Sein Schädel dröhnte. Jeder Atemzug viel ihm schwer und sobald er seine Augen ein Stück weit öffnete schoss ein gewaltiger Schmerz durch seinen Körper.
Er hatte es tatsächlich geschafft seinen Körper an die höchste Belastungsgrenze zu bringen.
Schweißgebadet und mit zitternden Händen saß er auf seinem Stuhl und blinzelte schwach das Hologramm vor sich an.
Es zeigte verschieden Bauanleitungen, welche jedoch alle unbrauchbar waren.
Ohne Essen, geschweige denn Schlaf, schaffte Tony es einfach nicht sich zu konzentrieren.
Ruhe jedoch fand er nicht. Sobald er es auch nur annähernd versuchte, schossen die Bilder seiner Tochter in seinen Kopf.
Wie sie qualvoll nach ihm rief, um Hilfe rief.
Er musste ansehen wie sein größter Schatz gefoltert wurde. Er wusste nicht einmal ob sie noch lebt.......
Ein undefinierbares Geräusche entfuhr ihm, als sich abermals die Bilder in seinen Kopf schoben, woraufhin er ruckartig aufstand und dabei eines der Werkzeugkisten mit herunter warf.
Sein ganzer Körper bebte.
Panisch sah er sich so gut es ging in seiner Werkstatt um, bis er die gesuchte Packung auf seinem Tisch sah und schwerfällig darauf zu stolperte.
Koordinieren konnte er seinen Körper schon lange nicht mehr.
Ohne den Antrieb und den innigen Wunsch seine Tochter zu finden, wäre er vermutlich schon unzählige Male umgekippt, ohnmächtig geworden, doch nicht einmal diese Art von „Ruhe" konnte er erreichen.
An besagtem Tisch angekommen, schraubte er die Packung mit Tabletten auf und schluckte gleich drei auf einmal.
Zitternd nahm er sich ein Glas zur Hand und spühlte die Medikamente herunter.
Kurz darauf sackte er auch schon zusammen, direkt neben den Sportwagen seiner Tochter.
Das Zittern wurde zwar gelindert, jedoch fehlte ihm jetzt die nötige Kraft um in irgendeiner Art und Weise produktiv zu sein.
Aus diesem Zustand konnte ihm keiner helfen.
Er hatte sich eingeschlossen, damit weder Pepper, noch Peter, noch seine Freunde ihn so sahen.
Leblos starrte er sein eigenes Spiegelbild durch den glänzenden Lack des Wagens an.
Kreideblech, mit roten Augen und abgemagerten Wangenknochen.
Er sah beinahe schlimmer aus, als nach seiner Zeit im Weltall.
Langsam wurde sein Sichtfeld immer dunkler. Das hatte er in letzter Zeit oft.
Schlafen oder das Bewusstsein verlieren wird er jedoch nicht, das kannte er schon.
Er verviel mehr oder weniger in eine Art Trance. Als würde sich sein Gehirn für einen kurzen Moment ausschalten.
Nurnoch dumpf nahm er das Piepen des Fahrschuls wahr.
Es durfte doch niemand hierher!
Schritte waren zu, welche hastig in seine Richtung kamen.
Wer zur Hölle?
„Dad?"
Was?
„Dad?"
Das konnte nicht sein.......
Langsam drehte der Milliardär den Kopf und sah zu der Person vor sich auf.
„Dad!"
Das junge Mädchen vor ihm, welches er bloß schwach erkennen konnte, sah besorgt auf ihn herab und beugte sich zu ihm herunter.
„Dad was machst du nur?" Fragte sie kopfschüttelnd, woraufhin ihr einige ihrer blonden Locken ins Gesicht vielen.
„Tu das nicht bitte. Nicht für mich!
Wir haben darüber gesprochen!" Mahnte sie und streckte ihre Hand aus um kurz darauf über seine Wange zu streichen.
„So kann das nicht weiter gehen.
So kannst du mir nicht helfen.
Du musst aufwachen Dad bitte.
Clint hat dich davor gewarnt" sprach sie weiter.
Alles war wie verzerrt, als würde ein Schleier über seinen Augen liegen.
Doch Moment......
Sie ist gefangen! Woher weiß sie von Clints Worten?
Sie war nicht da?
Warum spürte er ihre Hand nicht?
Seine Augen wurden größer.
Das ist nicht echt oder........
„Dad, wach auf okay. Du musst aufwachen um mich zu retten!!!"
Nicht Echt......er wusste es. Sein Gehirn spielte ihm bloß etwas vor.
„Bitte Dad, wach auf!" Flehte sie.
„Seyla?!" Schaffte er es mit brüchiger Stimme zu sagen.
„Wach auf" war nur ihre Antwort.
„Wach auf......"
„Wach auf......
„Wachen Sie auf Mr Stark!" Die Stimme veränderte sich.
Das war nicht Seyla, das war nicht seine Tochter.
„Können Sie mich hören?"
Blinzelnd öffnete Tony seine Augen.
Verschwommen nahm er das Gesicht seines Schützlings wahr, welcher besorgt vor ihm kniete und an ihm rüttelte.
„Hey, Hey Man, alles klar?" Fragte Peter als er sah, dass seine Vaterfigur wieder sein Bewusstsein zurück erlangt hatte.
„Pete?" Fragte er schwach, wobei seine Augen immer wieder zufallen wollten.
„Ouh man, Mr Stark, was machen Sie für Sachen. Sie sehen schrecklich aus" stellte er fest.
„Wie kommst du hier runter?" Fragte Tony verblüfft.
„Hab die Tür entriegelt.
Ich hab es doch auch schonmal geschafft mich in Friday zu hacken" sagte er stolz, was Tony ein schwaches Lächeln ins Gesicht zauberte.
„Du musst sofort in die Krankenstation" bestimmte der Teenager.
„Nein....." Stammelte dieser und richtete sich schwankend wieder auf.
„I....ich muss weiter machen" faselte er und stütze sich schwerfällig am Wagen ab.
„Tony......." Rhodey erschien ebenfalls in der Werkstatt und beobachtete das hilflose Verhalten seines Freundes mitfühlend.
„Tony das hat doch keinen Sinn.
Du bist ganz klar nicht in der Verfassung ihr irgendwie behilflich zu sein!" Stellte er fest.
„Doch, ich muss weiter machen, ich kann sie nicht verlieren" schwerfällig taumelte er zu den Hologrammen zurück.
„Tony......" Versuchte es Rhodey noch einmal.
„NEIN" schrie dieser und funkelte ihn wütend an.
„Meine Tochter wurde entführt und vor meinen Augen gefoltert. Ich bin daran schuld das ihr das angetan wurde, ich muss das wieder in Ordnung bringen" stammelte er.
„Niemand gibt dir die Schuld dafür" flüsterte sein Freund.
„Doch, ich" mit zitternden Händen sah Tony ihn an. Abermals schossen ihm die Tränen in die Augen und er wandte seinen Blick schnell wieder ab.
„Mr. Stark......." Mitfühlend folgte Peter seinem Mentor.
„Ich muss weiter machen. Irgendwo war doch......" Er ignorierte Peter völlig.
Ablenkung konnte er jetzt nicht gebrauchen.
„Tony....." Sagte der Junge etwas lauter.
Der Atem des Milliardärs verschnellerte sich.
„Tony bitte hör auf und hör ihm zu" ängstlich sah Rhodey sich das Verhalten des Helden an.
Wie er zitternd versuchte die passenden Werkzeuge zu finden......
„DAD" schrie jetzt Peter und war im nächsten Moment selbst von sich überrascht.
Tony stoppte in seinem Verhalten und hob langsam den Kopf.
Auch Rhodey schien erstaunt zu sein. Jedoch war es für ihn eher langsam an der Zeit gewesen.....
„Was?" Hauchte er und suchte den Blickkontakt mit dem Jungen.
„Wie hast du mich gerade genannt?" Fragte er unglaubwürdig.
„Entschuldige.....Mr....."
„Nein" unterbrach ihn der ältere.
„Wie hast du mich gerade genannt?" Wiederholte er die Frage, dieses Mal etwas langsamer.
Mit hochrotem Kopf sah Peter zu Boden und spielte mit einem der Schnüre seines Pullis.
Rhodeys Grinsen wurde größer und er stieß Peter auffordernd an.
„D..." Stotterte er, atmete tief durch und sah seinem Gegenüber tief in die Augen.
„Ich will dich nicht so sehen. Damit hilfst du Seyla nicht und auch nicht dir selbst. Du machst dich kaputt damit. Das bringt deine Tochter auch nicht wieder zurück und............ich habe Angst um dich, ich will nicht auch noch dich verlieren.......Dad" stotterte der Teenager.
Sprachlos sah Tony ihn an.
„Wow" hauchte auch Rhodey beeindruckt.
Abermals kullerten Ironman Tränen die Wange herunter, dieses Mal jedoch aus Freude.
Er hielt sich zitternd am Stuhl fest, stieß sich ab und viel dem jungen Helden um den Hals.
Dieser war gänzlich überfordert mit der Situation, schaffte es jedoch irgendwie die Umarmung zu erwiedern und vergrub sein Gesicht in den mittlerweile längeren Haaren des Mannes.
„Du glaubst nicht wie lange ich auf diesen Moment gewartet habe" flüsterte er und drückte Peter noch etwas fester.
„Du hast also kein Problem wenn ich dich so nenne?" Fragte der Teenie vorsichtsalber noch einmal nach.
„Was? Nein! Ich finde es sogar sehr schön das du mich so nennst" lächelte Tony.
Die Beruhigungstabletten begannen langsam zu wirken, was ihm daran aufviel, dass sich sein Körper unnormal schnell erhitzte.
Eine seltsame Schwere machte sich in ihm breit, woraufhin er langsam die Kontrolle über seine Muskeln verlor.
„Hey, was....alles gut......?" Alarmiert hielt Peter ihn noch rechtzeitig fest, ehe er ganz zusammen gesackt wäre.
Mit halb geöffneten Augen blinzelte er seinen Schützling an.
„Mir geht es gut....es ist nichts...nur ein bisschen Kreislauf, das geht gleich wieder......" Doch da klappte er völlig weg, was Rhodeys Hilfe erforderte und zusammen hieften sie ihn zu einem der Stühle.
„Tony?" Eine besorgte Pepper Potts betrat die Werkstatt und kniete sich vor ihren Ex.
„Oh Gott Tony was soll das denn schon wieder?" Fragte sie und legte ihre Hände auf seine Wangen.
„Hey Pepp" hauchte dieser kaum hörbar.
„Du starsinniger Dummkopf" weinte sie und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
„Ich liebe dich" schaffte er es zu sagen.
„Ich hab nie aufgehört dich zu lieben" er hustete schwerfällig.
„Es tut mir leid das ich euch verlassen habe. Ich habe es jeden Tag bereut meiner Tochter nicht dabei zusehen zu können wie sie aufwächst" erklärte er zittrig.
Pepper kullerte eine Träne die Wange hinunter und griff nach seinen Händen.
„Wir werden sie finden......du wirst sie finden, aber das geht nicht solange du in diesem Zustand bist" flüsterte sie.
Tony sah sie schuldbewusst an.
Was er nicht wusste war, dass Peter Dr. Strange rechzeitig bescheid gegeben hatte, welcher soeben mit einem starken Schlafmittel eintraf und sich jetzt langsam dem Milliardär nährte, während Pepper diesen ablenkte.
„Ich kann nicht aufhören Pepp, dass weißt du" gab er schwach zu.
Diese lächelte und strich ihm über die Wange.
„Aus diesem Grund bin ich nicht mit dir zusammen gekommen Tony.
Deine Besessene Ader war es nicht weshalb ich mich in dich verliebt habe" gestand sie, woraufhin dieser es schaffte ein leichtes Lächeln in sein Gesicht zu zaubern, ehe ihn ein Stich am Hals aufschrecken ließ.
Alarmiert sah er zu Steven welcher die Schlafspritze wieder heraus zog und ihn besorgt ansah.
„Was? Was hast du......" Säuselte Tony und fasste sich an die Stichstelle.
„Keine Sorge, das wird dir jetzt gut tun. Du musst dich ausruhen" erklärte der Magier ruhig.
„Nein......ich muss weiter.......du......" Stammelte er als das Schlafmittel seine Wirkung entfaltete.
„Schlaf gut Tony" hörte er noch Peppers Stimme, ehe ihm die Augen zu vielen und er in einen tiefen Schlaf, ohne Albträume oder Nebengedanken viel.
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I Love you 3000+1
FanfictionDie Teenagerin Seyla führt trotz ihrer Superkräfte ein relativ normales Leben. Sie will ihre besonderen Fähigkeiten so gut es geht geheim halten, was bis jetzt auch gut geklappt hat. Was aber passiert, wenn sie plötzlich keine andere Wahl hat, sie i...
