren sich in meinen Handballen und mein Kiefer beginnt zu schmerzen, weil ich meine Zähne so fest aufeinanderpresse.
„Ich bin raffiniert und mächtig, aber davon verstehst du wahrscheinlich nicht viel."
Ich schnaube fassungslos, doch er geht nicht darauf ein. Stattdessen deutet er mit dem Kopf hinter mich zu einer Angestellten mit einem schlichten schwarzen Kleid und weißer Schürze.
„Das ist Angela. Sie wird dir dein neues Zimmer zeigen. Deine Sachen werden Morgen vorbeigebracht." ein diabolisches Grinsen ziert seine Lippen, während bei mir etwas Klick macht.
„Ich werde nicht einmal in einhundert Jahren länger als ein paar Minuten in deinem bescheuerten.... Heim (Haus kann man es wohl nicht nennen) bleiben.
Da kannst du meinen Vater so viel überreden wie du willst."
„Widersprich mir lieber nicht. Deinem Freund gehen bald die Finger aus."
„Hast du jetzt etwa vor mich für alle Zeiten mit Will zu erpressen?" ich versuche möglichst gelangweilt zu klingen, was ich in Wirklichkeit nicht einmal annähernd bin. Diese ganze Situation ist alles andere als langweilig.
„Es funktioniert doch."
Erwidert er „Du hörst von mir."
Und wie ich von ihm hören werde....
Widerwillig stehe ich auf, schlage die Arme noch ein Stück enger um meinen Körper und Folge dieser Angela.
„Da wären wir." als sie nach mehreren Gängen, Ecken und Treppen endlich in einem langen Flur, auf dessen einer Seite es nur jeweils drei Doppeltüren gibt, vor einer anhält, bin ich mir nicht sicher, ob ich erleichtert sein, oder mich durch das nächste Fenster fallen lassen sollte.
Ich bin inzwischen so viele Treppen nach oben gegangen, dass die Höhe mit Sicherheit ausreicht, um einen schnellen Tod herbeizuführen. Jedoch würde ich so Luciano gewinnen lassen und das, beim besten Willen, geht überhaupt nicht.
Dementsprechend richte ich mich etwas auf und spaziere an Angela vorbei ins Zimmer.
Es ist groß und modern eingerichtet.
An der einen Wand befinden sich ein großes Bett mit gläsernen Beistelltischen und an der anderen Wand eine Sitzecke mit Regalen, Plüschteppichen und einem Fernseher. Die Wand, gegenüber von der Tür ist eine Glasfront von welcher rechts und links bodenlange, dicke und weiße Gardinen hinunterhängen. Rechts gehen zwei Türen in ein Bad und einen begehbaren Kleiderschrank und links befindet sich....
„Was ist das für eine Tür?" mit gerunzelter Stirn schaue ich nach links und dann zu Angela.
„Das ist die Tür zu Mr. Valentino's Zimmer...." sie räuspert sich verlegen und ihr Kopf wird rot, während sie bei meinem Gesicht ein paar Schritte zurückweicht.
„Wie bitte?!?!" fassungslos starre ich die Tür an und dann wieder Angela.
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Born to kill you
RomanceAmara, die Tochter von einem Mafiaboss und spätere Erbin der drittgrößten Mafia, ist berüchtigt, gefürchtet und respektiert. Das wäre sie jedenfalls, wenn die Welt wüsste, wer sie ist... Seit ihrer Geburt und vor allem nach dem Tod ihrer Mutter wir...
