thirty four

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chapter thirty fourfeuerring

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chapter thirty four
feuerring

„Murphy", sagte er dann gepresst. „Du öffnest die Tür, ich gehe rein – sie gehen raus."
„Nur du, Bellamy. Unbewaffnet", forderte Murphy, seine Stimme schwer einzuschätzen.
„Okay", kam Bellamys Antwort.
Leise.
Entschlossen.
Und in Freyas Gesicht zuckten die Muskeln.
Sie presste die Augen fest zusammen.

Wenn Bellamy reinkommt... wird Murphy ihn umbringen.
Murphy betätigte den Knopf. Die Tür begann sich langsam zu senken, das metallene Geräusch hallte durch die Stille.
„Zehn Sekunden", rief Murphy, „oder ich leere das Magazin auf beide."

„Ich bin hier", antwortete Bellamy ruhig – in dem Moment, als er den Fuß über die Schwelle des Schiffs setzte.

Jasper wurde ohne Vorwarnung gestoßen – seine Hände fest an den Armen gebunden, ein Stoffriemen über seinem Mund. Murphy schob ihn mit einem kalten Ruck durch die Tür hinaus. Der Junge stolperte ins Licht, fiel beinahe, keuchte gegen den Knebel, doch draußen waren bereits helfende Hände zur Stelle.

Drinnen, im Halbdunkel des Schiffs, wanderten Bellamys Augen sofort zu Freya – und sein Blick gefror.
Sie saß noch immer da, gefesselt, das blutige Messer tief in ihrem Oberschenkel, der Stoff ihrer Hose dunkel vor Nässe. Ihre Brust hob und senkte sich stoßweise, Tränen liefen unkontrolliert über ihr Gesicht. Ihre Augen suchten ihn, erschüttert, verzweifelt – und voller stummer Warnung.
„Nein... warum ist Freya noch gefesselt?" Bellamys Stimme schnitt durch den Raum, rau vor Entsetzen.
Murphy antwortete nur mit einem schiefen Grinsen und trat langsam näher. Spöttisch runzelte er Bellamy die Stirn, als die Tür sich hinter ihm mit einem metallischen Knall schloss.
„Mann, Bellamy... denkst du echt, du bist zwei Leute wert?" höhnte Murphy, und in Bellamys Gesicht flackerte der erste Schimmer von Panik auf.
Freya wand sich, als würde ihr Körper gegen ihre Fesseln rebellieren. Jeder Versuch, sich zu bewegen, ließ das Messer in ihrem Bein beben, und dennoch hörte sie nicht auf. Sie zitterte, keuchte, kämpfte gegen das schwindende Bewusstsein. Und Bellamy sah all das – ihr Leiden, ihren Mut – und es riss ihm das Herz aus der Brust.

Sein Blick fiel wieder auf das Messer. Wie es tief steckte, unbewegt, und doch eine zitternde Wunde am Leben hielt. Freyas Gesicht war blass, Schweiß glänzte auf ihrer Stirn. Ihre Lippen bewegten sich tonlos, nur ihre Augen sprachen zu ihm – und sie flehten.
„Oh, keine Sorge", murmelte Murphy, die Pistole locker in der Hand. „Ich hab nicht vor, ihr nochmal weh zu tun. Nicht, wenn du alles tust, was ich dir sage."
„Das war nicht der Deal!" fauchte Bellamy – doch kaum hatte er die Worte ausgesprochen, hatte Murphy ihn gepackt. Mit einem schnellen Griff verdrehte er Bellamys Arm nach hinten, richtete die Waffe auf Freyas Brust.
Bellamy erstarrte. Sein Widerstand zerbrach in einem einzigen Moment. Alles in ihm wollte kämpfen – aber wenn sie starb, war es vorbei.
Ein Schuss zerfetzte die Stille.

Freya schrie auf, ihr ganzer Körper verkrampfte sich vor Schreck – doch der Schuss war leer.
Nur ein dumpfer Knall, ein Klick, der nicht tötete.
Murphy lachte.
Lang und leise.
Dann wandte er sich einer Kiste zu, zog ein Bündel aus Sicherheitsgurten hervor – dieselben, die auch Freya an den Stuhl gefesselt hielten.
In diesem Moment knisterte das Funkgerät. Octavias Stimme brach durch: „Bellamy? Bellamy, hörst du mich? Geht es dir gut?"
Murphy drehte sich um und hielt Bellamy das Kabelbündel hin. „Du willst, dass sie weiß, dass du lebst? Dann fang an zu binden."
Bellamy zögerte, doch sein Blick traf Freya – und er gehorchte. Er sank auf die Knie, seine Finger zitterten, während er Gurte sortierte, Knoten zog.

PROTECTOR; bellamy blakeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt